RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ARC: Herbstrallye

Nennergebnis mit einigen Überraschungen

Nicht weniger als 66 Teams haben für die Herbstrallye Dobersberg genannt; in der ART steht mit Gerald Rigler der Meister schon fest.

Fotos: Radoslav Nešpor; Jiří Perník

Spazierenfahren wird Rigler mit seinem Ford Fiesta R5 deswegen wohl kaum – er will, wie nicht anders zu erwarten, um den Gesamtsieg kämpfen. Rigler stimmt nahtlos in den Chor der Lobgesänge über das neue Veranstaltungskonzept von Roman Mühlberger & Co. ein: "Super, was sich hier im Vorfeld getan hat. Das braucht der Sport. Wir werden voll angreifen. Das Ziel ist klar der Gesamtsieg."

Fischerlehner mit erstem R5-Einsatz

Martin Fischerlehner ist nach dem Verkauf seines Mitsubishi Evo V in einer Neuorientierungsphase angelangt. Für den Saisonabschluss hat er den Ford Fiesta R5 eines deutschen Teams mit italienischen Wurzeln angemietet. Der Schrieb wird auch im R5-Fiesta in gewohnt souveräner Art und Weise von Tobias Unterweger vorgelesen werden.

Fischerlehner: "Wir werden erst kurz vor der Rallye unsere ersten Probekilometer absolvieren können, also quasi erst bei der Rallye mit jedem Kilometer das Auto besser kennen und verstehen lernen. Ziel ist das Ziel – und das Auto heil zu lassen. Ich weiß aber, welche Zeiten und Platzierungen ich mit dem Evo V fahren konnte. Die Logik sagt also, auch der Sieg ist möglich. Zusammengezählt wird nach der letzten Sonderprüfung. Ich weiß auch noch nicht, wie es nächstes Jahr weitergeht. Dieser Einsatz kann daher auch als Entscheidungshilfe angesehen werden, aber da kommen dann noch viele Faktoren dazu. Es ist nicht nur vom Fahrzeug her eine ganz andere Liga als der Mitsubishi, sondern auch vom finanziellen Aufwand, aber wir werden sehen. Jetzt gilt die ganze Aufmerksamkeit einmal der Herbstrallye."

Der ART-Vizetitel ist noch heiß umkämpft. Dieser wird wohl aus einem Quintett, bestehend aus Philip Hahn, Michael Denk, Riccardo Holzer, dem Ungarn Karoly Kocsomba sowie Bernhard Stitz ermittelt werden. Der ARC-Titel ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an Michael Kogler vergeben, der mit seinem Citroën DS3 R3T Max aber auch ein heißer Außenseitertipp auf den Gesamtsieg ist. Um den Vizemeistertitel in der ARC duellieren sich Petr Pospisil und Vorjahressieger Daniel Fischer, für den dieselben Außenseiterchancen wie für Kogler gelten.

Die Botschaft über die Grenzen

Das Bemühen der Veranstalter wurde bis in die Tschechische Republik bemerkt: In nicht weniger als acht Fahrzeugen wird tschechisch gesprochen werden. Ein Augen- und Ohrenschmaus für die Zuschauer wird der Porsche GT3 von Radoslav Nešpor sein. Daniel Fischer, der Vorjahresmeister der ARC, führt ein Quartett an ungarischen Teilnehmern an.

Von Anfang an war das Kredo des Veranstalterteams der Herbstrallye Dobersberg darauf ausgerichtet, eine Rallye für alle zu organisieren. Den schwindenden Teilnehmernzahlen in der historischen Klasse versuchte man durch eine – an eine Mindestnennstärke von zehn Fahrzeugen gebundene – Nenngeldermässigung entgegenzuwirken. Ein Dutzend historischer Fahrer dankte dem Veranstalter diese Willkommensgeste mit seinen Nennungen. Bemerkenswert: Mit Jiří Perník hat sich auch ein Fahrer aus der Tschechischen Republik eingefunden, dem nun die Ehre zuteil wird, die Rallye mit seinem Škoda 130 RS zu eröffnen.

Mit den Marken Alfa Romeo, Audi, Ford, Lancia, Mazda, Peugeot, Škoda, Toyota und Volvo bietet das historische Feld zu Beginn der Rallye eine bunte Vielfalt und Zeitreise durch die verschiedenen Epochen. Bei den Volvos startet neben Baldreich und Gschwandner, wie fast bei jeder ARC-Rallye auch diesmal wieder ein Debütant, in diesem Fall allerdings einer mit jahrzehntelanger Beifahrererfahrung: Rudi Kugler ist im Sommer auf der rechten Seite des Rallyeautos in Pension gegangen, um fortan hinter dem Volant Platz zu nehmen. Norbert Tomaschek entsagt diesmal dem Schwedenstahl und fährt mit seinem beim Publikum um nichts weniger beliebten Alfa Romeo Giulia Super 1600.

Eine Herbstrallye ohne Roman Mühlberger kann es wohl kaum geben – und während jener diesmal in den operativen Teil der Rallye gewechselt ist, hält Jürgen Hell-Mühlberger mit seinem Peugeot 205 die Familienehre hoch. Den Titel bei den historischen Fahrzeugen hat Günther Königseder mit seinem Lancia Delta Integrale so gut wie in der Tasche; den Sieg bei der Herbstrallye Dobersberg wollen sich aber auch gerne unter anderem Franz Panhofer, Ossi Posch oder Gerhard Franger untereinander ausmachen.

Mühlberger: "Stellvertretend für meinen Organisationsstab kann ich sagen: Wir sind vom Nennergebnis und auch dem Zuspruch aus der Tschechei und Ungarn mehr als angenehm überrascht. Es freut uns auch, Unterstützung von anderen Rallyeveranstaltern bekommen zu haben. In der Nachbetrachtung der Rallye werden wir sicherlich Dinge herausarbeiten, welche anders eventuell besser gewesen wären, aber für uns alle ist es ein Lernprozess – und wir sind, so denke ich, auf einem richtig guten Weg."

News aus anderen Motorline-Channels:

ARC: Herbstrallye

Weitere Artikel:

ORM, ET König Rallye: Vor dem Start

Im Murtal heulen ab heute die Motoren

Insgesamt 66 Teams starten in die ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg / Erster Wertungsabschnitt ist heute Nachmittag um 14.35 Uhr der Rundkurs Gaal – Hammergraben

ARC, ET König Rallye: Bericht Neulinger

Marcel Neulinger triumphiert auch in Judenburg!

Marcel Neulinger setzte seine beeindruckende Siegesserie bei der ET KÖNIG Judenburg Rallye 2026 fort und holte den vierten Saisonsieg in der Steiermark!

ET König Judenburg Rallye: Bericht AARC

Steinbock/Bachmayer übernehmen AART-Führung

Steinbock/Bachmayer übernehmen die Führung in der AART Zwischenwertung und Max & Ben Maier sind nach der „ET-König Rallye powered by Peter Hopf“ die neuen Leader in der AARC!

ET König: TEC7 ORM3 & RP Tools Junioren

Neulinger in einer eigenen Welt

Marcel Neulinger ist in der ORM3 das Maß der Dinge. Der regierende ORM3- und Junioren-Staatsmeister holte bei der ET König Judenburg-Rallye 14 von 15 Bestzeiten und konnte die Führung in der Tabelle sowohl in der ORM3 als auch in der RP Tools Junioren-ÖM erheblich ausbauen

MRC, Rally Mecsek: Vorschau

Mitropa Rally Cup gastiert in Ungarn 

Bei der 59. Mecsek Rallye (11.-13.06.26) in Ungarn geht der Mitropa Rally Cup in seine 5. Runde der diesjährigen Meisterschaft.

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.