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ERC: Polen-Rallye

ERC: Massensterben in Polen

Der finale Tag der Polen-Rallye brachte mit Alexey Lukyanuk einen verdienten Sieger, aber auch eine Menge „Edelschrott“ hervor.

Michael Hintermayer Fotos: ERC

Die erste Frage, die man sich beim Betrachten der Nennliste des ERC-Laufs in Polen stellen muss, ist wo denn die vielen bekannten Top-Piloten sind. Diese waren nämlich bei der zeitgleich stattfindenden Ypern-Rallye in Belgien am Start. Dort fanden sich knapp 30 R5-Autos, jede Menge Porsche GT3 und ein sowieso sehenswertes nationales Feld ein.

Oben drauf kamen die historische Rallye-EM und Thierry Neuville im Hyundai WRC als Vorausauto. Doch da man sich wegen finanzieller Fragen – so wird unter vorgehaltener Hand gemunkelt – nicht einig wurde, flog die Traditionsveranstaltung aus dem Kalender der EM.

Doch geschenkt wurde den Startern in Polen trotzdem nichts. Die ultraschnellen Schotter-Prüfungen forderten wieder ihren Tribut, vor allem am zweiten Tag. Alexey Lukyanuk hatte am ersten Tag zwar mit etlichen Defekten an seinen Citroën zu kämpfen, fuhr aber einen sicheren Sieg ein. Knapp eine Minute hinter ihm beendet Jari Huttunen (Hyundai) die Rallye auf dem zweiten Platz, gefolgt vom Lokalmatador ?ukasz Habaj (Škoda). Mit Norbert Herczig (VW Polo) schaffte es nur ein BRR-Pilot auf dem sechsten Rang ins Ziel.

Die Ausfallsliste steigerte sich am zweiten Tag auf 25 Teams. Darunter finden sich leider auch Hiroki Arai und Ilka Minor im Citroën (Überschlag), Chris Ingram (Škoda; Wasserverlust), sowie Albert von Thurn und Taxis mit Copilot Bernhard Ettel im BRR-Polo (Radaufhängung). Auf der letzten Sp gesellte sich dann auch Marijan Griebel dazu, der den BRR-Fabia heftig in den Wald feuerte.
Weiter geht es in der Rallye-EM mit der Rally di Roma Capitale in Italien in drei Wochen.

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