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WRC: Hintergrund
Foto: Toyota Racing

So schaffte Solberg die Wende im Titelfight

Mit Köpfchen und Speed schaffte Oliver Solberg in Chile die Wende im WM-Kampf - Ein Reifenschaden bremst Elfyn Evans kurz vor Schluss empfindlich ein

Obwohl Oliver Solberg vor seiner Südamerika-Reise mit 45 Punkten Rückstand ein Eingreifen in den WRC-Titelkampf noch für schier unmöglich hielt, hat sich die Lage grundlegend gewandelt. Dank einer makellosen Leistung und dem Triumph bei der Rallye Chile hat sich der Schwede eindrucksvoll zurückgemeldet und mischt wieder voll im Kampf um die Weltmeisterschaft mit.

Chile könnte sich noch als einer der entscheidenden Wendepunkte in einer Titelschlacht erweisen, die in diesem Jahr schon reichlich Wendungen parat hatte. Doch genau das macht die Faszination der WRC aus: Unberechenbarkeit hinter buchstäblich jeder Ecke.

Vor der vorletzten Wertungsprüfung befand sich Solberg bereits auf sicherem Kurs in Richtung Sieg. In der Meisterschaft schien derweil Spitzenreiter Elfyn Evans kurz davor zu sein, einen gewaltigen Schritt in Richtung seines ersten WRC-Titels zu machen - ehe sich dieses Szenario im Bruchteil einer Sekunde in Luft auflöste.

Solberg jetzt mitten im Titelkampf

Auf Rang zwei liegend und an der Spitze der Wertung für den Super-Sunday hatte Evans alle Trümpfe in der Hand, um seinen Vorsprung auf den formstarken Toyota-Teamkollegen Sami Pajari zwei Läufe vor Saisonende von 20 auf bis zu 35 Punkte auszubauen. Doch nach einem frustrierenden Reifenschaden auf der vorletzten Prüfung schrumpfte der Vorsprung auf 17 Zähler zusammen. Der Titelkampf ist wieder völlig offen, zumal Chile-Sieger Solberg seinen Rückstand mehr als halbiert hat.

"Ich wusste, dass es schwierig werden würde, aber als ich nach Südamerika kam, war der Plan, beide Läufe [in Paraguay und Chile] zu gewinnen", so Solberg nach seinem dritten WRC-Laufsieg. "Ich denke, in Paraguay hatten wir die Chance dazu, aber hier hat einfach alles gepasst und wir konnten viele Punkte mitnehmen, was extrem wichtig war. Die anderen hatten kein ganz so starkes Wochenende und ein bisschen Pech. Manchmal braucht man das einfach, und ich hatte mein Pech schon. Jetzt bin ich nicht mehr weit weg, und das ist ein gutes Gefühl."

Solbergs Beifahrer Elliott Edmondson brachte den Umschwung auf den Punkt: "Mit noch zwei verbleibenden Läufen in der Meisterschaft hat das die Sache definitiv noch einmal richtig angeheizt. Wir lagen etwas zurück, aber jetzt haben wir das Blatt gewendet. Ich denke, wir sind definitiv im Rennen."

Abgesehen von der sich ständig verändernden Situation in der Gesamtwertung hatte sich Solbergs lang ersehnter zweiter Saisonsieg nach dem furiosen Auftakterfolg bei der Rallye Monte-Carlo bereits angekündigt: In Finnland erwischte er unglücklicherweise den stärksten Regen, während ihn in Paraguay in Führung liegend ein defekter Anlasser einbremste.

An der reinen Grundschnelligkeit des Schweden gab es in der Saison 2026 ohnehin nie Zweifel. Das unterstreicht ein Blick in die Statistik: Mit 58 Wertungsprüfung-Bestzeiten führt er diese Wertung souverän an - zehn mehr als sein schärfster Verfolger Sebastien Ogier.

Solberg setzt schmerzhafte Lektionen in die Tat um

Bislang gelang es Solberg jedoch oft nicht, diesen Speed auch in zählbare Ergebnisse umzumünzen - die Unfälle in Kroatien, auf den Kanaren, in Japan und Griechenland aus jeweils aussichtsreicher Position sprachen Bände. Die richtige Balance zwischen vollem Angriff und kalkulierter Zurückhaltung zu finden, war die letzte verbliebene Baustelle in seinem fahrerischen Repertoire.

Diese Tendenz hat er in der zweiten Saisonhälfte jedoch erfolgreich korrigiert und sich, wie er selbst sagt, "neu aufgebaut". Die Zahlen sprechen für sich: Seit Griechenland hat Solberg mit 106 Zählern mehr Punkte geholt als jeder andere Fahrer - Pajari folgt mit 97, während Evans auf 68 Punkte kommt.

"Ich weiß, dass ich Rallyes gewinnen kann, und ich habe oft bewiesen, dass ich ganz vorne mitfahren kann", erklärte Solberg bereits in Estland. Dort begann seine Serie, die neben zwei zweiten Plätzen auch 28 von 30 möglichen Super-Sunday-Punkten umfasste. "Aber ich denke, es ist auch extrem wichtig, genau diese Balance zu finden, wenn man um eine Meisterschaft kämpft."

Der Lohn für harte Arbeit

Solbergs Triumph in Chile mag nicht von der absoluten Dominanz geprägt gewesen sein, die er bei seinen vorherigen Erfolgen in Monte-Carlo und Estland an den Tag gelegt hatte, doch in vielerlei Hinsicht war der Auftritt am vergangenen Wochenende womöglich seine bislang reifste Leistung. Er bewies, dass der 24-Jährige gelernt hat, eine Rallye unter enormem Druck der Konkurrenz zu kontrollieren.

Ein Spaziergang war dieser Erfolg keineswegs. Auf dem Papier führte der Schwede zwar 15 der 16 Wertungsprüfungen an, doch das spiegelt den tatsächlichen Verlauf nur unzureichend wider. Das Fundament für den Sieg wurde am Freitag gelegt, als Regen in der Nacht den Spitzenreitern in der Startreihenfolge - darunter Evans, Pajari und Solberg - unerwartet in die Karten spielte, die eigentlich den massiven Nachteil des "Straßenkehrers" gefürchtet hatten.

Solberg und Evans nutzten die schlammigen und rutschigen Bedingungen optimal, um sich am Freitagmorgen früh vom Verfolgerfeld abzusetzen. Pajari hingegen tat sich schwer, den Vorteil seiner Ausgangslage in zählbare Zeiten umzumünzen.

Der Weg Richtung Spitze

Der Finne galt zuletzt als die WRC-Sensation schlechthin: Nach mehreren Podestplätzen krönte er sich zum ersten Fahrer der Geschichte, der seine ersten drei WRC-Siege in Serie holte. Doch im Nassen fand Pajari keinen Rhythmus, und dieses Problem sollte sich durchziehen - der Toyota-Pilot konnte das Defizit an Grundspeed weder im Nassen noch im Trockenen genau lokalisieren.

Toyotas zweiter Youngster, Solberg, schnappte sich die Bestzeit auf der Auftaktprüfung, ehe Evans nach einem Sieg auf WP 2 um 0,4 Sekunden an ihm vorbeizog. Dennoch war es Solberg, der mit 2,3 Sekunden Vorsprung auf Evans in den Mittagsservice rollte. Bis zum Ende des Freitags baute er dieses Polster auf 10,1 Sekunden aus, während Hyundais Adrien Fourmaux mit 1,7 Sekunden Vorsprung auf Ogier Rang drei belegte.

Vor den trockenen Samstagsprüfungen hatten die Teams vor allem Angst vor Reifenschäden, doch die Spitzengruppe überstand die sechs Prüfungen weitgehend ungeschoren. Den Rallye1-Crews kam dabei zugute, dass ihnen vom Automobil-Weltverband FIA ein zusätzliches Kontingent von acht Reifen sowie eine Reifenwechselzone zugestanden wurde, um während der Schleife zwei frische Pneus aufzuziehen und so das Risiko von Reifenschäden zu minimieren.

Der Reifen ein Faktor

"Der Samstag ist eine völlig andere Art von Rallye, und es ist wichtig, schlau vorzugehen", sagte Solberg. "Ich habe versucht, heute mit dem Auto ein bisschen darüber zu lernen. Der heutige Tag war wichtig, um für morgen gerüstet zu sein. Das wird der wichtigste Tag."

"Der Abstand ist nicht riesig, aber es ist gut, einen Puffer zu haben. Wenn es für die Reifen hart wird, müssen wir nicht das allerletzte Risiko gehen. Aber es kann jedem etwas passieren, vor allem, wenn es heiß und trocken wird. Bei den Reifen, die wir haben, weiß man nie."

"Es ist noch ein weiter Weg, und wir erwarten, dass morgen [am Samstag] viel passieren wird. Die Reifen werden deutlich mehr leiden. Wir könnten da einige Probleme sehen, und hoffentlich halten wir uns aus dem Ärger heraus", warnte Ogier.

M-Sport-Ford-Pilot Josh McErlean, der das Event nach einem Mauerkontakt am Sonntag auf Rang sieben beenden sollte, fügte an: "Die Charakteristik der Straßen ist komplett anders. Die Prüfungen sind extrem lang und fordernd, und der Reifenverschleiß wird entscheidend sein. Wenn morgen jeder sauber durchkommt, wäre ich überrascht."

Kleine Fehler mit massiven Folgen

Die ganz große Reifenschaden-Lotterie blieb am Samstag zwar aus - einzig McErlean erwischte es -, doch die chilenischen Prüfungen zeigten dennoch ihre Zähne. Thierry Neuville von Hyundai wusste bereits aus dem Jahr 2019, wie brutal der chilenische Schotter sein kann, als er dort einen schweren Unfall überstand.

Sieben Jahre später überschlug sich Neuvilles i20 N erneut mehrfach, nachdem er eine Highspeed-Passage auf WP7 (Pelun) minimal falsch eingeschätzt hatte. Glücklicherweise blieben der Belgier und sein Beifahrer Martijn Wydaeghe unverletzt, doch die Rallye war damit beendet.

"Im Grunde genommen bin ich etwas zu schnell in eine Kompression gefahren, wurde von der Linie geworfen und wir haben uns überschlagen", erklärte Neuville, der zu diesem Zeitpunkt auf Rang sechs lag. "Zum Glück geht es Martijn und mir gut. Wir haben heute Morgen versucht zu attackieren, um ein paar Plätze gutzumachen - das war unser Ziel und wir hatten nichts zu verlieren. Wir haben es versucht, waren aber offensichtlich ein bisschen zu schnell."

Katsuta weiter mit Pech

Wenig später wurde auch M-Sport-Ford-Fahrer Jon Armstrong für einen kleinen Fehler auf der achten Prüfung (Lota) bestraft. Der Nordire hatte sich eine saubere Rallye gewünscht, doch ein etwas zu optimistischer Aufschrieb führte dazu, dass sein Ford Puma auf die Seite kippte und die Segel streichen musste.

"Das Auto untersteuerte, wir kamen nach außen, trafen eine Böschung und rollten auf die Seite", so ein sichtlich niedergeschlagener Armstrong. "Ich weiß langsam nicht mehr, was ich tun soll, denn ich versuche vorsichtig zu sein, und trotzdem treten Probleme auf. Es ist im Moment extrem schwierig."

Diese beiden Unfälle folgten auf das Aus von Toyota-Pilot Takamoto Katsuta, der bereits auf der ersten Wertungsprüfung die Segel streichen musste - das zweite Mal in Folge. Diesmal saß James Fulton auf dem Beifahrersitz, der den etatmäßigen Co-Piloten Aaron Johnston vertrat, nachdem dieser sich bei einem Überschlag in Paraguay das Schlüsselbein gebrochen hatte. Sechs Kilometer nach dem Start der Prüfung Turquia kletterte das Duo bereits aus dem gestrandeten GR Yaris, nachdem Katsuta im Schlamm die Kontrolle über das Heck verloren hatte.

"Leider war eine der Kurven, eine Art Bergabpassage, ziemlich schlammig, und ich konnte einfach nicht genug verlangsamen", schilderte Katsuta. "Eigentlich war das Tempo gar nicht besonders hoch, aber wir sind außen rausgerutscht, gegen die Böschung geprallt und steckengeblieben. Das ist sehr hart und unglücklich. Ich mache gerade eine schwierige Phase durch, das ist nicht einfach. Ich werde versuchen, mich zu fokussieren und stärker zurückzukommen."

Solberg kontrolliert packenden Vierkampf

An der Spitze blieb das Tempo derweil mörderisch: Solberg und Evans fuhren über die gesamte Schleife am Samstagmorgen exakt die gleiche Gesamtzeit, womit Solberg seinen Vorsprung von 10,1 Sekunden vom Freitag verteidigte. Über eine Distanz von 69,6 Kilometern lagen die ersten Vier im Klassement unfassbare 0,3 Sekunden auseinander.

Dahinter tobte der Kampf um Rang drei: Fourmaux und Ogier wechselten im Tagesverlauf gleich dreimal die Positionen. Ein Reifenpoker mit weichen Gummis zahlte sich für Fourmaux am Vormittag aus, doch am Nachmittag konnte er dieses Kunststück nicht wiederholen.

Mit einer Bestzeit auf WP 9 baute Solberg seinen Vorsprung auf Evans auf 19,1 Sekunden aus, während dieser sich gegen den heranstürmenden Ogier zur Wehr setzen musste. Vier Bestzeiten auf sechs Prüfungen spielten Ogier in die Karten und setzten Evans gehörig unter Druck: Bis zum Ende des Samstags war der Abstand zwischen den beiden auf 1,3 Sekunden geschrumpft. Fourmaux ging mit 13,7 Sekunden Rückstand auf die Spitze und 10,7 Sekunden auf den drittplatzierten Ogier in die verbleibenden vier Sonntagsprüfungen.

Obwohl sein Vorsprung angesichts der winzigen Zeitabstände an der Spitze komfortabel wirken mochte, hielt sich Solberg zurück - und das, obwohl er am Super-Sunday eigentlich als Punktesammler der WRC gilt.

"Sonntags mache ich eigentlich immer mein eigenes Ding, aber jetzt ist es eben eine andere Ausgangslage in der Rallye. Ich denke, es ist möglich [alle zehn Punkte zu holen], aber ich werde dafür nicht über das Limit gehen", stellte Solberg klar. "Ich glaube nicht, dass das morgen irgendjemand tun wird, denn es wird extrem knifflig. Warten wir ab. Die erste Prüfung morgen wird die entscheidende sein."

Teurer Nackenschlag für Evans

Solberg sollte Recht behalten: Die finalen vier Wertungsprüfungen am Sonntag erwiesen sich als tückisch und setzten den Hankook-Reifen massiv zu. Fourmaux fing sich auf der neuen Mammutprüfung Carampangue (WP 13) einen Reifenschaden ein, gefolgt von einem weiteren auf der darauffolgenden Prüfung BioBio.

Solberg hatte seinerseits Glück im Unglück: Sein Reifenschaden ereignete sich erst kurz vor dem Ende der BioBio-Prüfung und unmittelbar vor der Reifenwechselzone, was einen größeren Zeitverlust verhinderte.

Ganz vorne setzte Evans mit der Bestzeit auf WP 13 zunächst die Akzente: Er übernahm die Führung in der Wertung des Super-Sunday, fuhr 5,4 Sekunden auf den heranstürmenden Ogier heraus und verkürzte den Rückstand auf Spitzenreiter Solberg auf 13,2 Sekunden.

Der Reifenschaden von Evans

Doch beim zweiten Durchgang der Carampangue-Prüfung folgte der herbe Rückschlag für Evans' Titelambitionen: Ein Reifenschaden zwang den Waliser zum Radwechsel auf offener Strecke, was den Toyota-Piloten von Rang zwei auf fünf zurückwarf.

"Bis dahin lief heute alles bestens und genau nach Plan. Ich habe mich im Auto wohlgefühlt, und dann habe ich aus dem Nichts gespürt, wie vorne links etwas nachließ", berichtete Evans, der sich letztlich hinter Pajari mit Rang fünf im Gesamtklassement begnügen musste und immerhin noch vier Punkte auf der Powerstage rettete.

"Normalerweise haben wir das TPMS [Reifendruckkontrollsystem], aber in dieser Kurve hat es ausgerechnet das Ersatzrad erfasst. Wir bekamen keine Warnung, und dann gab es kurz Zweifel, aber es war ganz klar wieder ein Plattfuß - und ich habe keine Ahnung, wo das passiert ist."

Einer hat Pech, der andere Glück

"Es fühlt sich im Moment ziemlich bitter an. Andere hatten auch Reifenschäden, aber an glücklicheren Stellen, nur einen Kilometer vor dem Ende der zweiten Prüfung, sodass der Zeitverlust minimal blieb. So läuft es eben manchmal. Heute sah es eigentlich ganz gut aus, aber manchmal meint es das Glück nicht gut mit einem. Wir sind immer noch in einer ordentlichen Position und werden weiterkämpfen."

Auch wenn man natürlich nicht vom Pech des Teamkollegen profitieren möchte, bescherte das Reifendrama Pajari einen unverhofften Punktegewinn - nachdem er nach einem ungewohnt blassen Auftritt eigentlich Boden im Titelkampf zu verlieren drohte.

"Das war eine schwierige Rallye für uns. Es war nicht das Resultat, das wir uns erhofft hatten, und die Pace war nicht da, wo wir sie haben wollten", räumte Pajari ein. "Aber heute haben wir versucht, das Maximum herauszuholen, und konnten ein paar wichtige Punkte gutmachen. Am Ende haben wir nichts verloren, weil Elfyn heute Pech hatte. Der Kampf um die Meisterschaft wird richtig interessant, weil Oliver hier einen starken Job gemacht und viele Punkte geholt hat."

Solberg kann um Siege kämpfen

Für Solberg ging die Rechnung voll auf: Kontrolliertes Reifenmanagement am Nachmittag verschaffte ihm die perfekte Ausgangslage, um auf der abschließenden Powerstage in gewohnter Manier zu glänzen und Chile mit dem Gesamtsieg sowie satten 34 Punkten im Gepäck zu verlassen. Es war zugleich die Krönung für Toyota, da die japanische Marke mit ihrem zehnten Herstellertitel in der WRC den Rekord egalisierte.

"In den vergangenen Rallyes hatte ich immer das Gefühl, um Siege kämpfen zu können, aber kleine Unachtsamkeiten und Pech haben das verhindert. Doch diesmal lief einfach alles glatt - mit dem Auto, mit mir selbst, mit allem. Ich konnte mich voll auf meine Aufgabe konzentrieren und einfach fahren", strahlte Solberg, der das Ziel mit 16,6 Sekunden Vorsprung auf Ogier erreichte.

"Es war ein unglaubliches Wochenende. Von Anfang bis Ende war ich mit der Konstanz und dem Gefühl dafür zufrieden, wann man pushen muss und wann nicht. Es war kein einfaches Wochenende, aber ein absolut fantastisches."

Der Herstellertitel

Im Duell der Franzosen behielt der aktuelle Weltmeister Ogier die Oberhand über Fourmaux - und stellte damit einen weiteren Meilenstein auf: Es war Ogiers 120. WRC-Podium, womit er mit Rekordhalter Sebastien Loeb gleichzog.

Darüber hinaus war Ogier im Laufe seiner Karriere bei Citroen, Volkswagen, M-Sport-Ford und Toyota an beeindruckenden 13 Titeln in der Herstellerwertung beteiligt.

"Glückwunsch an das gesamte Toyota-Team: Wir sind wieder gemeinsam Weltmeister!", jubelte Ogier. "Chapeau an alle im Werk und jedes einzelne Teammitglied, denn so viele Jahre hintereinander zu gewinnen, ist eine ganz besondere Leistung und niemals ein Selbstläufer. Niemand im Team nimmt irgendetwas als selbstverständlich hin, und wir versuchen uns ständig zu verbessern. Das ist genau die Mentalität, die ich in meiner Karriere immer verfolgt habe, und es hat riesigen Spaß gemacht, dieses Auto zu fahren."

"Nach dem Zeitverlust auf der ersten Prüfung war es an diesem Wochenende ein harter Kampf, um uns wieder nach vorne zu arbeiten. Für den Sieg hat es nicht ganz gereicht - Gratulation an Oliver und Elliott, die einen fantastischen Job gemacht haben -, aber es ist trotzdem ein Podestplatz, und wir haben allen Grund zur Freude."

Für Fourmaux geht das Warten auf den ersten WRC-Sieg derweil weiter, doch mit jedem Lauf klopft er lauter an die Tür des Siegerkreises.

Ehrlich gesagt haben wir an diesem Wochenende nichts zu bereuen", bilanzierte Fourmaux nach seinem vierten Podium der Saison. "Wir haben alles versucht, um das Reifenpaket optimal zu nutzen. Es hat sich nicht ganz ausgezahlt, was schade ist, denn ich hatte das Gefühl, auf den Prüfungen noch deutlich mehr pushen zu können - aber die Reifen gaben es einfach nicht her."

"Der Freitag war der Knackpunkt, und die erste Prüfung hat für das gesamte Wochenende den Ton angegeben. Es war ein Dreitageskampf, und es hat fantastisch viel Spaß gemacht, dieses Auto zu fahren."

(Motorsport-total)

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