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ORM/ARC/MRC, Lavanttal: Bericht
Foto: Harald Illmer

Simon Wagner lernt schon kärntnerisch!

Der Oberösterreicher gewann die LASERHERO Lavanttal-Rallye 2026 powered by Dohr – Wolfsberg / SG TOOLBOX in Wolfsberg seit dem Jahr 2022 zum vierten Mal und ist in der heurigen Rallye-Staatsmeisterschaft noch unbesiegt

Die 48. Auflage der LASERHERO Lavanttal-Rallye powered by Dohr – Wolfsberg / SG TOOLBOX wurde wieder zu einem der Höhepunkte im Rahmen der TEC7-Rallye Staatsmeisterschaft 2026:

Die Rallye im Lavanttal mit dem Mittelpunkt in Wolfsberg-Klein Edling war der dritte Lauf im heimischen Championat, der zweite Lauf im Mitropa Rally Cup und der zweite Lauf in der Austrian Rallye Challenge (ARC).

Veranstalter war wieder der MSC Lavanttal mit Obmann Helmut Klösch an der Spitze. Er wurde unterstützt von seinem Vorstandskollegen Gerald Winter und Siegfried Gabriel sowie im Besonderen von Patrik Hochegger, der diesmal nicht als Fahrer aktiv war, sondern seine ganze Kraft in die Organisation der Rallye steckte.

Diese Crew durfte sich freuen mit LASERHERO (bedeutet den schnellen Weg zum lasergeschnittenen Blech) wieder den Hauptsponsor begrüßen zu dürfen, hier war wieder mit Vereinsmitglied Michael Hübler eine wichtige Persönlichkeit im Einsatz, um von ASCO Geschäftsführer Claus Kügele dementsprechende Unterstützung zu bekommen. Eine wichtige Rolle spielte auch wieder das Autohaus DOHR in Wolfsberg, hier war Albert Stückler als Geschäftsführer eingebunden, aber auch zusätzlich erstmalig SG-TOOLBOX mit dem Geschäftsführenden Gesellschaft Hannes Pichler als Verantwortlichen.

Sehr erfolgreich war auch wieder das Engagement des KIWANIS CLUB UNTERKÄRNTEN, diesmal leider unter dem Motto „in memoriam Hannes Primus“ mit Teilnehmern, die gegen ein Unterstützungshonorar auf dem Beifahrersitz einzelne Sonderprüfungen im Renntempo miterleben durften. Der Erlös kommt notleidenden Kindern im Raum Unterkärnten zugute.

Auch die Wetterbedingungen waren an den drei Tagen recht ansprechend und nur am Freitag durch leichten Regen etwas getrübt. Trotzdem waren Zehntausende Rallyefans ins Lavanttal gekommen, um ihre Lieblinge anzufeuern. Einer war diesbezüglich ganz besonders begeistert, nämlich Obmann Helmut Klösch, der eine sehr positive Bilanz seiner Rallye ziehen konnte.

„Es war wieder eine sportlich hochstehende Rallye mit tollen Kämpfen an der Spitze, aber auch die Wirtschaft in unserer Region hat dadurch schöne Erfolge feiern können. Ein ganz besonderer Dank gilt dem Land Kärnten mit dem scheidenden Landeshauptmann Dr. Peter Kaiser und seinem Nachfolger Ing. Daniel Fellner, dann natürlich der Stadtgemeinde Wolfsberg mit Bürgermeister Alexander Radl sowie Günther Vallant (Bürgermeister der Marktgemeinde Frantschach-St. Gertraud), Maria Knauder (Bürgermeisterin der Stadtgemeinde St. Andrä), Stefan Salzmannn (Bürgermeister der Marktgemeinde St. Paul im Lavanttal) und Dieter Dohr

(Bürgermeister der Stadtgemeinde Bad St. Leonhard). Großer Dank geht an alle Sponsoren ob groß oder klein, ohne ihre Unterstützung wäre die Durchführung einer solchen Rallye unmöglich. Der Dank geht weiter an die Vertreter der Behörden, der Rettung, den Feuerwehren, der Polizei aber auch den Vertretern der Presse für die umfangreiche Berichterstattung sei besonders gedankt. Der größte Dank gilt aber den Aktiven und den Teams für ihr Engagement, den vielen Rallyefans sowie unserer eigenen Organisations- und Funktionärsmannschaft, die mit ihrem Einsatz wieder zu hundert Prozent hinter der Rallye gestanden ist.“

Zum sportlichen Verlauf

Es war die Rallye der Turbulenzen, der Wendungen und letztendlich auch der vielen Ausfälle, die heuer in Wolfsberg ablief. Allein von den Toppiloten in Rally2-Boliden kamen von ursprünglich zwölf nur fünf ins Ziel. Dass einer davon Michael Lengauer war, ebnete Simon Wagner den Weg zu seinem vierten Sieg im Lavanttal seit seinem ersten im Jahr 2022 und wohl auch den Weg zu seinem sechsten Staatsmeistertitel in Folge. Denn an diesem zweifelt nach drei Saisonsiegen in ebenso vielen Saisonläufen wohl nicht einmal mehr der oberösterreichische Rallye-Star selber.

Bis es so weit war, musste viel passieren. So fing sich Simon Wagner am ersten Tag zwei Reifenschäden ein, so platzte Michael Lengauer auf einem Highspeed-Abschnitt erst der Reifen, an anderer Stelle knallte er am nächsten Tag in einen Baum, so verabschiedeten sich unter vielen anderen auch noch der schnelle Pole Jaroslaw Koltun, der Oberösterreicher Philipp Kreisel, der Niederösterreicher Daniel Mayer, die Kärntner Lokalmatadore Andreas Mörtl, Thomas Klösch, Kurt Jabornig, Michael Penz, Gerd Koschier oder Rene Thiede ebenso vorzeitig von der Rallye wie die oberösterreichischen Historíc-Piloten Patrik Gaubinger und Horst Stürmer.

Was übrig blieb, war trotzdem ungemein spannend: nämlich ein beinharter Zweikampf um den Sieg zwischen Simon Wagner und Hermann Neubauer, bei dem Wagner wieder einmal seine sich im Laufe der erfolgreichen Jahre angeeignete innere Ruhe zugutekam.

Zum anderen gab es hinter dem Zweitplatzierten Hermann Neubauer ein wildes Gefecht um den dritten Podestplatz, das sich ausschließlich aus einem ORM-2-Quartett bildete und das am Ende den von vielen Experten als Toptalent bezeichneten 21-jährigen Kärntner Maximilian Lichtenegger als Drittplatzierten in der Gesamtwertung hervorbrachte.

Die Stimmen der Podestpiloten:

Sieger Simon Wagner (Hyundai i20N Rally2): „Das war ein körperlich schwer erkämpfter Sieg. Die Duelle mit Hermann und Lengi waren sehr cool. Ich hoffe, dass es so weitergeht und freue mich schon aufs Murtal. Die Waldprüfungen hier waren unglaublich schön und sehr schwierig. Das sieht man auch daran, wie viele Teilnehmer ausgeschieden sind. Vom neuerlichen Meistertitel will ich noch nichts wissen, es ist erst Halbzeit, und es gibt ein Streichresultat. Da kann noch einiges passieren.“

Zweiter Hermann Neubauer (Toyota GR Yaris Rally2): „Es ist jetzt doch schon acht Monate5 her, dass ich meine letzte Asphalt-Rallye gefahren bin. Dafür bin ich echt zufrieden, wie es hier gelaufen ist. Ich hatte gestern ein bisschen Anlaufschwierigkeiten, aber mit dem heutigen Tag bin ich richtig, richtig happy. Es hat wirklich Spaß gemacht, und ich habe mich im Toyota sehr wohl gefühlt. Gratulation an Simon. Für Lengi tut’s mir wirklich leid, aber wenn man schnell fährt, kann das eben passieren.“

Dritter Maximilian Lichtenegger (Renault Clio Rally3): „Natürlich kann man nicht damit rechnen, dass so viele Rally2-Autos ausfallen und man dann plötzlich mit einem Rally3-Auto auf dem dritten Platz steht. Aber ich nehm’s trotzdem gerne an, und das ist ein absolutes Highlight für uns. Danke an unser Team, danke an die vielen Fans. Dass ich mit diesem dritten Platz den Status eines Prioritätsfahrers erhalte, ist natürlich ein absoluter Vorteil bei internationalen Rennen.“

Maximilian Lichtenegger gewann mit seinem dritten Platz in der Gesamtwertung natürlich auch die Wertung in der ORM 2. Hinter ihm komplettierten die beiden Steirer Günther Knobloch und Roland Stengg (beide Renault Clio Rally3) das Podest und belegte Christoph Zellhofer (Suzuki Swift ZMX) den vierten Platz.

Alles im Griff hatte in der TEC7 ORM 3 der Oberösterreicher Marcel Neulinger (Lancia Ypsilon Rally4). Von 14 Sonderprüfungen gewann der Titelverteidiger 12. Im Endklassement hatte er dann 2:16 Minuten Vorsprung auf Lukas Dirnberger (Peugeot 208 Rally4) und gar 3:10 Minuten auf seinen Bruder Nico Neulinger (Lancia Ypsilon Rally4).

Damit gewann Marcel Neulinger auch die RP-TOOLS Junioren-Staatsmeisterschaft vor Lukas Dirnberger und dem Kärntner Thomas Traußnig (Peugeot 208 Rally4).

In der TEC7 HRM feierte der Wiener Karl Wagner im Porsche 911 einen überlegen en Sieg vor dem Tiroler Alois Nothdurfter und dem Italiener Rino Muradore (beide Ford Sierra Cosworth).

In der TEC7 ORM Trophy (Fahrer über 50 Jahre) gewann der Deutsche Hermann Gassner (Hyundai i20) vor Karl Wagner.

Den Sieg in der Austrian Rallye Challenge (ARC) holte Gerulf Schuller (Mitsubishi Lancer Evo VI) vor Johann Georg Lindner (Ford Escort) und Christian Rosner (Porsche 911).

Und den Sieg im Internationalen Mitropa Rallye Cup sicherte sich Roland Stengg (Renault Clio Rally3) vor den beiden Deutschen Manuel Kößler und Hermann Gassner (beide Hyundai i20).

Lavanttal Rallye 2026, Endstand nach 14 Sonderprüfungen

Punktestände in der TEC7 Rallye-Staatsmeisterschaft 2026:

ORM: 1. Simon Wagner 101 Punkte, 2. Michael Lengauer 54, 3. Hermann Neubauer 46.

ORM 2: 1. Günther Knobloch 79 Punkte, 2. Christoph Zellhofer 67, 3. Maximilian Lichtenegger 53, 4. Roland Stengg 45.

ORM 3: 1. Marcel Neulinger 101 Punkte, 2. Lukas Dirnberger 71, 3. Nico Neulinger 63, 4. Thomas Traußnig 56, 5. Raphael Dirnberger 55.

ORM Junior: 1. Marcel Neulinger 101 Punkte, 2, Lukas Dirnberger 75, 3 Thomas Traußnig 66.

Nächster TEC7-ORM-Lauf: 12./13. Juni 2026 Murtal-Rallye in Fohnsdorf (ST)

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