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Simon Wagner im motorline-Talk
Foto: Uros Modlic

Der „Gute Lauf“ von Simon Wagner

Eine Woche nach dem Sieg in St. Veit sorgte Simon Wagner bei der Ina Delta für Aufsehen. Vor der Rally Liepaja haben wir mit dem Staatsmeister über dessen guten Lauf gesprochen...

Noir Trawniczek

Am zurückliegenden Wochenende konnte Simon Wagner beim kroatischen Staatsmeisterschaftslauf, der Rally Ina Delta mit Copilotin Pia Sumer ein wahrlich sensationelles Ergebnis einfahren: Am Ende war lediglich der fünffache slowenische Staatsmeister Rok Turk im Hyundai i20 rally2 um rund 30 Sekunden schneller als Wagner/Sumer - nur: Das österreichisch-slowenische Duo fuhr im Stengg Opel Corsa rally4!

So mancher rally2-Pilot hatte das Nachsehen - dreimal konnten die beiden im grundsätzlich unterlegenen rally4-Fahrzeug sogar eine Bestzeit einfahren. Wagner/Sumer kommen demnach mit einem gesunden Selbstbewusstsein nach Lettland, wo man wieder den vertrauten, von Eurosol eingesetzten Skoda Fabia rally2 pilotieren wird.

Nur Rallyes fahren hilft

Der rally4-Einsatz war einmal mehr ein Test für die junge Reifenfirma Hossier - Wagner bestätigt eindrucksvoll jenen „Merksatz“, wonach dem Rallyefahrer eines am allermeisten hilft: Rallyes fahren! Simon bestätigt: „Ja, wir haben wirklich einen guten Lauf - derzeit sitzen wir tatsächlich jedes Wochenende im Rallyeauto. Und das macht sich natürlich bemerkbar.“

Für den ERC-Lauf in Lettland möchte Simon Wagner dennoch die Erwartungshaltung neu kalibrieren: „Dass wir dort anknüpfen können, wo wir auf den Azoren aufgehört haben, ist in höchstem Maße unwahrscheinlich.“ Schließllich musste Wagner die ERC Rallye von Polen auslassen und es würden in Lettland besonders schnelle Lokalmatadore den Sieg anstreben - so würde sich Simon diesmal bereits über einen „Platz in den Top 8 freuen“...

Performance zeigen auf Skoda-Homeground

Große Vorfreude verspürt Simon Wagner auch im Hinblick auf die Rallye Bohemia (8. bis 10. Juli) - denn diese wird rund um das idyllische Mlada Boleslav abgehalten, wo bekanntlich Skoda Motorsport zuhause ist. Simon nickt: „Das ist natürlich eine zusätzliche Motivation - wenn wichtige Entscheidungsträger deine Performace ins Visier nehmen, kann das nur von Vorteil sein...“

Vor allem dann, wenn man mit einem „guten Lauf“ die internationale Rallyefamilie in Staunen versetzen kann. Das fünfte Rallye-Wochenende in Folge - beginnend mit der Rallye St. Veit (Sieg), gefolgt von Rally Ina Delta (Platz zwei gesamt im rally4), Rally Liepaja und Rally Bohemia - wäre die Rallye Weiz (15. bis 17. Juli). Doch Simon Wagner muss vorerst noch abwinken: „Dieser Einsatz ist leider noch nicht gesichert - aber wir tun unser Möglichstes, denn wir würden natürlich gerne wieder bei der Rallye Weiz an den Start gehen.“

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