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WRC-Reglement 2025 Hyundai lehnt die Verkleinerung des Luftmengenbegrenzers ab
Motorsport Images

WRC-Reglement 2025: Hyundai will Luftmengenbegrenzer beibehalten

Hyundai akzeptiert zähneknirschend die Abschaffung des Hybridantriebs in der WRC, doch die Reduzierung des Luftmengenbegrenzers geht dem Team zu weit

Hyundai hat den Automobil-Weltverband FIA aufgefordert, die Änderungen im technischen Reglement der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) noch einmal zu überarbeiten. Konkret wehrt sich das Werksteam des südkoreanischen Herstellers gegen die Verkleinerung des Luftmengenbegrenzers am Motor der Rally1-Autos von 36 auf 35 Millimeter.

"Wir werden die FIA drängen, ihre Pläne bezüglich der Leistung zu überdenken", sagt Hyundai-Motorsportchef Cyril Abiteboul gegenüber Autosport, einer Schwesterpublikation von Motorsport-Total.com im Motorsport Network. "Wir würden gerne den gleichen Restriktor behalten und wir denken, dass es ein großer Verlust ist, also denke ich, dass es etwas ist, das wir mit der FIA überdenken müssen."

Nach einigem Hin und Her hatte die FIA in der vergangenen Woche entschieden, ab 2025 auf den Hybridantrieb in den Rally1-Autos zu verzichten. Mit dem Wegfall der 87 Kilogramm schweren Hybrideinheit sinkt das Mindestgewicht der Fahrzeuge von 1260 auf 1180 Kilogramm. Gleichzeitig soll ein kleinerer Luftmengenbegrenzer dafür sorgen, dass das Verhältnis von Gewicht zu Leistung ähnlich bleibt wie in diesem Jahr.

Hyundai hätte den Hybridantrieb am liebsten behalten

Doch Abiteboul hält diese Maßnahme für übertrieben. "Ich verstehe die Sicherheitsbedenken. Aber ich glaube, dass das Auto damit umgehen kann", sagt der Hyundai-Motorsportchef. "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht das verlieren, was den Sport im Moment ausmacht, nämlich die pure Leistung dieser Autos. Ich würde daher die FIA bitten, diese Dinge zu überdenken, aber auch hier wollen wir mit der FIA zusammenarbeiten.

Den Wegfall des Hybridantriebs, der durch eine neue Wartungsvorschrift des Herstellers Compact Dynamics deutlich teurer geworden ist, akzeptiert Hyundai, wenn auch zähneknirschend.

"Ich bin nicht so begeistert von der Aussicht, den Hybrid zu verlieren", sagt Abiteboul, dessen Team viel Arbeit und Geld in Updates des aktuellen Autos für 2025 investiert hat. "Aber wie ich schon oft gesagt habe, müssen wir auch pragmatisch sein, wenn es um die Situation des Sports in Bezug auf die Kapazität der Zulieferer, die Zuverlässigkeit der Produkte und die Kontrolle geht."

Test des Non-Hybrid-Rally1 in Spanien

Hyundai testete seinen i20 N Rally1 bei der Rallye La Nucia-Mediterraneo in Spanien ohne Hybridantrieb. Dabei fuhr Thierry Neuville ein Auto mit einem Luftmengenbegrenzer der Spezifikation 2024, während sein Teamkollege Andreas Mikkelsen ein 2024er-Auto mit Hybridantrieb einsetzte.

Neuville befürchtet, dass die Rally1-Autos der Spezifikation 2025 im kommenden Jahr auf Asphalt "viel langsamer" sein werden und glaubt, dass die Beibehaltung des aktuellen Luftmengenbegrenzers die bessere Option wäre.

"Wir sind bei einer Rallye ein paar Qualifikationsläufe gefahren und ich war zwei Zehntel schneller, die Zeiten lagen also sehr eng beieinander. Deshalb bin ich ein wenig besorgt, dass die Autos im nächsten Jahr etwas langsamer sein werden", sagte Neuville.

"Ich habe die FIA informiert. Ich glaube nicht, dass sie irgendetwas von dem, was ich gesagt habe, berücksichtigen werden, was ziemlich frustrierend ist, aber zumindest ist die Botschaft angekommen", so der Belgier.

"Wir verlieren 80 Kilogramm, was in manchen Kurven gut ist. Aber wir haben 130 PS verloren, was auf Schotter nicht viel ausmacht. Aber auf Asphalt war die zusätzliche Leistung sicher sehr hilfreich", so Neuville.

Wie Hyundais Konkurrenten auf den Wegfall des Hybrids reagieren

Der Wegfall des Hybridantriebs im kommenden Jahr hat bei den WRC-Piloten unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Elfyn Evans von Toyota hält die Gewichtsreduzierung für einen "guten Kompromiss", während der achtmalige Weltmeister Sebastien Ogier nach Simulationen von Toyota zuversichtlich ist, dass der Leistungsverlust minimal sein wird.

"Die Gewichtsreduktion ist ein guter Kompromiss. Natürlich bin ich das Auto noch nicht gefahren, daher ist es schwer zu beurteilen, aber ich denke, es könnte ganz gut sein", sagt Evans.

Ogier ergänzt: "Eine solche Änderung in letzter Minute und ohne die Möglichkeit, das Auto mit einer Vielzahl von Homologations-Jokern zu modifizieren, ist sicher nicht ideal. Ich denke, wenn Hyundai das tut [den aktuellen Luftmengenbegrenzer beizubehalten], sehen sie einen klaren Vorteil für sich."

"Nach dem, was ich von unseren Simulationen gehört habe, sollten wir wegen der 80 Kilogramm weniger nicht allzu viel Leistung verlieren, also denke ich, dass es ziemlich nahe beieinander liegen wird, aber ich bin mir nicht sicher", sagt Ogier.

Adrien Fourmaux von M-Sport-Ford ist überzeugt, dass das Rally1-Auto auch im kommenden Jahr noch Spaß machen wird. Dennoch hätte er es lieber gesehen, wenn die FIA den aktuellen Homologations-Zyklus für Hybridautos bis 2026 verlängert hätte. "Es ist, als würde man einen Zylinder entfernen. Es ist vorbei und jetzt müssen wir damit umgehen", sagt er.

Motorsport-Total.com

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