RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WRC Schweden: Statement Pirelli zu Reifenschäden Esapekka Lappi rutschte in Folge eines Reifenschadens von der Straße
Motorsport Images

Pirelli erklärt Ursache der Reifenschäden bei der Rallye Schweden

Pirelli geht davon aus, dass die Reifenschäden bei der Rallye Schweden am Samstagnachmittag auf zu niedrigen Luftdruck und Schotter zurückzuführen waren

Reifenlieferant Pirelli stand am Samstagnachmittag bei der Rallye Schweden, dem zweiten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2023, unfreiwillig im Mittelpunkt. Denn mit Ott Tänak (Ford), Craig Breen und Esapekka Lappi (beide Hyundai) wurden die Top 3 der Gesamtwertung von Reifenschäden heimgesucht.

Auf der Suche nach der Ursache für die Delamination der Reifen wurde Pirelli am Samstagabend fündig. Der Hersteller sieht eine Mitschuld bei den Teams. "Nach unseren Untersuchungen wissen wir, dass der Reifendruck im Ziel in einigen Fällen viel niedriger war, als wir beim Start empfohlen hatten", erklärt Terenzio Testoni, Pirellis Einsatzleiter für die Rallye-WM, in einer Pressemitteilung.

"So einen niedrigen Reifendruck haben wir noch nie gesehen", so Testoni weiter. Eine weitere Ursache sei die an vielen Stellen aufgebrochene Schneedecke auf der zweiten Schleife am Samstag gewesen.

"Man muss auch sagen, dass die Straßenverhältnisse am Nachmittag völlig anders waren als die rein winterlichen Bedingungen am Vormittag, mit viel freiliegendem Schotter und einer rauen Oberfläche, die für Spikereifen ungeeignet ist", so Testoni.

Lappi war nach einem Reifenschaden auf der 13. Wertungsprüfung von der Straße gerutscht und in einem Schneehaufen gelandet. Der Finne verlor sieben Minuten, bevor er weiterfahren konnte. Auf der gleichen Prüfung erwischte es auch den zu diesem Zeitpunkt führenden Breen, eine Prüfung später wurde auch Tänak von einem schleichenden Plattfuß heimgesucht.

Nach Einschätzung von Pirelli haben die hohen Geschwindigkeiten bei der Entstehung der Reifenschäden keine Rolle gespielt. "Sonst hätten wir schon heute Morgen Probleme gehabt", erklärt Testoni.

M-Sport wurde laut Teamchef Richard Millener von den Reifenproblemen überrascht. "Beim Test und bei der Rallye [im Vorfeld der Rallye Schweden] hatten wir keine Probleme", sagt Millener der englischsprachigen Ausgabe von 'Motorsport.com'. "Wir haben viel getan, um sicherzustellen, dass die Reifen nicht beschädigt werden, aber etwas ist passiert."

Millener bestätigt auch, dass Pirelli eine Reihe von Empfehlungen an die Teams herausgegeben hat. "Der Druck war einer davon, und wie gesagt, es könnte der Druck gewesen sein, die Hitze in den Reifen, die Sturzeinstellungen, es gibt viele Dinge, die es gewesen sein könnten. Wir müssen sicherstellen, dass so etwas nicht noch einmal passiert und wir müssen herausfinden, warum."

Motorsport-Total.com

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

TEC7 ORM Podcast: Kris Rosenberger

Der Rose Racer* im persönlichen Gespräch

Kris Rosenberger ist Gast der achten Ausgabe des TEC7 ORM Rallye BackStage Podcast - der Staatsmeister 1997 spricht offen über sein abwechslungsreiches, vielseitiges Leben und zeigt sich als eloquenter Mann von Welt…

ARC, Herbstrallye: Vorfreude

Herbstrallye 2026: Die Vorfreude ist groß…

Auf die Fans warten ein sensationelles Starterfeld mit über hundert Teams, der Flugplatz Dobersberg als einzigartige Kulisse für den Servicepark und die legendäre Fahrerpräsentation am Freitagabend sowie am Samstag erstmals der große Zieleinlauf plus Siegerehrung in Waidhofen an der Thaya.

Project Rally One entwickelt sein Auto für das WRC-Reglement 2027: Beim jüngsten Test in Frankreich saß auch Rekordweltmeister Sebastien Loeb am Steuer

ARC, Herbstrallye: Vor dem Start

Die Herbstrallye 2026 startet durch!

Die Vorfreude ist überall zu spüren - im Raum Waidhofen an der Thaya und Dobersberg steigt an diesem Wochenende (23. & 24. Oktober) der große Rallye-Saisonabschluss mit dem Grande Finale der Austrian Rallye Challenge.

ARC, Herbstrallye: Vorschau ZM Racing

ZM-Racing beendet erfolgreichste Saison

Am Start sind Max (Martin) u. Christoph Zellhofer, sowie Gerold Neumayr - Rennteam aus St.Georgen am Ybbsfelde feiert so seine bisher beste Saison