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ERC, Rallye Rom: Bericht
Foto: FIA ERC

Glücklose Österreicher in Rom

Kein Glück für die Austro-Piloten in Rom: Ein sogenannter 10 Cent-Schaden wirft Wagner aus dem Rennen, Pröglhöf nach Überschlag out, Lengauer nur auf Platz zwölf der ERC4

Noir Trawniczek

Bei der Europameisterschaftsrallye in Rom läuft es für die österreichischen Piloten alles andere als gut. Für Simon Wagner und seine deutsche Copilotin Hanna Ostlender war schon nach der dritten Sonderprüfung Schluss - gegenüber motorline.cc erklärte der vierfache Staatsmeister: „Wir sind stehengeblieben - danach haben wir gemeinsam mit den Ingenieuren den Fehler gefunden: ein schadhafter Stecker. Wir konnten das selber notdürftig reparieren, um wenigstens aus eigener Kraft wieder ins Service zu kommen.“ Der Tag war allerdings gelaufen - auf einen Restart am Sonntag hat man verzichtet: „Das hätte keinen Sinn ergeben. Wir hätten eine schlechte Startposition und auch keine Video Coverage bekommen.“

Die ersten beiden Sonderprüfungen waren aufgrund der Kürze und der geringen Zeitabstände wenig aussagekräftig, doch Simon ist überzeugt: „Vom Gefühl her wäre ein Platz in den Top 8 drinnen gewesen - doch hätt i-war i bringt sowieso nichts.“ Zumal es für Wagner/Ostlender gleich wieder in vollem Tempo weitergeht: Am kommenden Wochenende steht die zur tschechischen Meisterschaft zählende Rallye Bohemia auf dem Programm, danach die Rallye Weiz: „Nächste Woche muss alles passen, da wollen wir Punkte gutmachen. Wir fahren sicher nicht zur Bohemia, um dort Fünfte zu werden und wir haben bewiesen, dass wir grundsätzlich schnell unterwegs sind.“ Für den Hyundai i20 N Rally2 wird ein Update vorgenommen, welches auch zuvor bei einem Test geprüft wird…

Nur eine Prüfung nach dem Ausfall von Wagner sind auch Luca Pröglhöf und Christina Ettel ausgeschieden - auf Facebook bedauerte Pröglhöf: „Leider hatten wir in einer Rechtskurve der SP4 einen Crash mit Überschlag - wir sind beide okay aber es wird keinen Restart geben. Ich verspreche, dass wir stärker zurückkehren werden.“ Großartiges Trostpflaster für das von Stohl Racing und Waldherr Motor Sport betriebene ADAC Opel Junior Rallye Team: Calle Carlberg konnte im zweiten Opel Corsa Rally4 die ERC4/JuniorERC klar gewinnen.

Michael Lengauer und Jürgen Rausch belegten im Lancia Ypsilon Rally4 HF lediglich Platz zwölf der ERC4, mit über zwei Minuten Rückstand auf Carlberg. In der Trofeo Lancia wurde es Platz fünf, mit 1:46 Minuten Rückstand auf das Siegerteam.

Baumschlager Rallye Racing landete mit dem Ungarn Norbert Herczig im Skoda Fabia RS Rally2 auf Rang zwölf gesamt. Die Rallye gewann der legendäre Lokalmatador Giandomenico Basso knapp vor Andrea Mabellini. In den Top 6 landeten fünf Lokalmatadore innerhalb von unglaublichen 16 Sekunden. Einziger Nicht-Italiener der Pole Miko Marczyk auf Platz drei.

Nächste Station in der ERC ist die legendäre Barum Rallye von 15. bis 17. August.

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