RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ARC: Blaufränkischland-Rallye
Foto: privat

Verwirrung um Wagenpässe: Historische verunsichert...

Unklarheiten bei den heuer verlangten Wagenpässen verunsichern die zuletzt boomenden Historischen - Blaufränkischland-Veranstalter Georg Gschwandner hat das vorausgesehen...

Michael Noir Trawniczek

47 Teams werden beim Saisonauftakt zur Austrian Rallye Challenge (ARC) bei der brandneuen Blaufränkischland-Rallye (6. und 7. März) an den Start gehen. Dabei kann Neo-Veranstalter Georg Gschwandner froh sein, dass er schon früh Kontakt mit dem Ausland aufnahm und so insgesamt zehn Teams aus Ungarn und Tschechien begrüßen kann. Denn Gschwandner hat schon im vorigen Sommer einen Starterschwund bei den Historischen vorausgesehen: Tatsächlich sind heuer nur sieben historische Teams am Start - beim ARC-Saisonauftakt im Vorjahr, damals im Rahmen der Schneerosen-Rallye, haben noch 15 Historische genannt. Denn die legendären Boliden erlebten in Österreich zuletzt eine wahre Renaissance: Nachdem in den Jahren zuvor Veranstalter wie Roman Mühlberger auch in Zusammenarbeit mit Georg Gschwandner den Piloten der historischen Fahrzeuge ihr Bemühen in Form von Nenngeldermäßigungen demonstrierten, gab es in der ARC im Vorjahr Rekordstarterzahlen von bis zu 21 Historischen. Woher kommt nun dieser plötzliche Starterschwund von satten 50 Prozent?

Georg Gschwandner , seines Zeichens auch ARC-Fahrervertreter, erklärt: „Heuer müssen alle Fahrzeuge einen Wagenpass aufweisen - das ist auch schon seit längerem bekannt. Dafür kommen AMF-Techniker zu dir ins Haus, nehmen das Fahrzeug ab und danach erhältst du den Wagenpass. Allerdings steht auf diesem dann: ‚Gilt nur in Zusammenhang mit einer Motorsport-Zulassung‘. Und eine solche haben nicht alle Fahrer für ihre Autos, das betrifft vor allem die Fahrer mit den kleineren Geldbörsen - das wurde bislang auch nicht überprüft und es ist auf der Website der AMF auch nirgends angeführt, dass es heuer zwingend erforderlich ist. Ich denke, dass es hier viel Verunsicherung gibt, zumal auch nicht ganz klar ist, welchen Wagenpass - einen FIA- oder einen AMF-Wagenpass man in einem ‚Nicht ÖM Lauf‘ für welche Klassen benötigt. Man hat sich bei der letzten Rallyekollegiumssitzung explizit darauf verständigt, dass für die Teilnahme an der historischen Staatsmeisterschaft ein FIA HTP verpflichtend ist. Auf der AMF Homepage steht allerdings, dass für den historischen Rallye Cup oder in der ARC ein nationaler AMF Wagenpass genügt. Leider steht das im Widerspruch zu der Klassenausschreibung welche die AMF 1:1 von der ÖM für die ARC übernommen hat. Und dies führt wiederum zu vielen offenen Fragen. Ich kann nur hoffen und darauf drängen, dass wir diese offenen Fragen möglichst rasch klären können, denn die heimischen Veranstalter brauchen jedes einzelne Team.“

Was Gschwandner freut: „Wir haben ein hochwertiges Starterfeld vorzuweisen. Es sind sechs Rally2 (früher R5-)-Teams am Start sowie vier Prototypen, der neue Audi Quattro R4 von Enrico Windisch wird erstmals im Bewerb bei uns starten - wir haben also ein buntes und attraktives Starterfeld und am Vorabend der Rallye gibt es einen großartigen Filmabend für welchen Helmut Deimel zum Thema 40 Jahre Audi Quattro eigens neue Filmsequenzen aus seinen Werken produziert hat, bei dem neben Rudi Stohl auch Franz Wittmann senior zugegen sein wird.“

motorline.cc wird im Zuge weiterer Recherchen auch bei der AMF und dem einen oder anderen Fahrer zu den in diesem Artikel erwähnten Unsicherheiten Auskünfte einholen.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

ARC: Blaufränkischland-Rallye

Weitere Artikel:

Rallye Dakar 2026: Etappe 4

Lategan nun vor Al-Attiyah Spitzenreiter

Auch an Tag 4 haben die hinteren Starter einen Vorteil, die Gesamtwertung stellt sich erneut auf den Kopf - Titelverteidiger Al-Rajhi/Gottschalk geben die Rallye auf

Jännerrallye: Bericht Lengauer

Lengauer erkämpft trotz Pech Platz zwei

Jännerrallye-Seriensieger erstmals geschlagen. Michael Lengauer/Jürgen Rausch holen nach einem Reifenschaden noch Platz zwei. Erneut liefert der Lokalmatador im BRR Skoda Fabia RS Rally2 eine Spitzenleistung.

Simon Wagner und Hana Ostlender gewinnen die Jännerrallye vor Michael Lengauer und Mads Östberg. Martin Roßgatterer siegt auf Gesamtrang sieben in der ORM2, die ORM3 gewinnt Marcel Neulinger.

Mit sechs Teams am Start und ebenso vielen im Ziel verlief der Grosseinsatz des BRR-Teams bei der Jännerrallye im Mühlviertel mit Platz 2 und Platz 3 in der Gesamtwertung und dem Sieg in der 2WD-Klasse äußerst erfolgreich!

Jännerrallye: Bericht Neubauer

Neubauer driftet knapp am Stockerl vorbei

Hermann Neubauer & Ursula Gaßner fehlen am Ende 13,8 Sekunden auf Platz drei. Packender Kampf mit den internationalen Stars Mads Östberg & Romet Jürgenson. Trotzdem viel Drift-Spaß im Toyota GR Yaris Rally2 auf den verschneiten Strecken

Jännerrallye: Bericht Neulinger

Premierensieg mit BRR im BWT Lancia

Saisonauftakt nach Maß: Doppelstaatsmeister Marcel Neulinger dominierte die Kategorie der 2WD-Fahrzeuge bei der 39. Jännerrallye 2026 klar und holte mit Co-Pilot Jakob Ruhsam den Sieg in der ORM3- und der Junioren-Wertung!