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Kommt die WRC-Regeländerung? Ott Tänak musste in Schwedem vorzeitig aufgeben
Motorsport Images

Kritik der Hersteller ein Thema bei der FIA: Kommt die WRC-Regeländerung?

Toyota und Hyundai haben sich für eine Änderung der Regeln in der WRC ausgesprochen - Die FIA lenkt wohl ein und plant eine Anpassung der Regeln

Die Rallye Schweden hat für die Rallye-WM (WRC) ein Nachbeben: Sowohl Hyundai-Pilot Ott Tänak als auch Toyota-Fahrer Elfyn Evans sind bei der Schneerallye aufgrund eines Defekts an der Hybrideinheit ihrer neuen Rally1-Boliden ausgefallen. Beide Hersteller haben deshalb beim Automobil-Weltverband (FIA) für eine Regeländerung bezüglich des Elektromotors geworben.

Die FIA ist bereit, auf den Druck der Marken zu reagieren und die Regeln zu ändern, damit ein Fahrer wegen eines Ausfalls der Hybrideinheit nicht mehr aufgeben muss. Der neue FIA-Rallyedirektor Andrew Wheatley bestätigt, dass am Samstag der Weltmotorsportrat zusammenkommt, um die Vorschläge der Hersteller zu diskutieren. Es wird eine Regeländerung erwartet.

Doch was war eigentlich passiert? Tänak lagt auf Wertungsprüfung (WP) 5 der Rallye gerade einmal 1,1 Sekunden hinter dem Führenden, als plötzlich ein rotes Licht an der Hybrideinheit aufleuchtete. Tänak musste auf einen weiteren Start verzichten, da die Regeln bei einem Defekt an der Hybrideinheit deutlich sind. Obwohl das Auto noch lief, musste der Este kampflos aufgeben.

Aus bei Defekt an Hybrideinheit

Bei Evans war es etwas anders: Er hatte nach einem Kontakt mit einer Schneebank einen Schaden an der Front seines Fahrzeugs. Nachdem das Leck im Kühler geflickt worden war, wurde das Auto neugestartet, doch es leuchtete gar kein Licht auf. Außerdem hatten der Waliser und auch Rallyesieger Kalle Rovanperä während der WPs keinen Hybridboost zur Verfügung. Evans musste aufgrund des erloschenen Warnsignals wie Tänak aufgeben.

Die aktuellen Regeln besagen, dass ein Team das Fahrzeug zurückziehen muss, wenn das rote Warnlicht aufleuchtet oder gar kein Signal auftaucht. Das gilt auch, wenn das Fahrzeug rein mit dem Verbrenner weiter betrieben werden kann. Die Rally1-Autos werden dann sofort in "Quarantäne" gesteckt, weshalb die Teams den Boliden nicht mehr anfassen dürfen, bis die FIA und der Hybridlieferant Compact Dynamics grünes Licht geben.

"Die Monte Carlo war eine großartige Rallye", so Wheatley gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Es gab dort Herausforderungen mit dem Hybrid, aber in Schweden war es noch komplizierter. Was mit Ott passiert ist, steht bei uns ganz oben auf der Prioritätenliste, denn es gab keine klare Lösung. Normalerweise kommen die Ingenieure mit drei Lösungen um die Ecke, wenn es ein Problem gibt."

Änderung wird erwartet

Die FIA möchte sich die Situation genau anschauen und überprüfen, was getan werden kann, damit so etwas nicht noch einmal passieren wird. Das sei auch der Grund, so Weahtley, für das Gespräch mit dem Weltmotorsportrat, bei dem es "sowohl auf sportlicher als auch technischer Seite" Vorschläge geben wird. Ziel sei es, die Auswirkungen bei Problemen mit der Hybrideinheit zu reduzieren.

Erst einmal muss laut Wheatley erst einmal verstanden werden, was da Problem an Tänaks Auto gewesen ist. Danach soll es Lösungsvorschläge geben, die verhindern sollen, dass ein Fahrer sportlich für einen Defekt an der Hybrideinheit bestraft wird, wenn das Auto mit dem Verbrenner weiterfahren kann.

Jedoch geht dabei die Sicherheit vor. "Wir müssen sicherstellen, dass wir die geeigneten Schritte unternehmen, um weiter zu lernen und uns weiterzuentwickeln", so Wheatley.

Motorsport-Total.com

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