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ORM: Lavanttal-Rallye

Aigner mit Schrecksekunde aufs Podest

Der Oberösterreicher Gerhard Aigner und sein Kärntner Co-Pilot Marco Hübler wiederholten im Lavanttal den dritten Platz vom Vorjahr.

Foto: Daniel Fessl

Mit einem lockeren Spruch ins ORF-Mikrofon hat Gerhard Aigner einen Tag vor dem Start zur Lavanttal-Rallye 2018 noch die Leute unterhalten und sich selber motiviert. "Der Overall ist schon mal angeschwitzt, jetzt kann die Show beginnen", meinte der 43jährige Vorchdorfer nach dem Shakedown bei der live im TV übertragenen Präsentation der Spitzenpiloten in Wolfsberg. Das Prädikat "Spitzenpilot" hat sich Gerhard Aigner auch erhalten, nachdem der Rennanzug nicht nur an-, sondern nach seinem Kärntner Gastspiel auch kräftig durchgeschwitzt war.

"Wenn man vor den heimischen Fans auf den dritten Platz fährt, dann ist das schon ein ganz besonderes Gefühl", brachte der Kärntner Co-Pilot Marco Hübler die allgemeine Zufriedenheit über die tatsächliche Erreichung des Podestrangs auf den Punkt. Gerhard Aigner ergänzte: "Ich habe gesagt, wenn ich Rang drei vom Vorjahr wiederholen kann, bin ich zufrieden. Also bin ich's auch." Dass damit auch noch die Verteidigung des zweiten Platzes in der Staatsmeisterschaft einherging, ließ dem Duo Aigner/Hübler das Lachen noch leichter fallen.

Bis zur abendlichen Siegerehrung in der Eventhalle von Wolfsberg-Kleinedling war es für Gerhard Aigner ein anstrengender wie lehrreicher Weg. "Im Gegensatz zu den vor mir liegenden Fahrern Niki Mayr-Melnhof und Gerwald Grössing, die schon fast zwei ganze Saisonen in ihren Autos sitzen, bin ich hier erst zum vierten Mal mit einem World Rally Car konfrontiert gewesen. Angesichts dieser Tatsache bin ich mit dem Ergebnis hochzufrieden." Der hochtechnologisierte Ford Fiesta WRC war stets in den Händen des Oberösterreichers und nicht umgekehrt. Aigner: "Es ist mir wirklich gut gelungen, den Wagen in der Spur zu halten. Eigentlich hatten wir in den ganzen zwei Tagen hier nur ein Hoppala." Dieses hätte freilich böse enden können.

"Auf der vorletzten Prüfung, dem Rundkurs in Eitweg, war ich viel zu schnell dran und hab mich dann fürchterlich verbremst. Einen Dreher konnte ich gerade noch verhindern. Das wäre wohl ein Abflug der härteren Art gewesen." Doch die Antwort auf die Schrecksekunde gab sich Gerhard Aigner in der an- und abschließenden Sonderprüfung in wahrer 'Racer'-Manier selber. Über die 20 Kilometer lange Powerstage Remsnegger - Thürn drosch er seinen Ford Fiesta WRC auf den zweiten SP-Platz: "Das macht mich ganz besonders stolz. Nicht nur, weil ich dadurch zwei Zusatzpunkte in der Meisterschaft holen konnte, sondern weil ich damit bewiesen habe, dass ich mit dem Speed der Allerbesten bei uns absolut mithalten kann."

Nach Platz zwei bei der Jännerrallye nun Platz drei im Lavanttal und somit weiterhin im Titelrennen – womit auch das Sponsorenthema, mit dem Gerhard Aigner von Rallye zu Rallye konfrontiert ist, neue, positive Nahrung bekommt.

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