ARC, Herbstrallye: Bericht Friedl | 30.10.2026
„Wie in alten Zeiten“
Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 – Motorclub Leobersdorf haben mit dem AUTOFUN Ford Fiesta Proto die Rallye mit Erinnerungen aus der Vergangenheit zum Spaßfaktor werden lassen.
Die HERBST-Rallye im Waldviertel Raum Dobersberg / Waidhofen an der Thaya war wieder ein Highlight. Sie wurde Großteils auf Asphalt gefahren und ist das Saisonfinale der ARC -Austrian Rallye Challenge. Rekordverdächtig waren die 119 Nennungen aus 5 Nationen.
Diese Rallye ist die Nachfolgeveranstaltung der aus den 90erJahren bekannten SEMPERITRallye, die damals mit ähnlich vielen Startern neben der ÖM sogar zur EM zählte.
Eugen war schon damals mehrere Jahre hindurch mit einem VW Golf GTI Gr. A dabei und hatte großartige Erfolge gefeiert.
Schon damals, vor zirka 30 Jahren, gab es bekannte Sonderprüfungs-Namen wie Pfaffenschlag, Niederedlitz, Hohenwarth, die auch heuer wieder in sehr ähnlicher oder sogar identer Form gefahren wurden. Später wurde die Rallye lange Jahre schlichtweg WALDVIERTEL-Rallye genannt und Eugen war auch zwischen 2007 und 2012 immer mit einem Mitsubishi Evo am Start. Obwohl er nicht aus Niederösterreich stammt, ist diese Rallye fast schon wie eine Heimrallye für Ihn.
Die Ausgangslage für Eugen und Helmut war, dass ein 2. Platz in der ARCP Jahreswertung noch möglich wäre, aber mehr theoretisch als praktisch, denn die direkte Konkurrenz war übermächtig und da müsste schon einiges Unerwartetes passieren.
In der Nacht vor dem Rallyetag hatte es stark geregnet, sodass am frühen Morgen des Rallyetages bei noch feuchten Streckenbedingungen die Reifenwahl keine leichte Entscheidung war. Trotz sehr weicher Reifen war es „slippy“, aber mit der mangelnden Reifenhaftung hatten offensichtlich viele Teams zu kämpfen. Der weitere Tag zeigte sich größtenteils mit freundlichem Herbstwetter, sodass tausende Zuschauer die Rallye miterleben wollten.
Eugen und Helmut waren im Rahmen ihrer Erwartungen gut unterwegs und es herrschte eine tolle Stimmung im Auto. Auf den wenigen Schotterabschnitten war es immer wieder erstaunlich, wie gut ein Slick am Schotter doch noch „Grip“ hat!
Auf der letzten Sonderprüfung bei Dunkelheit gab es in einem Schotterabschnitt noch einen „big moment“: In einer unübersichtlichen tückischen „links 3 minus“-Kurve wurde zu forciert gefahren, sodass fast ein Abflug in den Wald passiert wäre. Mit Routine konnte die heikle Situation gemeistert werden und beide waren froh das Ziel erreicht zu haben.
Die würdevolle Siegerehrung im Stadtsaal von Waidhofen ließ einige Erinnerungen aus den 90er-Jahren bei Eugen aufkommen.
Das Einzige, was nicht „wie in alten Zeiten“ war ist, dass im Gesamtergebnis nur ein Platz im Mittelfeld erreicht wurde und nicht wie vor Jahrzehnten regelmäßig in den Top 20.
Einerseits zählt Eugen bereits zu den Senioren, anderseits ist die Konkurrenz im Vergleich zu früher auch im Mittelfeld wesentlich stärker geworden. Das Wichtigste ist und bleibt aber, Spaß zu haben und niemanden mehr etwas beweisen zu müssen.
Fazit: Der 3. Gesamtplatz in der ARCP-Klasse Jahreswertung konnte leider nicht gehalten werden, was aber auf Grund der sehr starken Konkurrenz ohnehin nicht realistisch schien.
Ein großes Dankeschön für das heurige Jahr an die Sponsoren, vor allem die Firma AUTOFUN – KFZ Teile für alle Automarken-, weiters an meinen immer motivierten Freund und Co-Piloten Helmut Aigner und an die engagierte Servicecrew von RACE RENT AUSTRIA unter der Leitung von Wolfgang Schmollngruber. Der FORD Fiesta Proto war robust und sehr zuverlässig und hat heuer fast immer die Zielrampe gesehen. Alle haben einen tollen „Job“ gemacht!
Der vorliegende Teambericht wurde im Rahmen des ARC-Presseservice im Zuge der Kooperation von Austrian Rallye Challenge und motorline.cc veröffentlicht.


















