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FIA untersucht schweren Sicherheitsverstoß WRC2-Pilot Emil Lindholm konnte eine Kollision mit dem Pkw vermeiden
Motorsport Images

FIA untersucht schweren Sicherheitsverstoß bei der Rallye Japan

Noch bevor die vierte WP der Rallye Japan nach dem Unfall von Craig Breen unterbrochen wurde, fuhr ein Pkw auf die Strecke: Unfall knapp vermieden

Bei der Rallye Japan, Saisonfinale der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2022, kam es am Freitag zu einem schwerwiegenden Sicherheitsverstoß, der nun vom Automobil-Weltverband FIA untersucht wird.

Bei der vierten Wertungsprüfung fuhr ein ziviler Pkw in entgegengesetzter Richtung auf die Strecke, noch bevor die WP nach dem Unfall von M-Sport-Pilot Craig Breen offiziell unterbrochen wurde. Die WRC2-Pilot Sami Pajari und Emil Lindholm verhinderten eine Kollision mit dem Fahrzeug, sodass der Vorfall letztlich ohne unmittelbare Folgen blieb.

Lindholm bestätigte im Anschluss, dass die WP zum Zeitpunkt des Zwischenfalls noch nicht unterbrochen war. "Es war offen. Ich bin schnell gefahren, als ich das Auto unter den Absperrbändern durchfahren sah", sagt der Finne.

"Zuerst war Breen abgeflogen und er war durch die Absperrungen getaucht, sodass man nur das Heck des Autos sehen konnte. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich nur eine Person sehen und ich wusste nicht, ob es einer der Fahrer war. Wir beschlossen, anzuhalten, um zu prüfen, ob es ihnen gut ging, und beide konnten aus dem Auto aussteigen", berichtet Lindholm über den Unfall von Breen.

"Wir fuhren dann noch einige Kilometer weiter, aber da sah ich das Auto. Wir hatten das Glück, an der Stelle anzukommen, an der das Auto die Prüfung verließ, und wir konnten sehen, wie das Auto unter den Bändern an der Kreuzung hindurchfuhr. Aber Sami Pajari hatte 200 Meter vorher angehalten, und ich musste anhalten, um ihn zu fragen, was da los ist. Wir beschlossen, aus Sicherheitsgründen nicht weiterzufahren", so der Finne weiter.

Die FIA veröffentlichte am Freitagabend (Ortszeit Japan) eine Mitteilung, in der sie eine Untersuchung des Zwischenfalls ankündigte: "Auf der WP4 kam es zu einem schwerwiegenden Verstoß gegen das Sicherheitsprotokoll, der derzeit untersucht wird. Nach einem Unfall, in den das Auto #42 (Breen/Fulton, M-Sport Ford) verwickelt war, wurde die Etappe mit der roten Flagge unterbrochen."

"Sehr schnell nach der roten Flagge wurde ein Auto auf der Strecke identifiziert. Es gab weder einen Unfall noch Verletzte, aber eine Untersuchung ist im Gange. Durch den Unfall von Auto 42 wurde eine Sicherheitsbarriere beschädigt, was die Sicherheit der Prüfung beeinträchtigte und zur Absage der WP7 führte."

"Vertreter der FIA WRC Task Force, die an der Rallye Japan teilnehmen, wurden zu den Prüfungen am Freitagnachmittag entsandt, und zusätzliche Sicherheitsfahrzeuge fuhren die Prüfungen, um die Organisatoren bei der Gewährleistung höchster Sicherheitsstandards zu unterstützen", heißt es in der Mitteilung der FIA.

Motorsport-Total.com

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