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Herbstrallye: Adrien Fourmaux im Interview
Foto: Harald Illmer

„Hoffe der Promotor und die FIA wissen, was zu tun ist…“

Als Adrien Fourmaux 2023 die Herbstrallye fuhr, wollte er keinesfalls für ein Cockpit bezahlen und Werksfahrer sein. Heuer kommt er als Hyundai-Werkspilot nach Dobersberg zurück.

Doch wie steht es um seine Zukunft? Wie steht es um die Zukunft der WRC? Wir haben nachgefragt…

Adrien Fourmaux und sein Copilot Alexandre Coria pilotieren bei der Herbstrallye (10. & 11. Oktober) den Hyundai i20 N Rally1-Boliden des Hyundai Shell Mobis World Rally Teams im Rahmen des „Rally4you“-Reglements. Als Vorbereitung auf die Rallye Zentraleuropa (16. - 19. Oktober).

Als der 30-jährige Franzose 2023 bei der Herbstrallye für M-Sport einen Ford Fiesta Rally2 pilotierte, hatte er im gleichen Jahr nach einer schwierigen Saison 2022 bereits einen privaten Einsatz mit ZM Racing bei der Jännerrallye hinter sich, die er prompt gewinnen konnte. Es war der Beginn eines erfolgreichen Kampfes zurück in die Liga der Rally1-Werkspiloten…

Als wir 2023 in Dobersberg gesprochen haben, bist du für M-Sport mit einem Ford Fiesta Rally2 gefahren und hast gesagt, dass du nicht bereit bist, für ein Cockpit zu bezahlen. Stattdessen wolltest du Werksfahrer in einem Rally1-Fahrzeug sein - heute bist du Hyundai-Werksfahrer in einem Rally1-Boliden, gratuliere! Wie ist dir das gelungen und war das eine Art „Alles oder nichts“?

Nein, das war ein längerer Prozess, ein Vertrauen aufzubauen in der Saison 2023. Und die Herbstrallye war damals eine gute Vorbereitung auf die Rallye Zentraleuropa, die ich gewinnen konnte (in der Rally2) und danach habe ich dann schließlich für 2024 ein Angebot als Werksfahrer für M-Sport Ford erhalten. Es war sicher wichtig für meine Zukunft in einem Rally1-Auto, dass ich 2023 einige Siege erringen und so auch weitere Erfahrung ansammeln und an meinem Aufschrieb arbeiten konnte.

Aus 2023 kennst du bereits die Sonderprüfungen der Herbstrallye - was gefällt dir am Besten an diesen Prüfungen der legendären Semperit Rallye?

Sehr gut gefallen mir die Schotter-Sektionen, zugleich ist die Rallye eben eine gute Vorbereitung auf die Rallye Zentraleuropa. Es gibt enge, schwierige aber auch weitläufige Streckenteile - eine Kombination aus rutschigen Asphalt-Strecken und aber auch Schotter-Passagen. Ich mag auch die Atmosphäre bei der Herbstrallye - ich konnte bereits zwei Rallyes in Österreich fahren und es war immer eine Freude, dort zu fahren und mit den anderen Piloten zu sprechen.

Hyundai hat nun bestätigt, dass man 2026 in der Weltmeisterschaft bleiben wird. Doch dein Vertrag, so wird es kolportiert, läuft in diesem Jahr aus - was sind deine Optionen für 2026?

Derzeit fühle ich mich sehr wohl mit dem Team, seit ich am Beginn dieses Jahres dazugestoßen bin. Im Moment versuche ich immer noch, einen Sieg einzufahren. Natürlich wird es nötig sein, eine gute Entscheidung zu treffen. Doch es bereitet mir Freude, für Hyundai zu fahren. Schauen wir, wie es weitergehen wird.

Es ist fraglich, ob Hyundai auch 2027 in der WRC bleiben wird - zugleich wird es ab 2027 ein komplett neues Reglement geben, die FIA möchte die WRC wieder für Privatiers öffnen. Ist das deiner Meinung nach der richtige Weg?

Um fair zu sein: Ich hoffe, dass der Promotor der WRC und die FIA wissen, was zu tun ist, um weitere Hersteller in die Weltmeisterschaft zu holen. Denn weitere Hersteller wären gut für die Promotion dieses Sports. Ich denke jedoch nicht, dass ein Wechsel in die Rally2-Klasse als Basis-Fahrzeug das Richtige ist. Wenn wir dadurch jedoch mehr Hersteller haben würden, warum nicht. Doch ich bin mir nicht sicher, ob wirklich viele weitere Hersteller Interesse haben werden - aber wir werden es sehen.

Wo siehst du dich selbst im Jahr 2027?

Schauen wir, was die Zukunft bringt. Schauen wir, ob Hyundai in der WRC bleibt oder ob neue Hersteller dazu kommen. Für mich ist es jetzt wichtig, die Saison 2025 so gut wie möglich abzuschließen und eine gute Saison 2026 zu haben.

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