RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ARC: Blaufränkischland-Rallye
Grafik: ARC

Klubmeisterschaft wie 2017 - Kampf um den Erhalt der eigenen Breite

Die ARC wird heuer als Klubmeisterschaft abgehalten. Zwischen ARC und AMF scheint derzeit nicht alles rund zu laufen. Doch worum geht es eigentlich? motorline.cc hat nachgefragt

Michael Noir Trawniczek

Wer dieser Tage auf der Website von Austrian Motorsport (AMF) in den Motorsportkalender blickt, dem wird neben der Blaufränkischland-Rallye das freie Feld in der Spalte „Prädikat“ auffallen. Dass die Austrian Rallye Challenge (ARC) dort nicht zu finden ist und dass es bei allen weiteren ARC-Rallyes genau gleich aussieht, liegt daran, dass sich die Veranstalter der ARC dafür entschieden haben, die ARC heuer nicht als kostenpflichtigen meisterschaftsähnlichen Bewerb anzumelden, sondern als Klubmeisterschaft. Ein Novum ist das jedoch nicht - denn schon 2017 hat der im gleichen Jahr verstorbene frühere ARC-Mastermind Folkrad Payrich das Gleiche getan..

An der Challenge respektive ihrer Punkteverteilung ändert sich damit rein gar nichts - dass der Veranstalter in seiner Durchführungsbestimmung Nr.1 verlautbarte, dass „die 1. ARC Blaufränkischland-Rallye kein Lauf zu einem meisterschaftsähnlichen Bewerb oder einer Serie wie der Austrian Rallye Challenge“ sei, gehört quasi zum Prozedere, da die Rallye natürlich weiterhin in Übereinstimmung mit den AMF Rallye Sporting Regulations abgehalten wird.

Der Hintergrund für die Abhaltung der ARC als Klubmeisterschaft ist zum einen die von 2019 auf 2020 drastisch - um 65 Prozent - erhöhte Einschreibgebühr für einen meisterschaftsähnlichen Bewerb, die laut ARC-Fahrersprecher Georg Gschwandner “im Vorfeld zu keinem Zeitpunkt mit der ARC oder deren Veranstalter kommuniziert wurde”.

Zugleich gibt es offenbar noch zahlreiche Punkte, welche die ARC respektive deren Veranstalter bei der am 10. März stattfindenden Sitzung der AMF Rallyekommission klären möchte.

Georg Gschwandner, neben seiner Funktion als Blaufränkischland-Organisator wie erwähnt auch ARC-Fahrersprecher, erklärt: „Ich habe insgesamt 14 Tagesordnungspunkte zusammen gesammelt, welche sich zu einem Teil aus Eigeninitiative und zu einem anderen Teil aus dem Feedback der Aktiven zusammensetzen.“

Erwähnt sei der größte „Knackpunkt“: Dass die AMF der ARC die Regulations der Staatsmeisterschaft (ORM) aufdrängt - und dabei frühere, auf die Bedürfnisse des Breitensports ausgerichtete Erleichterungen nicht mehr berücksichtigt. So müssen die selben Klasseneinteilungen wie in der ORM vorgenommen werden. Weil ein Teil dieser Klassen jedoch mit einem FIA Wagenpass in Zusammenhang stehen, flüchten Bewerber in andere Klassen - womit oftmals kein sportlich fairer Wettbewerb mehr möglich ist.

Gwschandner: „Es muss doch möglich sein, auch dem Breitensport, dem sich die ARC schon immer verschrieben hat, eine große und vielfältige Bühne zu ermöglichen. Hilfreich wäre eine Standard-Ausschreibung für prädikatsfreie Rallye-Veranstaltungen. Gerade die ARC war schon immer ein wichtiges Sprungbrett für unseren Nachwuchs und das sollte sie unbedingt auch bleiben.“

News aus anderen Motorline-Channels:

ARC: Blaufränkischland-Rallye

Weitere Artikel:

ARC, Grasl Rallye Horn: Rallye Radio

Grasl Rallye Horn Radio - Einstiegszeiten

Auch bei der Toyota Keusch Grasl Rallye Horn powered by Sonax und Schremser ist das Rallye Radio vor Ort - alle Einstiegszeiten.

ARL 2026: Vorschau Gschwandner

Elchjubiläum in Admont – 20 Jahre Dankbarkeit

2006 war das Premierenjahr für die legendären Rallyevolvos in Österreich - bei der ARBÖ Rallye rund um Admont waren Georg Gschwandner und Freunde willkommen...

Austrian Rallye Legends: PK & Nennliste

ARL 2026: „Der Rallyesport lebt!“

Österreichs größter Historischer Rallye Event, die Austrian Rallye Legends powered by ARBÖ, werden auch bei der zwölften Ausgabe von 24. bis 26. September die glanzvolle Geschichte dieses Sports wieder aufleben lassen.

Voller Erfolg bei der Premiere der neuen Grasl Rallye Horn, der dritten von vier reinen ARC-Rallyes 2026. Den ARC-Sieg feiert wie in Krumbach Rene Kiehtreiber - dahinter landen Bernhard Hengl bei dessen tollem Allrad-Debüt und Gerolf Schuller.

Die Rallye Saudi-Arabien fliegt aus dem WRC-Kalender 2026 - Weil es keinen Ersatz gibt, hat Elfyn Evans vor dem neuen Finale in Italien bereits eine Hand am WM-Pokal

Elfyn Evans vor WRC-Finale

"Ich weiß, wie man es nicht macht"

Elfyn Evans geht mit 17 Punkten Vorsprung als Titelfavorit ins WRC-Finale: Doch schon einmal konnte er eine vergleichbare Ausgangslage nicht nutzen