RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Wechselland-Rallye

„Sweet Sixteen“ für Stürmer und Zauner

Mit Platz 16 in der Gesamtwertung war die Ausbeute eines beherzten Auftritts von Horst Stürmer und René Zauner durchaus ansehnlich.

Foto: Günter Niedermann (MotorPics)

Für Horst Stürmer und René Zauner hat sich die Reise ins Wechselland gelohnt: Mit Platz 16 in der Gesamtwertung war die Ausbeute ihres beherzten Auftrittes durchaus ansehnlich. Dass sie die einzigen Teilnehmer in ihrer Klasse waren, tat ihrem Ehrgeiz keinen Abbruch. Wie erwartet kam auch der vergnügliche Teil nicht zu kurz.

Auch wenn es für Horst Stürmer und René Zauner kein direktes sportliches Ziel gab – sie waren die einzigen Teilnehmer in der Kategorie 6.6, und aufgrund der seltenen Starts gibt es für sie auch keine relevante Meisterschaftswertung –, merkte man ihnen deutlich an, daß sie mit einem enormen Einsatz und großer Begeisterung bei der Sache waren. "Quer ist mehr" war einmal mehr das Motto. Was an PS fehlte, wurde mit einem virtuosen Fahrstil in bewährter skandinavischer Manier so gut es ging ausgeglichen – und es ging sehr gut. Dass es letztlich für den beachtlichen 16. Gesamtrang reichte, ist in hohem Maß der Fahrzeugbeherrschung von Horst Stürmer und der Unterstützung seines Co-Piloten René Zauner zu verdanken. Die überwiegend regennassen Verhältnisse kamen ihnen dabei auch ein wenig entgegen.

Bereits nach der ersten Prüfung fanden sich Horst Stürmer und René Zauner im guten Mittelfeld wieder, in dem sie sich auch im weiteren Verlauf der Rallye beständig hielten. In technischer Hinsicht zeigte sich das Audi Coupé Quattro gewohnt zuverlässig, lediglich die Gegensprechanlage musste erneuert werden, nachdem sie zuvor eine halbe Prüfung lang ausgefallen war. Ansonsten herrschte ungetrübte Freude. Für Stürmer und Zauner war die Wechselland-Rallye ein Hochgenuss – und sie gaben ihre Leidenschaft direkt an das Publikum weiter, das ob der zahlreichen Drifts wohl sehr dankbar war. Die gute Organisationsarbeit hinter der Veranstaltung rundete die Erlebnisqualität ab.

Die persönlich beste Leistung gelang Horst Stürmer und René Zauner, die insgesamt kontinuierlich schnell und zügig unterwegs waren, auf den Prüfungen zehn (Mönichwald I) und elf (St. Lorenzen II), in denen sie jeweils eine 16. Zeit herausfahren konnten. Auf Platz 16 sollten sie schließlich auch in der Endwertung landen – für das 35 Jahre alte, aber durch konsequente Pflege bestens erhaltene Auto allemal beachtlich. Für den guten technischen Gesamtzustand ist auch den Mechanikern Patrick und Günter zu danken. Sie tragen entscheidend Sorge dafür, dass das Audi Coupé Quattro so gut wie immer ankommt.

Wann für Horst Stürmer und René Zauner der nächste Rallyeeinsatz auf dem Programm stehen wird, ist zur Zeit noch fraglich. Neben dem Kostenfaktor spielt auch der Zeitfaktor eine entscheidende Rolle. Der Spaß an der Freude ist bei beiden unverändert vorhanden, sodass man davon ausgehen kann, dass es nur eine Frage von einigen Monaten sein wird, bis sie wieder bei einer Rallye in Erscheinung treten werden. Gewiss werden sie dann dort weitermachen, wo sie im Wechselland aufgehört haben. "The show must go on" - das ist und bleibt das Motto.

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Wechselland-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

WRC Monte-Carlo: Nach SP12

Solberg kontrolliert das Geschehen

Toyota bleibt nach elf Wertungsprüfungen beim Saisonauftakt der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) in Monte Carlo mit einer Dreifachführung auf Kurs. Auf Kurs liegen auch Keferböck/Minor mit der Führung im WRC Masters Cup.

Dacia und KTM haben in Saudi-Arabien gewonnen, aber wie sieht es in den anderen Kategorien aus? - Ein Überblick mit den Ergebnissen der deutschsprachigen Fahrer

Toyota-Pilot Oliver Solberg hat seine Führung bei der WRC Rallye Monte-Carlo 2026 verteidigt, obwohl er am Freitagvormittag einen schleichenden Plattfuß hatte. Keferböck/Minor führen weiter bei den Masters.

Zu wenig Grip, zu viel Ärger

Hankook plant neuen Winterreifen für die WRC

Sebastien Ogier fand deutliche Worte, Hankook zeigt Verständnis: Nach der Rallye Monte-Carlo arbeitet der Hersteller an einem neuen WRC-Winterreifen

WRC Monte Carlo: K4 nach Shakedown

WRC Masters-Sieg als klares Ziel bei der „Monte“

Johannes Keferböck und Ilka Minor starten als einzige Österreicher bei der prestigeträchtigen Rallye Monte Carlo. Mit dem Einsatzteam Gazoo Racing France sowie Ex-Weltmeister Stephane Lefebvre und den „Spionen“ Franz Wittmann/Gerry Winter setzt das K4 Rally Team auf kompetente Unterstützung. Im Kampf um den WRC Masters Cup zählt für „Kefer“ nur der Sieg!