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Rally Kumrovec 2019

Kramer feiert sensationelles Ergebnis

Die Kumrovec-Rallye in Kroatien sollte für Alfred Kramer eigentlich nur ein erstes Herantasten an die neue Motorsportaufgabe werden.

Bisher war man auf der Rundstrecke außerordentlich erfolgreich unterwegs, was mehrere Staatsmeisterschaftstitel widerspiegeln. Das Thema "Rallye" hingegen war neu und ungewohnt. Einzig der rallyeerfahrene Co-Pilot Michael Uschan wusste, worum es ging; er sollte Kramer junior in die neue Materie einführen. Mit der Rally Kumrovec hatte man sich gleich einen sehr anspruchsvollen kroatischen Meisterschaftslauf zum Eingewöhnen ausgesucht. Die Rallyeelite aus Kroatien, Slowenien, Ungarn und Österreich, darunter mehrere Staatsmeister, hatte genannt.

Testfahrten im Vorfeld, 20 Kilometer auf einer abgesperrten Strecke in Slowenien, verliefen bereits vielversprechend. Das Team konnte sich gleich mit dem Opel Adam R2 mit 185 PS und 1.030 kg anfreunden. Spätestens beim Erstellen des Aufschriebs wurde klar, wie anspruchsvoll diese Rallye wirklich ist. Eine blinde Kuppe folgte auf die nächste, Splitt und Straßenschäden taten ihr Übriges. Es war klar, dass der Aufschrieb zu hundert Prozent passen muss, wenn man das Ziel sehen wollte.

Vor dem Rallyestart wurde noch ein kurzer offizieller Shakedown problemlos absolviert. Am Freitag Abend startete der Bewerb dann mit zwei Superspecials auf dem Parkplatz einer Therme. Diese Art von Parcours kam dem Rundstrecken- und Autoslalomspezialisten natürlich entgegen, ein elfter und im zweiten Umlauf sogar ein fünfter Platz in der Gesamtwertung ließen dann aber doch alle versammelten Rallyeexperten staunen. Man war sich einig, dass diese Leistung überragend war, schrieb sie aber hauptsächlich Kramers bisheriger Motorsportkarriere zu.

Auch dem Team selbst war klar, dass es am Samstag auf den ersten "echten" Sonderprüfungen wohl keinesfalls so weitergehen konnte. Der 21jährige und sein Co-Pilot ließen sich davon allerdings nicht beeindrucken und schockierten die Rallyewelt auf der dritten SP mit einem neunten Gesamtplatz und Platz zwei in der Klasse. Auch die nächste SP vor dem ersten Service wurde auf Platz neun beendet.

In der Servicezone wurde Kramer dann von allen Seiten bedrängt, nicht so viel zu riskieren. Co-Pilot Michael Uschan konnte jedoch beruhigen: "Alfred fährt einfach genau nach Schrieb, und das ohne viel zu riskieren. Wir haben alles unter Kontrolle." Die Mechaniker des Teams lieferten ihre gewohnt perfekte Leistung ab, und so konnten sich die beiden Fahrer auf die Strecke konzentrieren, ohne einen Gedanken auf die Technik des Autos zu verschwenden.

Nach zwei weiteren Sonderprüfungen fand man sich noch immer auf Gesamtplatz neun und Platz zwei in der Klasse wieder. Nach vorne war der Abstand schon zu groß, um noch Plätze zu gewinnen, und nach hinten betrug er auch schon zwölf Sekunden auf den erfahrenen Österreicher Enrico Windisch, bei der letzten Ausgabe Sieger bei den zweiradgetriebenen Fahrzeugen.

So ein Ergebnis ins Ziel zu bringen wäre natürlich ein Traum gewesen. Jetzt mussten Kramer und Uschan beweisen, dass sie wirklich alles unter Kontrolle hatten. Wie echte Routiniers fuhren sie die beiden letzten Sonderprüfungen bis ins Ziel und erreichten damit Platz acht in der Gesamtwertung und Platz zwei in der Klasse 3.

Ein solch sensationelles Ergebnis bei der allerersten Rallye hat natürlich niemand erwartet, Alfred Kramer junior befindet sich damit von Beginn an auf hohem Niveau. Das gesamte Team war überglücklich und konnte es eigentlich gar nicht richtig fassen. Die nächste, zum AARC zählende Rallye ist am 26./27. April die Rally Vipavska dolina rund um Ajdovšcina (SLO), die Stefan Kramer mit Beifahrer Michael Uschan im Opel Adam R2 bestreiten wird. Darauf folgt der St. Veiter Rallyesprint am 18. Mai, bei dem beide Kramers mit je einem Opel Adam R2 starten werden.

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