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ERC: Azoren-Rallye

Dreher auf der „Vulkanprüfung“ kosteten Führung

Nach einigen Drehern auf SP 7 verliert Craig Breen die Führung an Kajetan Kajetanowicz, der Brite bleibt dem Polen jedoch auf den Fersen.

Foto: ERC

Das spannende Duell zwischen Craig Breen (Peugeot) und Kajetan Kajetanowicz (Ford) setzte sich beim EM-Lauf auf den Azoren (Portugal) am Freitag im Laufe der ersten Schleife fort.

Nach insgesamt sieben Sonderprüfungen führt Kajetanowicz mit 6,7 Sekunden Vorsprung vor Breen. Das Duo konnte alle weiteren ERC-Starter schon weit abhängen. Lokalmatador Ricardo Moura (Ford) liegt als Dritter schon knapp eine Minute zurück. Spannend geht es auch bei den Junioren zu, wo sich drei Nachwuchstalente einen engen Dreikampf um die Spitze liefern.

Höhepunkt des Tages ist die Prüfung "Sete Cidades". Mit knapp 29 Kilometern ist sie die längste SP der Rallye. Die Strecke führt auch um den Schlot eines erloschenen Vulkans herum und sorgt jedes Jahr für atemberaubende Bilder. Hier entstand auch die kleine Zeitdifferenz zwischen Breen und Kajetanowicz. Zunächst startete Breen mit Bestzeiten in SP4 und SP5 in den Tag und vergrößerte seinen Vorsprung auf 5,0 Sekunden.

Dann drehte Kajetanowicz in SP6 den Spieß um und nahm Breen 2,6 Sekunden ab. In der langen "Sete Cidades"-Prüfung (SP7) war der Pole um 9,1 Sekunden schneller. Damit übernahm "Kajto" die Gesamtführung und geht mit einen Vorsprung von 6,7 Sekunden in die Nachmittagsschleife. "Eine unglaubliche Prüfung", schwärmt Kajetanowicz von "Sete Cidades". "Ich bin zum ersten Mal hier gefahren, es ist crazy. Die Strecke ist lang, eng, der Straßenbelag wechselt. Es ist eine der schwierigsten Prüfungen in der ERC. Unglaublich!"

Bis dahin war Kajetanowicz mit der Abstimmung seines neuen Ford Fiesta R5 nicht ganz zufrieden, denn die Dämpfung war etwas zu hart eingestellt. Im Gegensatz zu Breen (Michelin) fährt der Pole mit Pirelli-Reifen. Breen hat Glück, dass er nach SP7 überhaupt noch im Wettbewerb ist: "Ich hatte einige Dreher", erklärt er Schäden an der vorderen und hinteren Stoßstange. "Ich hatte einen kompletten Dreher, im zweiten Abschnitt der Prüfung war kein Grip. Ich bin drei oder viermal gestanden."

Hinter dem Topduo sind die Portugiesen Moura und Bruno Magalhaes Vierter und Fünfter. Letzterer konnte die Probleme mit dem Turbolader seines Peugeot beheben, aber auch Routinier Magalhaes hatte in SP7 einen Dreher. Robert Consani hatte Schwierigkeiten mit dem Getriebe und kam mit einer beschädigten hinteren Stoßstange ins Ziel von SP7. "Ich habe nichts berührt. Ich verstehe das nicht", wundert sich der Franzose, der den fünften Platz hält. Josh Moffett (Ford) schied durch einen Unfall nach der Zieldurchfahrt von SP4 aus.

In der Juniorenwertung lieferten sich bis SP6 Chris Ingram, Ralfs Sirmacis (beide Peugeot 208 R2) und Emil Bergkvist (Opel Adam R2) einen Dreikampf um die Führung. In der langen SP7 verloren dann Opel-Junior Bergkvist und Sirmacis viel Zeit und fielen zurück. Ingram verteidigte die Führung knapp zehn Sekunden vor Steve Rokland (Peugeot R2), der in SP7 die Klassenbestzeit aufstellte. Der Deutsche Marijan Griebel ist mit seinem Opel Adam weiterhin Sechster.

Am späten Nachmittag werden diese vier Prüfungen erneut absolviert.

Gesamtwertung nach 7 von 17 Prüfungen: (Top 10):
01. Kajetan Kajetanowicz (Ford Fiesta R5) - 52:03.5 Minuten
02. Craig Breen (Peugeot 208 T16) +6,7 Sekunden
03. Ricardo Moura (Ford Fiesta R5) +58,1
04. Bruno Magalhaes (Peugeot 208 T16) +1:27,7 Minuten
05. Robert Consani (Citroen DS3 R5) +2:11,8
06. Jose Pedro Fontes (Citroen DS3 R5) +2:16,6
07. Sam Moffett (Ford Fiesta RRC) +2:50,0
08. Dominykas Butvilas (Subaru Impreza WRX STI) +2:57,3
09. Giacomo Costenaro (Peugeot 207 S2000) +2:57,5
10. Luis Rego (Mitsubishi Lancer Evo IX) +3:06,9

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