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ORM/ARC: WIe gehts weiter?
Foto: Harald Illmer

Nach „Jänner“-Absage: Wie lange noch Zuschauer-Limits?

Obwohl keine Überlastung des Gesundheitssystems droht, gelten restriktive Zuschauer-Limits - wie lange noch? motorline.cc hat sich im Sportministerium umgehört. Und: Welche Rallyes müssen weiterhin zittern?

Noir Trawniczek

„Keinen Tag länger als nötig“ würde man einschränkende Corona-Maßnahmen verordnen, hat sich die Regierung stets bemüht, zu betonen. Ein wesentlicher Hintergrund für solche Maßnahmen war stets die drohende Überlastung des Gesundheitssystems, weil es dann potentiell alle Menschen in einem gesundheitlichen Akutfall betreffen würde, die jedoch dank ihrer Finanzierung des Gesundheitssystems via Kassenbeiträge bzw. über die Sozialversicherung (bei Arbeitslosen usw) ein gewisses Anrecht auf bestmögliche Versorgung haben.

Jetzt haben die Veranstalter der für 25. bis 27. Februar anberaumten Jännerrallye schweren Herzens bekanntgegeben,dass man den Event wegen der derzeit herrschenden Verordnungen und der damit einhergehenden Zuschauerbeschänkungen kurzfristig absagen muss...

Sportministerium: Zuschauer-Limits fallen „sicher noch im März“

In der Rallyeszene fragt man sich nun, wie lange diese Verordnungen noch gelten werden? Schließlich hat sich die Omikron-Variante als vergleichsweise „harmlos“ erwiesen - zumindest wird trotz höchster Infektionszahlen keine auch nur annähernd drohende Überlastung der Intensivstationen gemeldet. Während Optimisten bereits mit den Gecko-Sitzungen am 12. und 19. Februar mit einer völligen Auflassung der Zuschauerbeschränkungen rechnen, sehen Pessimisten diese Regelungen noch bis Ostern in Kraft - in beiden Fällen vorausgesetzt, dass es zu keinem deutlichen Anstieg der Intensivbettenbelegungen kommt...

motorline.cc hat sich im Sportministerium umgehört und um eine Einschätzung gebeten. Demnach sollten sämtliche Outdoor-Zuschauerbeschränkungen bei gleichbleibender Nichtüberlastung des Gesundheitssystems „sicher noch vor Ostern“ respektive „sicher noch im März“ komplett fallen. Womit drei der bevorstehenden heimischen Rallyes in einem selbst bei gleichbleibender Lage möglicherweise „kritischen“ Zeitfenster liegen...

Blaufränkischland-Rallye „auf Schiene“

Die Blaufränkischland-Rallye (4. & 5. März/ARC) ist laut dem Veranstalterteam „auf Schiene“. Die von Georg Gschwandner 2020 ins Leben gerufene Rallye war kurz vor dem Ausbruch der Pandemie die letzte und 2021 die erste gefahrene Rallye in Österreich, im Vorjahr jedoch fand sie ohne Zuschauerzonen statt. „Wir können auf alle möglichen Verordnungen der Bundesregierung reagieren“, erklärt dazu Gschwandner. Sprich: Im schlimmsten Fall wird erneut ohne Zuschauer gefahren. Im besten Fall wird kurzfristig für (eventuell) limitierte Fans geöffnet...

Rebenland-Rallye (ORM/18. & 19. März) sowie Lavanttal-Rallye (ORM/8. & 9. April) sind die nächsten Läufe im heimischen Rallye-Kalender. Horst Nadles vom MSC Lavanttal zeigt sich im Gespräch mit motorline.cc vorsichtig zuversichtlich, dass sich rund drei Wochen vor der Rallye „die Bedingungen bereits etwas gelockert haben“. Nadles und seine Klubkollegen wären zu diesem Zeitpunkt im Orga-Team der Rebenland-Rallye tätig - beide Veranstaltungen müssen spätestens etwa drei Wochen vor dem jeweiligen Event eine Entscheidung treffen...

Es muss seitens der Redaktion darauf hingewiesen werden, dass jeder Veranstalter ganz eigene Voraussetzungen hat. Die Jännerrallye beispielsweise würde ohne oder mit stark limitierten Zuschauern nicht nur aus Budgetgründen nicht funktionieren sondern auch deshalb, weil es bei diesem 100.000 Zuschauer-Event schwer wäre, für eine zuschauerlose Veranstaltung zu sorgen und illegale Zuschaueransammlungen für Unmut auf allen Seiten sorgen könnten. Man sollte jedem Veranstalter zugestehen, dass nur er abschätzen kann, ob gewisse Verordnungen bei seinem Event tragbar oder nicht tragbar sind. Neben der finanziellen Situation geht es immer auch um die oft in vielen Jahren erarbeitete breite Akzeptanz in der jeweiligen Region...

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