RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: Interview

„Zuckelpassagen“ finden Befürworter

Der Rallyeleiter des britischen WM-Laufs spricht sich dafür aus, in der Rallye-WM Schikanen durch Zonen mit Tempolimit zu ersetzen.

Seit einem gefährlichen Zwischenfall bei der Australien-Rallye stehen die in der Rallye-WM bei vielen Läufen zur Erreichung der zulässigen Durchschnittsgeschwindigkeit verwendeten Schikanen aus Strohballen oder sonstigen Hindernissen in der Kritik. Analog wächst die Zahl jener, die stattdessen "virtuelle Schikanen", i.e. Zonen mit einem vorgegebenen Tempolimit, befürworten.

"Ich war über den Widerstand dagegen überrascht", sagte Iain Campbell, Leiter der Wales Rally GB. "Wir könnten das ganz einfach einführen, indem wir Schilder am Straßenrand aufstellen, die die Crews bis zur Zone mit der Geschwindigkeitsbegrenzung herunterzählen. In dieser Zone müssen sie dann mit einer festgelegten Geschwindigkeit fahren und könnten anschließend wieder beschleunigen; dann müssten nicht mehr Schikanen aus zwei Tonnen schweren Strohballen bauen."

Dies wäre laut Campbell auch für die Organisatoren der Rallyes eine spürbare Arbeitserleichterung. Allerdings seien virtuelle Schikanen nicht überall geeignet. Gerade bei Zuschauerprüfungen käme man um tatsächliche Hindernisse nicht herum. "Da braucht man die Bewegung des Autos um die Schikane. Das ist Teil des Spektakels, aber irgendwo oben auf einem Hügel würde dieses System perfekt funktionieren und die Geschwindigkeit reduzieren. Es wäre toll, wenn man diese Technik einmal ausprobieren könnte", so Campbell.

Bei der Australien-Rallye war ein Traktor während der laufenden Sonderprüfung auf die Strecke gefahren, um den verschobenen Strohballen einer Schikane wieder richtig zu platzieren. Andreas Mikkelsen im Hyundai i20 WRC hatte eine Kollision mit dem Traktor knapp vermeiden können, verunfallte davon abgelenkt aber kurze Zeit später.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-WM: Interview

Weitere Artikel:

Claire Schönborn startet in der ERC und im ADAC Opel GSE Rally Cup. Internationales Doppelprogramm: zwölf Rallyes, alle powered by Opel. Einsatzteam ist Stohl Racing aus Österreich.

ARC, Vipavska Dolina: Bericht Friedl

„On the roads again in Slovenia"

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten bei ihrer zweiten Rallye mit dem Ford Fiesta Proto erstmals das Ziel erreichen und den Bewerb richtig genießen.

CZ, Cesky Krumlov: Bericht Wagner

Wertvolle Erkenntnisse trotz verpasstem Podium

Mit dem vierten Platz bei der Rallye Ceský Krumlov beenden Simon Wagner und Hanna Ostlender im Hyundai i20 N Rally2 ein schwieriges Wochenende in Tschechien.

WRC Rallye Japan 2026: Bericht

Evans feiert zweiten Saisonsieg

Elfyn Evans setzt sich zum dritten Mal bei der Rallye Japan durch - Sebastien Ogier bei Toyota-Gala Zweiter - Oliver Solberg betreibt Schadensbegrenzung. WRC Masters: Sieg für Norihiko Katsuta. Keferböck nun 18 Punkte vor Lafarja.

ORM/ARC: ET König Judenburg Rallye

Judenburg wartet auf Simon Wagner und Co.

Die Arbeiten für den Stadtkurs bei der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau am 12. und 13. Juni sind in Planung / Im Rahmen von insgesamt 15 Sonderprüfungen fahren die Rallyestars heuer gleich drei Mal durch Judenburg