RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Neuville: Rally1-Auto wie Formel E auf Schotter Thierry Neuville vergleicht die neuen Rally1-Autos mit der Formel E
Motorsport Images

Thierry Neuville: Rally1-Auto fühlt sich an wie Formel E auf Schotter

Thierry Neuville ist sich sicher: Die neuen Rally1-Autos werden sich anders steuern lassen als die Vorgängermodelle - Der Belgier vergleicht sie mit Formel-E-Autos

Thierry Neuville hat einen Weg gefunden, die neuen Rally1-Autos mit Hybridantrieb mit den Formel-E-Autos zu vergleichen. Da sich die neuen Autos für die Rallye-WM (WRC) 2021 völlig anders steuern lassen, zog der Belgier den Vergleich mit den Formelautos. Der Hyundai-Pilot durfte in den vergangenen Wochen den Prototypen für die Saison 2022 testen, in dem ein verpflichtender 100kW-starker Elektromotor verbaut ist.

Der erfahrene Rallye-Pilot hat sich seit der Ankündigung der neuen Autos gegen das Reglement ausgesprochen, weil er aufgrund der beschnittenen Aerodynamik und des Elektromotors eine deutliche Steigerung der Kosten erwartet. Außerdem wurden der Federweg reduziert und das zentrale Differenzial abgeschafft. Der falsche Weg, wie Neuville glaubt.

Auf der Pro-Seite steht aber eine deutliche Verbesserung der Sicherheit für die Fahrer, da die Chassis deutlich stabiler werden sollen. Außerdem sollen die neuen Hybridautos rund 500 Pferdestärken produzieren - das sind 120 Pferdestärken mehr als bei der aktuellen Generation mit reinen Verbrennungsmotoren.

"Es ist, als würde man ein Formel-E-Auto auf einer Rallyestrecke fahren", so Neuville über seine ersten Erfahrungen im Rally1-Auto. "Es ist noch zu früh, um zu sagen, wie es sein wird. Viele Dinge funktionieren noch nicht so, wie sie es mit dem Hybridsystem eigentlich tun sollten. Es ist schwierig, ein echtes Feedback zu geben. In meinen Augen wird sich der Fahrstil verändern."

Insbesondere beim Bremsen werden sich die Fahrer einer neuen Herausforderung stellen müssen, denn laut Neuville geht es darum, Energie zu gewinnen, um diese dann "beim Beschleunigen entladen" zu können. "Wenn man das bei den Bremsvorgängen nicht schafft, hat man im Kurvenausgang nicht die zusätzliche Leistung. Das macht das Ganze inkonsistent und unvorhersehbar", so der Belgier.

Neuville kann sich nicht vorstellen, dass viele Fans "die erste Version des neuen Autos" mögen werden. Worauf sich die Zuschauer aber freuen dürfen, ist eine Meisterschaft, in der die Karten im Jahr 2022 völlig neu gemischt werden, da keine Marke vorhersehen kann, wie gut ihr neues Rally1-Auto im Vergleich zu den anderen Fahrzeugen abschneiden wird.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ARC Rallye Triestingtal: Kompakter Zeitplan

Kompakte Eintages-Rallye als ARC-Opener

Neun Sonderprüfungen in einem kompakten Zeitplan warten auf die Teams der ARC Rallye Triestingtal (27. & 28. Februar). Die Fans können sich auf sechs attraktive Zuschauerpunkte freuen…

WRC Monte-Carlo: Nach SP3

Solberg führt bei Eis, Schnee und Nebel

Bei extrem tückischen Bedingungen auf der ersten Etappe der "Monte" behält Toyota-Neuzugang Oliver Solberg trotz "hundert Beinahe-Abflügen" kühlen Kopf. Keferböck/Minor auf Platz 19 der RC2 liegend bei den WRC Masters in Führung.

"Motivation, es zu versuchen"

Ogier greift nach zehntem WRC-Titel

Wird Sebastien Ogier ernsthaft um seinen zehnten Titel in der Rallye-WM kämpfen? Vor Beginn der "Monte" rechnet der Toyota-Fahrer mit herausfordernder Saison

WRC Monte-Carlo: Nach SP12

Solberg kontrolliert das Geschehen

Toyota bleibt nach elf Wertungsprüfungen beim Saisonauftakt der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) in Monte Carlo mit einer Dreifachführung auf Kurs. Auf Kurs liegen auch Keferböck/Minor mit der Führung im WRC Masters Cup.

WRC Monte-Carlo: Bericht

Oliver Solberg siegt bei Eis und Schnee

Oliver Solberg schreibt Geschichte: Der 24-Jährige gewinnt die Rallye Monte-Carlo 2026 und wird zum jüngsten "Monte"-Sieger in der Geschichte der WRC. Keferböck/Minor gewinnen den WRC Masters Cup.

WRC-Verkauf vor Abschluss

Neuer Promoter soll bald verkündet werden

Ein 25-Jahres-Deal für die WRC? Die FIA sucht einen langfristigen Partner statt kurzer Investment-Deals - Die Entscheidung steht nun unmittelbar bevor