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MRC: Rally del Friuli Venezia Giulia

Aller guten Dinge nicht immer drei

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickt Schulz Rallye Sport auf die diesjährige Rally del Friuli Venezia Giulia zurück.

Foto: Felzi

Der dritte italienische Lauf von Franz Schulz rund um die friulanische Stadt Cividale wartete wieder mit höchst herausfordernden Sonderprüfungen auf, die Mensch und Maschine alles abverlangen sollten. Schon beim Besichtigen wurde sofort klar, dass diese Veranstaltung ein Leckerbissen für Fahrer und Zuschauer werden würde – doch es kam alles anders als erwartet.

Die nur 1,11 Kilometer lange Showsonderprüfung in Gemona markierte den Beginn dieser stark besetzten Rallye. Die an das Land angepasste italienische Ansage des Co-Piloten Dominic Thenner motivierte den Fahrer ein wenig zu sehr, und es folgte ein kleiner Fehler, der auf solch einer kurzen Prüfung jedoch schwer ins Gewicht fiel.

Der nächste Tag wurde dann jedoch voll konzentriert in Angriff genommen. Nachdem die erste Schleife nahezu fehlerfrei absolviert wurde, begann die sich Abwärtsspirale zu drehen: Der sonst so zuverlässige Motor des Peugeot-Boliden quittierte gegen Ende der knapp 15 Kilometer langen Sonderprüfung Masarolis den Dienst und wollte partout nicht mehr anspringen. Dank des Gefälles konnte das Auto noch die Sonderprüfung verlassen und auf der Verbindungsetappe zum Laufen gebracht werden, doch auch die nächste Sonderprüfung Montenars bot ein ähnliches Bild.

Diesmal musste in der Prüfung angehalten werden, und der Motor konnte wiederbelebt werden. Die letzte Prüfung des Tages wurde aus Gründen der Zuschauersicherheit annulliert, und das Team konnte ohne weitere Probleme in die Servicezone zurückkehren. Trotz 45minütigen Volleinsatzes des Mechanikerteams rund um Roman Mühlberger konnte der Fehler noch nicht genau eruiert werden, und die Mannschaft ging mit einem etwas unsicheren Gefühl ins Bett.

Der nächste Morgen bestätigte dann dieses Gefühl: Der Peugeot 207 RC R3T lässt sich im Parc fermé nicht mehr starten. Unter körperlicher Schwerstarbeit wurde das Fahrzeug ins Service geschoben, und es wurde mit allen erdenklichen Mitteln – der Dank von Schulz Rallye Sport gilt an dieser Stelle dem Mechanikerteam von Rok Turk – versucht, alle vier Zylinder des Turbomotors wieder zum Laufen zu bringen ... vergeblich. Die Minuten verrannen, und bald war klar, dass technische Probleme die Crew Schulz/Thenner zur Aufgabe zwingen würden.

Nach diesem seltenen, aber nichtsdestotrotz sehr bitteren Ausscheiden muss nun unter Hochdruck das Auto wieder fahrbereit gemacht werden, denn der nächste Einsatz lässt nicht lange auf sich warten.

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