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ORM: Waldviertel-Rallye

Neubauer: Gerissene Antriebswelle im letzten Moment

Mit 0,8 Sekunden Vorsprung ging Neubauer auf die letzte SP der Waldviertel-Rallye. Nach einem Riss der Antriebswelle verliert er den Titelkampf im allerletzten Moment.

Fotos: Daniel Fessl

Es war ein unglaubliches Herzschlagfinale, das die österreichischen Rallye-Fans während der vergangenen Tage im Waldviertel erleben durften. Im Kampf um den Titel in der österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft blieben sich die Duos Hermann Neubauer/Bernhard Ettel sowie Raimund Baumschlager/Pirmin Winklhofer nichts schuldig. Bei schlammigen, rutschigen Bedingungen auf den schnellen Schotter-Sonderprüfungen im Großraum Horn lieferten sich der regierende Meister und der Rekord-Staatsmeister eine Zehntelsekunden-Schlacht, die in einer unglaublichen Ausgangssituation vor der finalen Prüfung gipfelte: 0,8 Sekunden Vorsprung hatte Neubauer, welche er über die letzten 4,5 Kilometer bringen musste.

Als am Ford Fiesta WRC einen Kilometer vor dem Ziel eine Antriebswelle brach, war Hermann Neubauer bewusst, dass sein heroischer Kampf nicht belohnt werden würde: „Da war klar, dass es sich nicht ausgeht. Ich muss aber gestehen, dass es auch ohne den Schaden sehr, sehr knapp geworden wäre. Wir sind diese Rallycross-Arena insgesamt sechs Mal gefahren, und ich war dort jedes Mal ein bis zwei Sekunden langsamer, obwohl ich draußen auf den ‚echten‘ Sonderprüfungen meist schneller war. Da hat Raimund das Potential seines Autos offenbar voll ausgespielt.“

„Am Ende hat es jetzt also nicht gereicht, das macht mich schon ein wenig traurig, denn natürlich war die Titelverteidigung das Ziel. Andererseits war das hier die beste Schotterrallye meiner Karriere, ich habe eiserne Nerven bewiesen und bin am Manhartsberg eine sensationelle PowerStage gefahren. Zudem konnten wir das Weltmeister-Auto des Jahres 2017 und den österreichischen Rekordstaatsmeister bis zur allerletzten Sonderprüfung fordern. Das macht mich dann schon wieder stolz – stolz auf meine Leistung, aber vor allem auch stolz auf und dankbar für die Leistung meines gesamten Teams, von meinem Co-Piloten Bernhard Ettel bis hin zu meinen Mechanikern, meinen Helfern, Sponsoren, Unterstützern. Wir hätten mit einem 2011er Kundenauto in den Händen des kleinen ZM-Racing Teams beinahe die Meisterschaft gegen VW Motorsport und BRR gewonnen, das muss man sich immer vor Augen halten. Wir haben alles gegeben und ich glaube, wir haben uns unterm Strich nichts vorzuwerfen. Ich bin überzeugt davon, dass dieses Jahr eine einmalige, tolle Show und beste Werbung für den Rallyesport in Österreich war. Es war für alle eine sehr intensive, anstrengende Saison und ich möchte abschließend Raimund Baumschlager und seiner Mannschaft zum Titelgewinn gratulieren!“

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