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ERC: Azoren-Rallye

Vorentscheidung im „Sekundenkrimi“?

Nachdem Kajetan Kajetanowicz am Samstagvormittag zu harte Reifen wählte, konnte Craig Breen seinen Vorsprung auf rund zwölf Sekunden erhöhen.

Michael Noir Trawniczek

Nasse Stellen und Nebel bei Temperaturen um die 20 Grad Celsius – so waren die Voraussetzungen, als am Samstag die rund 20 Kilometer lange zwölfte Sonderprüfung der Azoren-Rallye in Angriff genommen wurde.

Kajetan Kajetanowicz zeigte sich im Ziel der SP 12 äußerst unzufrieden: „Wir haben hier viel Zeit verloren – ich habe ein paar Fehler gemacht und die Reifen sind zu hart, vielleicht passen sie auf der nächsten Prüfung, aber ich bin gar nicht happy.“

Dass er dennoch die Führung übernehmen konnte, lag wohl daran, dass auch sein Konkurrent im „Sekundenkrimi“, Peugeot-Werkspilot Craig Breen, noch nicht hundertprozentig in Fahrt war, Breen berichtete: „Wir haben im Nebel langsam begonnen und uns dann gesteigert – hoffentlich bessert sich das auf den kommenden Prüfungen.“ Die Bestzeit ließ auf SP 12 der portugiesische Lokalmatador Ricardo Moura (Ford Fiesta R5) gutschreiben, der mit mehr als einer Minute Rückstand hinter dem Führungsduo Platz drei belegt.

Auf der 21 Kilometer langen SP 13 konnte Breen mit einer Bestzeit die Führung wieder zurückerobern, während Kajetanowicz mit den zu harten Reifen haderte und damit gleich rund 15 Sekunden einbüßte.

Zwar konnte der polnische Ford-Pilot auf SP 14 mit einer Bestzeit kontern, doch Breen war nur wenig langsamer, sodass der Ire vor den letzten drei Sonderprüfungen 11,9 Sekunden Vorsprung aufweist. Kajetanowicz erklärte dazu: „Craig ist schon zu weit vorne – aber wir werden es trotzdem probieren.“ Die Azoren-Rallye ist bekannt dafür, dass es auf den letzten Prüfungen noch zu spannenden Überraschungen kommen kann, zumal auch das Wetter wechselhaft ist...

Eine weitere Minute hinter Lokaltamador Ricardo Moura liegt dessen Landsmann Bruno Magalhaes im Peugeot R5, weitere zwei Minuten dahinter rangiert Robert Consani im Citroen DS3 R5 auf Platz fünf.

Die drei noch ausstehenden Sonderprüfungen weisen rund 53 Wertungskilometer auf.

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