RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ARC Lavanttal: Bericht Friedl
Foto: Walter Vogler, Martin Butschell BMP-Motorsportphotos

„Mit Handicaps ins Ziel“

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten bei der Lavanttal -Rallye mit Ihrem Mitsubishi Evo IX nach mehreren technischen Problemen am ersten Tag und einer Aufholjagd am zweiten Tag das Ziel erreichen.

Der Klassiker Lavanttal-Rallye in Kärnten fand Anfang April bereits zum 47.Mal statt. Diese zählte diesmal nicht nur zur österreichischen Rallye-Meisterschaft sondern das erste Mal auch zur ARC Austrian Rallye Challenge. Lange ist es her, Eugen war 2010 und 2011 das letzte Mal dabei, damals mit einem Mitsubishi Evo VI.

Der Bewerb lief über 1,5 Tage, hatte 13 Sonderprüfungen mit 157 SP-Kilometern (durchwegs auf Asphalt, nur einige kleine Schotteranteile auf manchen Prüfungen) und eine Gesamtlänge von 396 km. 79 Teams hatten Ihre Nennung abgegeben. Tausende Zuschauer verfolgten die Rallye bei sehr sonnigem warmen Frühlingswetter.

Im Vorfeld der Rallye wurde leider beim bewährten und kurz übersetzten Dogbox-Getriebe ein unerwartetes Problem entdeckt, das nicht kurzfristig gelöst werden konnte.

So musste als Notlösung auf das sehr lang übersetzte Seriengetriebe zurückgegriffen werden, um überhaupt starten zu können. Wie erwartet war dieses Getriebe für die vielen Bergstraßen später im Bewerb keine Ideallösung.

Bei der Besichtigung zur „Schrieberstellung“ gab es bei Eugen nur bei sehr wenigen und markanten Streckenabschnitten ein „Dejà vu“ aus der Vergangenheit! In jedem Fall in Erinnerung von damals ist der Schlussteil der Sonderprüfung Arlinggraben geblieben.

Die erste Sonderprüfung am ersten Rallyetag war zum Eingewöhnen, dann traten leider Elektronikprobleme auf, wodurch nicht die ganze Performance zur Verfügung stand.

Unabhängig davon kamen von der Hinterachse verdächtige Geräusche. Beim Abendservice wurde eine abgerissene Halterung des hinteren Stabilisators festgestellt und ausgetauscht. Bei diesem Arbeitsvorgang wurde im Service auch ein Problem des hinteren Differentials bemerkt, weshalb vorsorglich innerhalb dieser längeren Servicezeit auch das Differential getauscht wurde. Danke an den tollen Einsatz der Servicecrew von Rallye-Abst.

Am Ende des ersten Tages konnte nur der 51. Gesamtplatz erreicht werden, mit dem das Team nicht zufrieden sein konnte. Also war am nächsten Tag eine Aufholjagd angesagt!

Am 2. Rallyetag kamen sie am Morgen auf der SP Rundkurs Eitweg so richtig in einen „flow“, vor allem weil auf diesem Teilstück selektive Schotterwege im engen Wald zu meistern waren, „einfach geil“!
Es ist immer wieder erstaunlich, welche Haftung man mit Slickreifen mit entsprechend hoher Reifentemperatur am Schotter erzielen kann.
Auf den nächsten Prüfungen wurde weiterhin „gepusht“ und es gab keine technischen Probleme mehr. Die Stimmung im Auto war bestens.

Ein Erlebnis der besonderen Art passierte auf der vorletzten Sonderprüfung. Nach einer schnellen flüssigen Bergab-Passage in der darauffolgenden engen Anbremszone im Wald zu einer „Links 2 Abzweig“ hin, bemerkte Eugen einige Holzpfosten eines Zaunes inklusive eines quer über der Straße liegenden Stacheldrahts!! Offensichtlich hatte ein anderer Teilnehmer mit einem Ausritt in den Weidezaun diese Situation hinterlassen!

Da ein Ausweichen beim dem starken Bremsmanöver unmöglich war, blieb nichts anderes über als „darüber zu rumpeln“. Jetzt war sofort die spannende Frage, ob nun einen Reifendefekt an einem Rad oder vielleicht sogar an allen 4 Rädern die Folge war.
Die Luft blieb überall drinnen und so konnte auch die letzte Sonderprüfung forciert fertig gefahren werden.

Fazit: Die Aufholjagd vom 51. Gesamtplatz nach dem ersten Tag auf den 36. Gesamtplatz am Ende der Rallye war erfolgreich!
Ein Getriebe mit kürzerer Übersetzung hätte realistisch gesehen auf jeden Fall eine bessere Gesamtplatzierung ermöglicht.
Es war dennoch ein guter Saisonbeginn und es konnten die ersten Punkte in den Meisterschaftswertungen eingefahren werden.

Der vorliegende Teambericht wurde im Rahmen des ARC-Presseservice im Zuge der Kooperation von Austrian Rallye Challenge und motorline.cc veröffentlicht.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Jännerrallye: Bericht Lengauer

Lengauer erkämpft trotz Pech Platz zwei

Jännerrallye-Seriensieger erstmals geschlagen. Michael Lengauer/Jürgen Rausch holen nach einem Reifenschaden noch Platz zwei. Erneut liefert der Lokalmatador im BRR Skoda Fabia RS Rally2 eine Spitzenleistung.

Mit sechs Teams am Start und ebenso vielen im Ziel verlief der Grosseinsatz des BRR-Teams bei der Jännerrallye im Mühlviertel mit Platz 2 und Platz 3 in der Gesamtwertung und dem Sieg in der 2WD-Klasse äußerst erfolgreich!

Simon Wagner und Hana Ostlender gewinnen die Jännerrallye vor Michael Lengauer und Mads Östberg. Martin Roßgatterer siegt auf Gesamtrang sieben in der ORM2, die ORM3 gewinnt Marcel Neulinger.

Jännerrallye: Bericht Stürmer

Ein Winter wie damals

Dank Horst Stürmer und Rene Zauner wurde auch bei der bisher 39. Jännerrallye dazu beigetragen, dass die zahlreichen Rallye-Besucher mit bester Quattro-Action auf Schnee beglückt wurden.

Jännerrallye: Bericht Roßgatterer & Wurm

ORM2-Sieg für Roßgatterer

Martin Roßgatterer hat die Jännerrallye in der ORM2 gewonnen. Der Lokalmatador feiert damit gemeinsam mit Andreas Thauerböck seinen größten Karriereerfolg. Teamkollege Manuel Wurm erreichte bei seiner Rally3-Premiere den achten Rang.