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WRC Schweden: Statement Pirelli zu Reifenschäden Esapekka Lappi rutschte in Folge eines Reifenschadens von der Straße
Motorsport Images

Pirelli erklärt Ursache der Reifenschäden bei der Rallye Schweden

Pirelli geht davon aus, dass die Reifenschäden bei der Rallye Schweden am Samstagnachmittag auf zu niedrigen Luftdruck und Schotter zurückzuführen waren

Reifenlieferant Pirelli stand am Samstagnachmittag bei der Rallye Schweden, dem zweiten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2023, unfreiwillig im Mittelpunkt. Denn mit Ott Tänak (Ford), Craig Breen und Esapekka Lappi (beide Hyundai) wurden die Top 3 der Gesamtwertung von Reifenschäden heimgesucht.

Auf der Suche nach der Ursache für die Delamination der Reifen wurde Pirelli am Samstagabend fündig. Der Hersteller sieht eine Mitschuld bei den Teams. "Nach unseren Untersuchungen wissen wir, dass der Reifendruck im Ziel in einigen Fällen viel niedriger war, als wir beim Start empfohlen hatten", erklärt Terenzio Testoni, Pirellis Einsatzleiter für die Rallye-WM, in einer Pressemitteilung.

"So einen niedrigen Reifendruck haben wir noch nie gesehen", so Testoni weiter. Eine weitere Ursache sei die an vielen Stellen aufgebrochene Schneedecke auf der zweiten Schleife am Samstag gewesen.

"Man muss auch sagen, dass die Straßenverhältnisse am Nachmittag völlig anders waren als die rein winterlichen Bedingungen am Vormittag, mit viel freiliegendem Schotter und einer rauen Oberfläche, die für Spikereifen ungeeignet ist", so Testoni.

Lappi war nach einem Reifenschaden auf der 13. Wertungsprüfung von der Straße gerutscht und in einem Schneehaufen gelandet. Der Finne verlor sieben Minuten, bevor er weiterfahren konnte. Auf der gleichen Prüfung erwischte es auch den zu diesem Zeitpunkt führenden Breen, eine Prüfung später wurde auch Tänak von einem schleichenden Plattfuß heimgesucht.

Nach Einschätzung von Pirelli haben die hohen Geschwindigkeiten bei der Entstehung der Reifenschäden keine Rolle gespielt. "Sonst hätten wir schon heute Morgen Probleme gehabt", erklärt Testoni.

M-Sport wurde laut Teamchef Richard Millener von den Reifenproblemen überrascht. "Beim Test und bei der Rallye [im Vorfeld der Rallye Schweden] hatten wir keine Probleme", sagt Millener der englischsprachigen Ausgabe von 'Motorsport.com'. "Wir haben viel getan, um sicherzustellen, dass die Reifen nicht beschädigt werden, aber etwas ist passiert."

Millener bestätigt auch, dass Pirelli eine Reihe von Empfehlungen an die Teams herausgegeben hat. "Der Druck war einer davon, und wie gesagt, es könnte der Druck gewesen sein, die Hitze in den Reifen, die Sturzeinstellungen, es gibt viele Dinge, die es gewesen sein könnten. Wir müssen sicherstellen, dass so etwas nicht noch einmal passiert und wir müssen herausfinden, warum."

Motorsport-Total.com

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