RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ARC: Perger Mühlstein-Rallye

Perfektes Rallyedebüt für Luca Pröglhöf

Nachdem zuletzt noch die Matura absolviert wurde, ging es für das Rookie Rallye Team am Samstag zur lange ersehnten Rallyepremiere.

Fotos: Daniel Fessl

Da die Mühlsteinrallye im südlichen Mühlviertel optimale Bedingungen zum Testen bietet, wurde bereits vor drei Wochen entschieden, diese Rallye vor dem ursprünglich geplanten Debüt in Weiz als Test unter Echtbedingungen zu nutzen. Nach wochenlanger, akribischer Vorbereitung war es also endlich so weit. Für fast alle Rookies war das Ganze Neuland. Lediglich Pröglhöf selbst war bereits bei einigen Rallyes als Mechaniker dabei und kannte einen Teil der Abläufe. Die Aufgaben des Fahrers, beginnend mit der administrativen Abnahme, der technischen Abnahme und der Erstellung eines Aufschriebs während der Streckenbesichtigung waren aber auch für ihn neu.

Dank der Unterstützung von Luca Pröglhöfs Vater Stephan Förster, der selbst schon viele Rallyes absolviert hat und als Berater die Rookies unterstützt, sowie des kurzfristig eingesprungenen, erfahrenen Co-Piloten Patrick Forstner gelang das alles ohne größere Komplikationen. Während also der Aufschrieb – das Um und Auf beim Rallyefahren – erstellt wurde, bezog das Mechanikerteam den Serviceplatz und brachte die Veranstaltungsaufkleber am Ford Fiesta ST an. Anschließend ging es zur technischen Abnahme, die dank der vielen bisherigen Werkstattstunden ohne Beanstandung absolviert wurde.

Kurz nach der Fahrerbesprechung ging es dann endlich los: Um Punkt 12:43 erhielt Pröglhöf seine erste Zeitkarte und machte sich auf den Weg zu seiner ersten Sonderprüfung. Die Stoppuhr blieb nach den 11,56 km bei einer Zeit von 8:31,1 Minuten stehen, was Platz 55 in der ersten Zwischenwertung bedeutete. Nervosität und die etwas zu verhaltene Herangehensweise wurden schnell analysiert; schon auf der zweiten Sonderprüfung, die auf der selben Strecke gefahren wurde, konnte sich Pröglhöf um knapp 20 Sekunden steigern und arbeitete sich damit auf den 41. Platz im Gesamtklassement nach vorne.

Auf der dritten Sonderprüfung, der ersten Durchfahrt des 22,15 km langen Rundkurses Schwertberg, war das Vertrauen in sich selbst sowie ins Auto schon bedeutend größer, und mit einer 31. SP-Zeit ging es auch in der Gesamtwertung weiter bergauf. Luca Pröglhöf erlebte dort gleich sein erstes Highlight, indem er auf einem vor ihm gestarteten Mitstreiter auflief und diesen überholte. Voll motiviert ging es nach einem weiteren Servicestopp zur vierten und letzten Sonderprüfung der Rallye. Diese wurde jedoch aufgrund eines wolkenbruchartigen Regenschauers, der nicht nur Sturzbäche über die Strecke laufen ließ, sondern auch Bäume zu Fall brachte, die zum Teil auf die Strecke ragten, neutralisiert, und es wurde über die Alternativroute direkt zur Zielrampe gefahren.

Auch wenn das Ergebnis nebensächlich war, da zwischen allen Sonderprüfungen bewusst Änderungen am Setup gemacht wurden, um diese zu testen, und weil es sich um das Rallyedebüt handelte, ist das gesamte Team vom 32. Gesamtplatz unter 65 gestarteten Teams total begeistert. Platz fünf in der Klassenwertung unter zwölf gewerteten Teilnehmern zeugt durchaus vom Potential des jungen Sittendorfers. Außer geplanten Änderungen am Fahrzeug wurden in den Servicepausen lediglich Routinechecks durchgeführt, der Fiesta wurde im selben Zustand wieder auf den Anhänger geladen, in dem er vor der Rallye von diesem abgeladen worden war.

"Das gesamte Team leistete hervorragende Arbeit. Lediglich bei der Versorgung mit Essen und Trinken gibt es noch Luft nach oben", grinste Pröglhöf. Weiters berichtete er: "Wir haben unglaublich viel dazugelernt und freuen uns jetzt schon darauf, dass beim ersten großen Einsatz, dem Staatsmeisterschaftslauf in Weiz – dort dann auch mit meinem eigentlichen Co-Piloten Peter Medinger – umzusetzen. Mein großer Dank gilt meinem Team, den Sponsoren und Unterstützern, sowie meinem Interims-Co-Piloten Patrick."

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

ARC: Perger Mühlstein-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

ARC, ET König Rallye: Vorschau Neulinger

Marcel Neulinger jagt vierten Saisonsieg

Nach dem dem erfolgreichen Debüt in der Junior-Rallye-Europameisterschaft peilt Marcel Neulinger beim vierten Lauf zur TEC7 ORM in der Steiermark den vierten Saisonsieg an!

ORM, ET König Rallye: Nach Tag 1 (SP5)

Hermann Neubauer ließ heute nichts anbrennen

Der Salzburger Ex-Staatsmeister liegt nach dem ersten Tag der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg in Führung / Morgen warten jedoch noch zehn harte Prüfungen auf ihn und seine Verfolger

ARC, ET König Rallye: Bericht Zellhofer

Christoph Zellhofer bremste seine Gegner aus

Der Niederösterreicher hielt mit einem Triumph bei der ET KÖNIG Rallye im Murtal seine Titelchance in der ORM 2 am Leben / Auf dem Stadtkurs durch Judenburg stellte er im Suzuki Swift ZMX die Weiche auf Sieg

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.