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ORM/ARC, OBM Rallye: Bericht
Foto: Markus Mittermayer

Wagner siegt vor Lengauer und Waldherr

Sieg für Fünffach-Staatsmeister Simon Wagner. Die famos fahrenden Albert von Thurn und Taxis (Unfall) und Martin Kalteis (Technik, auf letzter SP) fallen aus. Marcel Neulinger wird Junioren Staatsmeister, Günther Königseder Staatsmeister der TEC7 HRM.

Den Abschluss der heurigen TEC7-Rallye Staatsmeisterschaft bildete an diesem Wochenende mit Start und Ziel im niederösterreichischen Krumbach am Wechsel die OBM Land der 1000 Hügel Rallye. Ebenfalls am Start waren bei ihrem heuer vorletzten Wertungslauf die Teilnehmer der Austrian Rallye Challenge. Außerdem konnten die zahlreich erschienenen Rallyefans auch wieder eine Abordnung des Ferrari Club Austria bewundern, die auf zwei Prüfungen eine Gleichmäßigkeitswertung durchführten. Für die Organisation als Veranstalter war wieder in bewährter Art und Weise Willi Stengg zuständig.

„Mein besonderer Dank gilt all unseren freiwilligen Helfern, ohne deren Engagement wäre es nicht möglich solch eine Veranstaltung über die Bühne zu bringen. Ein spezieller Dank geht natürlich an die Bürgermeister/innen in deren diversen Regionen, wo die Rallye sowohl bei den Wertungsprüfungen als auch den Verbindungsetappen Station machte. Hauptsponsor der Rallye war wieder OBM, vertreten durch den Geschäftsführenden Gesellschafter der OBM GesmbH Wolfgang Scherleithner. Er und auch Waldherr Motorsport mit Luca Waldherr waren wichtige Partner der Rallye, ebenso das Mobilitätscenter in Krumbach mit den Firmen Ford Luckerbauer und Skoda Geigner, die der Rallye einen bestens geeigneten Servicepark sowie das Start-Zielgelände zur Verfügung stellten. Sie waren auch dafür verantwortlich, dass die Veranstaltung zum Großteil klimaneutral durchgeführt werden konnte. Alle Fahrzeuge der Organisation waren elektrisch unterwegs, die Versorgung der Servicezone mit allen Hallen und Gebäuden erfolgte mittels grünem Strom aus eigenen Photovoltaik-Anlagen.

Bedanken möchte ich mich auch bei allen offiziellen Stellen, den Behörden, den Feuerwehren der Rettung und der Polizei für ihren Einsatz. Einen sehr wichtigen Punkt möchte ich zum Schluss erwähnen, das sind unsere Rallyefans, die wieder sehr zahlreich in das Land der 1000 Hügel gekommen sind und so zwei tolle Rallyetage mit uns gemeinsam erleben konnten“, so die Meinung von Willi Stengg.

Simon Wagner erklimmt die 1000 Hügel

Zwölf Sonderprüfungen rund um Krumbach am Wechsel warteten auf die 53 Teams, die das Saisonfinale der TEC7 Rallye-Staatsmeisterschaft 2025 in Angriff nahmen. Am Ende lachte mit Simon Wagner und Hanna Ostlender jenes Duo von der Spitze, das fünf von sechs Läufen und somit den überwiegenden Teil der Meisterschaft dominierte. Mit Jännerrallye-Sieger Michael Lengauer hatte der fünffache Champion im Land der 1000 Hügel jedoch einen überaus hartnäckigen Gegenspieler, der den Favoriten immer unter Spannung halten konnte. In drei Prüfungen hatte Lengauer sogar die Nase vor Wagner, was auch dazu beitrug, dass er letztendlich in der Gesamtwertung als einziger Konkurrent den Rückstand auf den Sieger im Sekunden- und nicht im Minuten-Bereich halten konnte. ??Sieger Simon Wagner (Hyundai i20 Rally2): „Ich bin froh, dass wir hier waren. Es war eine super Veranstaltung mit super Prüfungen und super Fans, die uns immer wieder angefeuert haben. Danke ans Tram und danke an meine Copilotin Hanna Ostlender, die das ganze Jahr über einen tollen Job gemacht hat. Für geht es jetzt in der tschechischen Meisterschaft weiter, wo wir auch noch im Titelrennen involviert sind.“

Michael Lengauer (Skoda Fabia Rally2): „Wir haben alles probiert. Aber Simon ist ein echter Klassegegner mit europäischer Erfahrung und nicht umsonst fünffacher Staatsmeister. Leider habe ich dann doch ein paar kleine Fehler eingebaut. Aber ich bin glücklich darüber, dass ich ihn zumindest auf einigen Sonderprüfungen schlagen konnte.“

Luca Waldherr (Citroen C3 Rally2): „Ich hätte hier natürlich gerne gewonnen, bin aber so weit Realist, dass es gegen diese starken Gegner von vornherein sehr schwierig war. Deshalb bin ich mit dem dritten Platz wirklich hochzufrieden. Für die Fans tut es mir ein bissel leid, dass das Wetter doch sehr wechselhaft war. Im Grunde war das eine super Rallye, an der ich auch gerne mit meinem Verein organisatorisch mitgewirkt habe. Wenn man sieht, was sich hier im Umfeld tut und welch tolle Stimmung herrscht, bin ich sehr positiv für die Zukunft gestimmt.“

Dramatischer Zellhofer-Sieg in der ORM 2

Ein packendes Duell um den OBM-Sieg lieferten sich die beiden Niederösterreicher Martin Kalteis im Mitsubishi Lancer Evo VII und Christoph Zellhofer im Suzuki Swift ZMX in der ORM 2. Die Führung zwischen den beiden Piloten wechselte hin und her. Auf SP 10 in Edlitz schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein, als Zellhofer Kalteis neun Sekunden abnahm. Auf SP 11 Panoramastraße schlug Kalteis zurück, fuhr zwölf Sekunden schneller als Zellhofer und ging mit einem Vorsprung von vier Sekunden in die letzte Prüfung, die wieder in Edlitz lag. Und plötzlich war alles aus – einen Kilometer nach dem Start in die finale Prüfung zerriss es im Mitsubishi von Kalteis das Mitteldifferenzial, und Zellhofer fuhr zum Sieg. Der Steirer Roland Stengg im Renault Clio Rally3 wurde Zweiter. – In der ORM 2 stand der Deutsche Hermann Gassner junior schon vor dem Finale als Staatsmeister fest.

Doppelte Meisterehren für Marcel Neulinger

Der Oberösterreicher Marcel Neulinger, der nach der verletzungsbedingten Absage von Raphael Dirnberger schon vor dem Start als neuer ORM-3-Staatsmeister feststand, fuhr auch in der winterfahrtraining.at Junioren-Staatsmeisterschaft powered by TEC7 zur Titelverteidigung. Neulinger gelang eine großartige Rallye, wurde Gesamtsechster und hielt im zweirad-getriebenen Opel Corsa Rally4 etliche motorisch weit stärkere Allrad-Boliden hinter sich.

Marcel Neulinger (Opel Corsa Rally4): „Danke an alle, die uns das ganze Jahr über unterstützt haben. Es war harte Arbeit, die sich am Ende ausgezahlt hat. Die Titelverteidigung in der Junioren-Meisterschaft bedeutet mir echt viel. Dass da auch noch der ORM-2-Titel dazu kommt, ist erfreulich, obwohl ich den gerne sportlich erkämpft hätte.“

Trophy-Sieg für Staatsmeister Gassner

In der ORM Trophy für Piloten über 50 Jahren setzte sich in Krumbach Hermann Gassner senior im Mitsubishi Evo VIII durch. Der Bayer war schon vorher als Staatsmeister fix. Zweiter wurde Karl Wagner im Porsche 911, Dritter Gerolf Schuller im Mitsubishi Evo VI.

Historischer Sieg für Karl Wagner, Meisterjubel bei Königseder

Auch in der Historischen Staatsmeisterschaft tobte lange Zeit ein Krimi an der Spitze. Hier lagen Karl Wagner (Porsche 911) und Patrik Gaubinger (Audi Quattro) oft im Zehntelsekundenbereich gleichauf. Schlussendlich setzte sich dann aber der fünffache Historic-Europameister im knallgelben Porsche durch. Gejubelt hat am Ende der Drittplatzierte. Günther Königseder (Fiat 131), reichte die Zielankunft zum ersten historischen Staatsmeistertitel. Und diese Hürde meisterte der Oberösterreicher locker.

Christoph Zellhofer holt ARC-Sieg

Der OBM-Sieg in der Austrian Rallye Challenge (ARC) ging an Christoph Zellhofer vor Marcel Neulinger und Lukas Dirnberger.

OBM Land der 1000 Hügel Rallye 2025, Endstand nach 12 Sonderprüfungen

Endstände in der TEC7 Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft:

TEC7 ORM: 1. Simon Wagner 166 Punkte, 2. Michael Lengauer 127, 3. Hermann Neubauer 94.

TEC7 ORM 2: 1. Hermann Gassner jr. (D) 134 Punkte, 2. Christoph Zellhofer 108, 3. Hermann Gassner sen. (D) 101.

TEC7 ORM 3: 1. Marcel Neulinger 143 Punkte, , 2. Thomas Traußnig 122. 3. Lukas Dirnberger 101,5.

TEC7 ORM Junior: 1. Marcel Neulinger 151 Punkte, 2. Thomas Traußnig 122, 3. Lukas Dirnberger 117.

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