RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye: News

„Gruppe W4neu“ kämpft um die Kultrallye im Waldviertel

Die von Christian Schuberth-Mrlik angemeldete Rallye wurde von der Austrian Motorsport Federation abgelehnt - jetzt möchte die um ihn formierte „Gruppe W4neu“ die Kultrallye im Waldviertel auch ohne ORM-Status abhalten.

Fotos: Harald Illmer, Daniel Fessl

Viele Jahre war Christian Schuberth-Mrlik die Gallionsfigur der Waldviertel-Rallye, im Jahr 2014 gelang ihm, als erstem Waldviertler in der Geschichte des prestigeträchtigen Events, in einem unterlegenen Auto der Sensationssieg, der „Sieger der Herzen“ war auch heuer der von den Fans heiß geliebte Lokalmatador...

Nachdem der Veranstalter diesen für das Waldviertel so wichtigen Event im kommenden Jahr nicht mehr abhalten wolllte, sprang Christian Schuberth-Mrlik in die Presche und erklärte seine Absicht, die Rallye weiterzuführen und bot dem bisherigen Veranstalter seine Unterstützung an, dieser jedoch lehnte eine Zusammenarbeit rigoros ab. Nach seiner öffentlichen Erklärung, die Rallye weiter abhalten zu wollen erhielt „Mister Lik“ dermaßen viel Zuspruch, sodass schnell die „Gruppe W4neu“ gegründet war...

Diese Gruppe hat die Rallye dann auch bei der Austrian Motorsport Federation (AMF) als einen Lauf zur Österreichischen Rallye Staatsmeisterschaft (ORM) angemeldet. Doch die Rallyekommission der AMF lehnte die Veranstaltung ab und verweigerte ihr den ORM-Status.

"Mir ist das ein Rätsel"

Für Christian Schuberth-Mrlik kam diese Entscheidung wie ein Keulenschlag: „Wir müssen die Entscheidung der AMF ernsthaft hinterfragen. Ich habe laufend mit einer Mitarbeiterin der AMF kommuniziert, wir haben sowohl online als auch per Fax unsere Anmeldung abgegeben. Ich habe auch mehrmals nachgefragt, ob wir noch irgendwelche weiteren Dokumente nachreichen müssen. Da wurde mir mitgeteilt, dass dies nicht nötig sei. In der Kommissionssitzung solll dann genau diese Mitarbeiterin erklärt haben, dass wir keine weiteren Dokumente abgegeben hätten. Unsere Veranstaltung wurde dann von der IG Rallye, der Interessensgemeinschaft der ORM-Veranstalter ohne jede Vorwarnung einfach abgelehnt. Dabei ist mir bekannt, dass hier nicht alle anderen Veranstalter befragt wurden. Mir ist das ein Rätsel.“

Nach dem ersten Schock über die unverhoffte Ablehnung durch die AMF-Rallyekommission hat die Gruppe W4neu nun beschlossen, die Rallye trotzdem abzuhalten - auch ohne ORM-Status: „Wir haben die Veranstaltung ja ordentlich eingereicht und wir lassen uns nicht unterkriegen. Wir setzen die Planungsarbeiten fort und arbeiten weiter an unserem Konzept. Beispielsweise wollen wir die Region viel mehr einbinden, als das bisher praktiziert wurde. Wir erhalten auch sehr viel Zuspruch aus der Region und wir freuen uns über jedwede Unterstützung. Es ist uns einfach wichtig, um das Überleben dieser Kultrallye zu kämpfen. Aufgegeben wird bekanntlich nur ein Brief.“

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye: News

Weitere Artikel:

"Ouninpohja" gilt als Herzstück der Rallye Finnland: 2026 verschwindet die Kultprüfung aus dem Streckenplan - trotz gefeiertem Comeback nur zwei Jahre zuvor

WRC Rallye Schweden: Tag 3 (SP15)

Evans vergrößert Vorsprung auf Katsuta

Toyota hält bei der Rallye Schweden am Samstag die ersten vier Plätze - Elfyn Evans führt 13,3 Sekunden vor Takamoto Katsuta - Hyundai weiterhin chancenlos

Georg Gschwandner im Interview

„Sind sehr glücklich mit dem Starterfeld“

ARC Rallye Triestingtal-Veranstalter Georg Gschwandner im Interview: Wie es zur Rückkehr des Rallyesports ins Triestingtal kam und warum er sich besonders geehrt fühlt…

Sensation im Triestingtal

Manfred Stohl gibt Österreich-Comeback!

Erstmals seit 2012 startet Österreichs WM-Vierter 2006, Manfred Stohl wieder bei einer Rallye in Österreich! Seinen Start bei der ARC Rallye Triestingtal bezeichnet Stohl als Hommage an seinen Freund und Beifahrer Peter Müller. Die beiden Gr.N-Weltmeister 2000 begrüßen und veredeln das Comeback des Rallyesports im Triestingtal.

Dämpfer, Federn & Rätsel

Hyundai verzweifelt in Schweden

Hyundais Rallye-Team steht in Schweden vor einem Rätsel - Kein Speed trotz intensiver Vorbereitung - Selbst radikale Änderungen beim Set-up helfen kaum