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ARC: Herbstrallye

Herbstrallye Dobersberg findet statt

Roman Mühlberger & Co. retten die Herbstrallye, die auch ein Wirtschaftsfaktor ist, und versprechen klassische SP der „Semperit“.

Fotos: Harald Illmer

Das Bangen um den Fortbestand der Rallye rund um die Gemeinde Dobersberg war groß, als der bisherige "Mastermind" der Austrian Rallye Challenge und Rallyeorganisator Folkrad Payrich seine Aktivitäten im Frühjahr aus gesundheitlichen Gründen vorerst einstellen musste. Die Herbstrallye Dobersberg ist aufgrund ihrer Streckenführung, die schon in den 80er Jahren bei der internationalen Semperit-Rallye zum Einsatz gekommen ist, weit über die Grenzen Österreichs bekannt und beliebt. Sie bildet mit ihren neun Sonderprüfungen auch in diesem Jahr das Finale der ARC.

Mit Roman Mühlberger, Johann Ringl, Dieter Rameder, Michael Schmidtmayer und Christoph Schmudermayer steht ein Quintett an der Spitze des Organisationsteams, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, eine Symbiose zwischen Teilnehmern, Fans, der Bevölkerung und den Wirtschaftstreibenden der Region herzustellen. Mühlberger verfügt als langjähriger Fahrer und internationaler Serviceleiter über die entsprechende Erfahrung und weiß aus der Praxis, auf was es ankommt. Als ortsansässiger Gastronom weiß Schmidtmayer vom wirtschaftlichen und gastronomischen Belang, den eine solche Großveranstaltung für die Region mit sich bringt. Viele regionale Rallyefahrer durften sich schon über seine Unterstützung freuen.

Auch die weiteren Organisatoren bringen geschäftlichen und wirtschaftlichen Weitblick ein: Christoph Schmudermayer, der "Mastermind" eines Offroadparks in Rappolz, in dem auch bei der Herbstrallye Dobersberg 2017 (13./14. Oktober) wieder eine Sonderprüfung abgehalten wird, ist von der Zusammenarbeit begeistert: "Michi Schmidtmayer hat mit seinen innovativen Gastroideen einen großen Anteil an der Entwicklung unserer Stätte in Rappolz. Ich persönlich freue mich, im Organisationsteam mitarbeiten zu können, und natürlich auch, dass unser Gelände wieder einen Teil der Rallye ausmacht."

Eine Motorsportveranstaltung dieser Größenordnung bedarf natürlich der Mithilfe verschiedenster Partner und Sponsoren, aber auch die Bevölkerung soll eingebunden werden. Freiwillige Helfer sind jederzeit gerne willkommen und ein nicht wegzudenkender Garant für eine erfolgreiche Durchführung. Noch so akribisch ausgeführte Wirtschafts- und Wertschöpfungsstudien gehen am Wesentlichen vorbei, wenn die vor Ort befindliche Bevölkerung keine Affinität herstellen kann. Ohne Verständnis und Akzeptanz dieser Bevölkerung scheitert man aber meist schon in der Vorbereitung.

Das Organisationsteam wartet daher mit einer einfachen und transparenten wirtschaftlichen Rechnung auf:

  • Erwartet werden in etwa 70 Teams.
  • Berücksichtigt man davon zehn Teams, die aufgrund der geographischen Nähe zu Hause nächtigen, bleiben 60 Gastteams.
  • Die Anreise erfolgt zumeist am Donnerstag, die Abreise am Samstag, vereinzelt auch am Sonntag.
  • Jedes Teams besteht durchschnittlich aus sieben Personen.
  • Basierend auf diesen Werten ergibt das einen Nächtigungsbedarf von 420 Betten in durchschnittlich zwei Nächten.
  • Der wirtschaftliche Faktor der Dobersberg-Rallye könnte also nicht zuletzt 840 Nächtigungen für die Region bringen.

Folgerichtig können sich auch die ansässigen Lebensmittelgeschäfte, Gaststätten und Tankstellen auf eine dementsprechende Frequenz einstellen. Nicht zuletzt dem Tourismus bietet sich eine weitere Chance, sich und seine Regionen zu präsentieren. Roman Mühlberger: "Wir werden versuchen, Folki [Folkard Payrich; Anm.] keine Schande zu machen. Er soll jetzt einmal vollständig gesund werden, steht uns aber im Hintergrund für Rat und Tat zur Seite. Dafür sind wir sehr dankbar. Wir wollen die Fans und die Bevölkerung so gut als möglich in unser Projekt einbeziehen, damit wir am Tag der Rallye dann den Fahrern einen krönenden Saisonschluss der ARC bieten können. Es wartet bis dahin allerdings noch viel Arbeit auf uns, und wir sind für jede Art von Unterstützung sehr dankbar."

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