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Neuville: Titelgewinn 2016 realistisch

Thierry Neuville möchte mit Hyundai in der kommenden Saison nach dem WM-Titel greifen, heuer noch mindestens eine Rallye gewinnen.

In der Saison 2015 der Rallye-WM wird Thierry Neuville nicht um den Titel kämpfen können, zu dominant ist Volkswagen. Vor allem gegen den amtieren Weltmeister Sébastien Ogier scheint auch in diesem Jahr kein Kraut gewachsen zu sein. Trotzdem ist Neuville überraschend optimistisch und glaubt, dass Hyundai bereits in der kommenden Saison einen Großangriff auf den Titel starten kann.

"Für Ogier müsste in dieser Saison schon einiges schieflaufen, wenn er den Titel nicht holt", gibt der Belgier gegenüber Motorsport aktuell zu, zeigt sich aber auch angriffslustig und erklärt: "Realistisch gesehen können wir im nächsten Jahr angreifen." Unter anderem wird Neuville dann ein neues Coupé zur Verfügung stehen; noch ist allerdings nicht klar, wann der 26ährige sein neues Auto bekommen wird.

"Es ist offensichtlich, dass wir – warum auch immer – etwas Verspätung haben, auch und gerade bei der Entwicklung des neuen Autos", räumt der Belgier ein und erklärt: "Als ich im vergangenen Jahr zu Hyundai wechselte, war mir klar, dass wir nicht auf Anhieb vorne mitmischen können, und ich ein Jahr verlieren würde. Unser Ziel war es aber schon, im zweiten Jahr, also jetzt, möglichst früh auf dem Niveau von Volkswagen zu sein."

"Leider sind wir das im Moment noch nicht. Ich denke, in meiner Position sollte ich der Erste sein, der im Team etwas Druck aufbaut. Schweden war dafür eine gute Gelegenheit. Ein Superresultat, das jedem gezeigt hat, was möglich ist. Erfolge sind eben immer noch die beste Motivation, aber wir müssen noch besser werden", so Neuville, der beim schwedischen WM-Lauf auf einem starken zweiten Platz landete.

Auf die Frage, wann Hyundai aus eigener Kraft Siege einfahren könne, antwortet der Belgier: "Das dauert noch. Im Moment sind einige Updates unterwegs, die uns hoffentlich helfen, nochmals näher an Volkswagen ranzurücken. Vor allem beim Motor müssen wir noch zulegen, da geht am meisten, aber man kann überall noch etwas finden." Die Weiterentwicklung eines Auto höre im Wettstreit niemals auf.

"So oder so bin ich der Meinung, dass wir 2015 besser sein müssen als im Vorjahr, also auch mindestens eine Rallye gewinnen", erklärt Neuville, der 2014 in Deutschland den einzigen Nicht-VW-Sieg der gesamten Saison einfahren konnte. Sollte es 2016 mit dem Titel nicht klappen, könnte sich der Belgier dann möglicherweise im Jahr 2017 einen Wechsel von Hyundai zu WRC-Rückkehrer Toyota vorstellen?

"Es ist viel zu früh, sich darüber Gedanken zu machen. Aktuell sind alle Fahrer vergeben, und Toyota bleibt noch sehr viel Zeit", winkt Neuville ab und ergänzt: "Toyota hat eine tolle Geschichte im Rallyesport, ist vielleicht wie Ferrari in der Formel 1, aber für einen Fahrer muss das Konzept stimmen. Wichtiger als die Historie ist die Gewissheit, dass man schnellstmöglich ganz vorne mitfahren kann. Ob Toyota das kann, wissen wir heute nicht."

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