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ORM: Waldviertel-Rallye

Bitteres Saisonende

Willi Rabl hatte reiste als Top-Favorit für den historischen Staatsmeistertitel zum ORM-Finale, doch ein Groschendefekt beendete die Fahrt.

Fotos: Daniel Fessl

Spannender hätte das Finale in der historischen Rallye-Staatsmeisterschaft nicht sein können: Willi Rabl und seine Copilotin Uschi Breneißl reisten Punktegleich (wenn man die Streichresultate mit einbezieht) mit Johannes Huber zur Waldviertel-Rallye. Für die beiden Porsche-Piloten war also von Anfang an eines klar: Wer vorne ist, wird Meister.

Der erste Tag in der Landeshauptstadt Sankt Pölten verlief für den Mauternen nicht nach Wunsch, da man sich sowohl bei der Wahl der Reifen, als auch beim Setup des Porsche 911 vergriff und weit zurückgeworfen wurde. Doch durch eine Nachtschicht der Mechaniker von Hofbauer-Motorsport konnte man den Neunelf auf die widrigen Umstände trimmen. Schlamm, Nebel und tiefe Fahrspuren machten die Waldviertel-Rallye 2016 wohl zur schwierigsten der heurigen Saison.

Am zweiten Rallyetag, der rund um das malerische Schloss Grafenegg stattfand, fanden Rabl sein Porsche wieder zur gewohnten Form zurück und starteten voller Tatendrang eine fulminante Aufholjagd. Innerhalb von drei Prüfungen konnte man über eine Minute wiedergutmachen und sich an Johannes Huber vorbeischieben. Und gerade, als man so richtig in Fahrt gekommen war, starb der Motor des Porsche in der 10. Sonderprüfung ohne Vorwarnung ab. „Ich habe 20 Minuten gesucht, aber nichts gefunden. Kurz bevor der Schlusswagen uns passierte, habe ich unter den Zündverteiler gegriffen und bemerkt, dass ein Stecker heruntergefallen war“, erklärt Rabl die Situation.

„Als ich ihn wieder angesteckt habe, sprang der Wagen sofort wieder an. Doch dann war es schon zu spät“, so der Vizemeister. Schweren Herzens musste man sich dadurch mit dem Vizemeister-Titel zufrieden geben. Doch Rabl nimmt den bitteren Rückschlag mit Fassung: „Es soll anscheinend nicht sein. Aber so ist halt Rallye. Ich möchte mich bei meiner Copilotin für die perfekte Arbeit bedanken, sowie auch bei meinen Sponsoren und dem Hofbauer-Team. Denn ohne diese Hilfe wären wir gar nicht so weit gekommen“, so der Porsche-Pilot. Rabl und Huber haben nach der Waldviertel-Rallye gleich viele Punkte auf ihrem Konto, doch da Huber das ältere Auto hat, geht der Meistertitel an ihn.

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