Mühlstein Rallye: Vorschau ARC | 03.08.2026
ARC Topteams bei der Mühlstein Rallye am Start
Bei der zweiten von vier reinen ARC-Rallyes, der SG Toolbox Mühlstein Rallye powered by Baumentor sind nahezu sämtliche Top-Player der Austrian Rallye Challenge am Start. Insgesamt freuen sich 41 ARC-Teams auf das Comeback in Schwertberg.
Die SG Toolbox Mühlstein Rallye powered by Baumentor (7. & 8. August) war in den vergangenen Jahren neben der Herbstrallye immer schon eine ganz besonders beliebte Rallye im Kalender der Austrian Rallye Challenge. So werden 41 Teams in Schwertberg an den Start gehen. Es ist der sechste von insgesamt neun ARC-Läufen.
Für die Clubmeisterschaft relevant ist die Gruppe ARC - hier führt mit Johann Georg Lindner ein Pilot eines historischen Fahrzeugs. Lindner, der wieder mit Hermelinde Schütter seinen Ford Escort RS1600 zünden wird, hat 139,5 Punkte auf dem Konto und einen Vorsprung von 39 Zählern. Er könnte heuer wieder das Kunststück vollbringen, mit einem historischen Fahrzeug die Clubmeisterschaft zu gewinnen, das ist dem seit 1996 aktiven Salzburger 2012 schon einmal gelungen. Die Mühlstein Rallye fuhr Lindner bereits in den Jahren 2019 und 2023. Voller Vorfreude erklärt er: „Die Mühlstein Rallye ist eine relativ schnelle und anspruchsvolle Rallye und hat mir sehr gut gefallen. Wir sind auf jeden Fall top motiviert.“
Sein stärkster Verfolger im Kampf um die Clubmeisterschaft ist mit 110,5 Punkten Gerolf Schuller - ein später Quereinsteiger (erste Rallye 2023 im Alter von 50 Lebensjahren), der mit Kathrin Redlingshofer-Milev einen Mitsubishi Lancer Evo VI zünden wird.
In der Klasse C1, in der Schuller antritt, ist mit Rene Kiehtreiber und Christian Eisenmagen ein weiteres starkes Duo am Start. Kiehtreiber pilotiert einen Mitsubishi Lancer Evo V, der in der heuer neu hinzugekommenen AMF-Klasse 10.2 antritt - das sind quasi jene in den historischen Bereich nachgerückten Fahrzeuge, die man auch „Youngtimer“ nennen könnte. Kiehtreiber, der immer für Überraschungen gut ist, zeigt sich top motiviert: „Normalerweise liegt mir die Mühlstein Rallye gut - wir haben unser Auto gut vorbereitet und ich werde alles versuchen. Auch reifentechnisch sind wir gut versorgt.“ Ebenfalls in der C1 dabei sind Charakterkopf Robert Zitta, Stefan Kaar und einige mehr.
In der ARC Klasse C2 ist der bekannteste Pilot wohl Harald Ruiner, der mit Karin Cerny wieder seinen Nissan Z350 zünden wird. Dazu kommen Gerald Hopf und seine deutsche Copilotin Sabrina Knödlseder in einem ehemaligen Cup-Corsa oder auch Christian Rosner und Martin Rigl im historischen Porsche 911 RS.
In der Klasse C3 sind neben dem erwähnten ARC-Leader Johann Georg Lindner noch Tobias Kiesenhofer auf einem seltenen Renault Clio 2 RS, Jürgen Blei auf Opel Astra oder auch Oskar Hebenstreit in seinem historischen Ford Escort RS2000 beheimatet.
Neben dem wackeren Franz Zack in seinem VW Käfer ist mit Marcel Kiesenhofer auch der jüngere Bruder von Tobias Kiesenhofer am Start. Tobias erzählt: „Marcel ist 18 Jahre alt und gab sein Debüt bei der Herbstrallye im Vorjahr. Heuer fuhr er die Osterrallye - die Mühlstein Rallye wird also seine dritte Rallye sein. Er fährt mit meinem früheren Suzuki Swift Sport.“ Einmal mehr zeigt sich die Austrian Rallye Challenge als gute Einstiegsmöglichkeit für Jungpiloten….
ARCP: Gaßner kann aufholen - Max Zellhofer als starker Konkurrent
In der ARCP für Proto- und Produktionsfahrzeuge führt „Proto-Dominator“ Christoph Zellhofer zwar überlegen die Tabelle mit 134 Punkten an - doch weil er in Schwertberg einen Ford Fiesta Rally2 zündet, bleibt er in der ARCP punktelos.
Eine gute Chance also für seinen stärksten Verfolger, Hermann Gaßner (112 Punkte) den Rückstand aufzuholen oder gar die Führung zu übernehmen. Gaßner pilotiert wieder mit der Österreicherin Natascha Vrga einen Toyota GR Yaris-Cup-Boliden. Allerdings bekommt er einen starken Mitbewerber - und auch er heißt Zellhofer. Es ist Martin „Max“ Zellhofer - der Vater von Christoph, der mit ihm gemeinsam das ZM Racing Team betreibt, wird in Schwertberg den Eigenbau Suzuki Swift ZMX Proto pilotieren. An seiner Seite Mehrfach-Copiloten-Staatsmeister Gerald Winter.
Weitere starke ARCP-Piloten sind Reinhard Frühwald, Markus Steinbock, Gerold Neumayr, Christoph Wögerer, Eugen Friedl und einige mehr.
ART1: Christoph Zellhofer vs. Tabellenleader Peter Hopf
In der Austrian Rallye Trophy für moderne Fahrzeuge mit Allradantrieb (ART1) erhält der überlegene Tabellen-Leader Peter Hopf mit Christoph Zellhofer einen starken Konkurrenten. Christoph, der die Rallye mit Startnummer 2 in Angriff nehmen wird, sagt: „Es ist jetzt doch schon eine Zeit her, dass ich mit einem Rally2 gefahren bin und für mich ist es wichtig, dass ich wieder ins Fahren komme mit diesem Auto, das sich doch ganz anders fährt wie mein gewohnter Proto. Ich hoffe, dass ich ausnutzen kann, was das Fahrzeug hergibt.“
Ebenfalls für das ZM Racing Team startet Markus Wurz, der mit Routinier Andre Kachel einen weiteren Ford Fiesta Rally2 lenken wird.
ART2: Junge Wilde starten Aufholjagd - Claudia Maier als Pilotin!
Nach seinem schweren Highspeed-Crash bei der ERC Rallye Polen kann ART2-Tabellenleader Marcel Neulinger (120 Punkte) freilich nicht bei der Mühlstein Rallye starten. So werden seine Kollegen Max und Ben Maier (98 Punkte), Lukas Dirnberger und Lukas Martinelli (96) sowie Thomas Regner und Nadine Keller (82,5) um die neue Tabellenführung kämpfen.
Für erhöhte Aufmerksamkeit sorgt Copilotin Claudia Maier (vormals Dorfbauer). Sie fuhr in frühen Jahren (bis 2011) insgesamt vier Rallyes als Pilotin und gibt als solche nun ein Comeback. Mit Angelika Letz wird sie einem von Waldherr Motor Sport eingesetzten Opel Corsa Rally4 die Sporen geben. Zu ihrem 40. Geburtstag haben ihr Freunde und Kollegen ein ganz besonderes Geschenk gemacht: „Es wurde ein Opel Corsa Rally4 vorgefahren und sie haben mich eingeladen, zusammen mit Angelika ein Comeback als Pilotin zu geben. Dazu gab es einen rosa Kotflügel, auf dem alle unterschrieben haben. Das war so ein cooles Überraschungsgeschenk - da möchte ich noch einmal allen dafür danken.“
ARCH: Lindner in 2WD Favorit - Kiehtreiber mit 4WD-Aufholjagd
In den Auszugswertungen für historische Fahrzeuge führt ARC-Tabellenleader Johann Georg Lindner naturgemäß auch in der Tabelle der ARCH 2WD für Historische mit Zweiradantrieb. Mit 43 Punkten Rückstand zündet Christian Rosner seinen bildhübschen Porsche 911 RS. Auch der Drittplatzierte dieser Wertung, Käfer-Pilot Franz Zack startet wie erwähnt in Schwertberg. Dazu kommen der ebenfalls bereits erwähnte Escort-„Glüher“ Oskar Hebenstreit, BMW-Pilot Bernhard Haider und auch Tobias Reischer, der junge Fahrschullehrer wird wieder mit Tina Garherr den Volvo 940 pilotieren.
In der ARCH 4WD für Historische mit Allradantrieb ist Tabellenleader Alexander Strobl nicht am Start, auch der zweitplatzierte Patrik Gaubinger lässt seinen Quattro diesmal in der Garage.
Das wiederum eröffnet dem drittplatzierten, oben erwähnten Rene Kiehtreiber die Möglichkeit, zumindest Platz zwei der Tabelle zu erobern. Während er in der Gruppe ARC einen Rückstand von 119,5 Punkten aufweist, fehlen ihm in der ARCH 4WD nur 30 Zähler. Kiehtreiber hat heuer noch einiges vor: „Wir starten ganz sicher bei der ARC Rallye Horn und beim Grande Finale in Dobersberg.“ Zunächst jedoch steht die Mühlstein Rallye auf dem Programm. Kiehtreiber sagt: „Regen wäre mir am liebsten“ Den Prognosen zufolge soll es jedoch am Freitag regnen, während es am Samstag angenehm sonnig sein soll. Wenn am Morgen die sogenannten Wet Spots im Wald die Bedingungen erschweren, kommt das Rene entgegen: „Das ist genau meines. So mag ich es!“
Aktuelle ARC Wertung 2026:
www.rallye-challenge.at/site/DOK/Wertungen_ARC-2026-05.pdf


















