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Lavanttal Rallye 2023: Vorschau Neubauer
Daniel Fessl

Vom Rallye-Frühling in den Rallye-Winter?

Hermann Neubauer und Co-Pilotin Ursula Mayrhofer freuen sich auf ihren Einsatz in der Jäger-Rolle und sind auch auf das zu erwartende Reifen-Roulette beim dritten Meisterschaftslauf des Jahres bestens vorbereitet.

Natürlich zählen die allermeisten Rallyes im Kalender der österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft zur Kategorie der sogenannten „Traditionsveranstaltungen“. Doch die „längst dienende“ ist wohl die Lavanttal Rallye rund um die Kärntner Bezirkshauptstadt Wolfsberg, ganz im Westen des südlichsten Bundeslandes. Zum insgesamt 45. Mal fällt dort am morgigen Freitag der Startschuss zur anspruchsvollen Hatz zwischen Sau- und Koralpe. Und wie schon so oft wird die Rallye auch in diesem Jahr zur Wetter-Lotterie.

Der launische April-Wettergott schlägt mit voller Wucht zu: von den Bergen ringsum schaut bereits der Schnee herunter, auf den höhergelegenen Sonderprüfungen wie beispielsweise am Schulterkogel bleibt er sogar auf der Straße liegen. Vor allem diese Abschnitte sind es, die bei der Lavanttal Rallye schon seit jeher für spektakuläre Action und große Aufregung gesorgt haben. Und so könnte es auch in diesem Jahr passieren, dass das Favoritenduell Simon Wagner gegen Hermann Neubauer durch äußere Einflüsse entschieden wird. Immerhin wird erwartet, dass diese beiden Piloten auch im Lavanttal mit einem Sekundenkrimi aufwarten.

Für Hermann Neubauer steht allerdings fest, dass er dabei der „Jäger“, und Simon Wagner der „Gejagte“ ist: „Simon kommt einmal mehr mit einem Rallye-Sieg nach Kärnten, für mich ist er der Topfavorit. Aber Ursula und ich werden alles geben und voll angreifen, irgendwann muss das Glück ja auch einmal auf unserer Seite sein.“

Neubauers Skoda Fabia Rally2 Evo vom Team Kresta Racing ist jedenfalls optimal vorbereitet, auch für die richtigen Reifen ist gesorgt – zumindest für deren Verfügbarkeit vor Ort: „Ob wir bei dem zu erwartenden Reifen-Roulette auch immer zum richtigen Pirelli greifen, wird sich erst zeigen“, so Hermann Neubauer, der aber gerade in dieser Frage vollstes Vertrauen zu seiner Crew hat: „Ich glaube, da sind wir perfekt aufgestellt, da kann ich wirklich auf umfangreiches Know-How vertrauen. Aber wie gesagt, am Ende muss auch der Wettergott mitspielen und darf nicht alles umschmeißen, wenn man bereits am Start der Sonderprüfung steht ...“

Apropos Start: Los geht’s im Lavanttal am Freitag, dem 14.04.2023, mit der Sonderprüfung „Vorderlimberg 1“ um 13:53 Uhr, die Zielankunft des Siegers ist für Samstag, den 15.04.2023 um 18:14 Uhr geplant. Dazwischen liegen 151,9 SP-Kilometer.

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