Jännerrallye: Bericht ZM Racing | 04.01.2026
ZM-Racing bringt alle Teams ins Ziel
Den Aktiven und der Technik-Crew gelingen Platzierungen unter den Top-20 - Max Zellhofer als Teamchef und Einsatzleiter ist mit dem Resultat zufrieden
Mit einem Mammutaufgebot von sechs Mannschaften trat das Team von ZM-Racing zum Rallye-Saisonauftakt bei der LKW FRIENDS on the road Jännerrallye mit Start und Ziel im oberösterreichischen Freistadt vor den Vorhang.
Teamchef Max Zellhofer wartete schon bei der Pressekonferenz mit einer kleinen Sensation auf. In Zusammenarbeit mit dem WM-Team von M-Sport gelang es, den estischen Spitzenpiloten Romet Jürgenson mit Beifahrer Siim Oja auf einem Ford Fiesta Rally2 für einen Start in Österreich zu gewinnen, ähnlich wie das im Jahr 2023 mit dem französischen Sieger Adrien Formaux schon einmal gelungen ist. Um es gleich vorwegzunehmen, für einen Sieg des Esten reichte es nicht. Er hatte ein paar Mal Pech und büßte so wertvolle Zeit ein, die ihm am Ende in der Gesamtwertung fehlte. Trotzdem ist ein fünfter Platz bei dieser Rallye unter sicherlich schwierigen Bedingungen aller Ehren wert und sollte dem 26-jährigen WRC-Piloten vor allem zukünftig bei Schneerallyes in der WM weiterhelfen.
Sein Pech lag gleich am Beginn der Rallye, als ein defekter Turboschlauch zu einem beträchtlichen Zeitverlust führte, dann ist eine Scheibe gebrochen, und es folgte ein Reifendefekt. Teamchef Max Zellhofer: „Seine Antwort war dann eine tolle Bestzeit auf der Sonderprüfung 7, aber der Zeitverlust war da schon zu groß, um sich wieder an die Spitze heranzuarbeiten.“
Sehr guter Vierter in der Gesamtwertung wurde der zweifache österreichische Staatsmeister Hermann Neubauer aus Salzburg mit Co-Pilotin Ursula Gassner auf einem Toyota GR Yaris Rally2. Neubauer: „Es waren durch den späten Schneefall doch etwas schwierige Bedingungen. Wir sind lange Zeit durch eine Gesamtbestzeit auf der Sonderprüfung 12 an dritter Stelle gelegen, mussten aber später den Norweger Mads Ostberg vorbeilassen, ohne größeres Risiko einzugehen. Sonst war die Rallye eine gute Werbung für unseren Sport, Ursula und ich hatten auch viel Spaß im Cockpit. Begeistert waren wir von der tollen Zuschauerkulisse.“
Knapp an den Top-ten vorbei schrammten als Gesamtelfte Kevin Raith mit Co-Pilotin Claudia Maier auf einem Ford Fiesta Rally2. „Wir hatten einen etwas mühevollen Start. Ich musste mich nach meinem Titel im Bergrennsport erst wieder daran gewöhnen, dass mir jemand einen Schrieb beim Fahren vorliest. Als dieses Problem gelöst war, ging es wesentlich besser, und wir konnten uns langsam, aber doch auch sicher bis fast unter die Top-ten vorarbeiten. Durch den Schneefall gab es auf der Strecke zum Teil tiefe Spuren, die nicht so mein Geschmack waren. Ansonst war es aber eine wirklich tolle Rallye. Wir waren zufrieden und haben die Atmosphäre sehr genossen.“
Auf Gesamtrang 14 endete die Rallye für Christoph Zellhofer und Beifahrerin Anna Maria Seidl auf einem SUZUKI Swift ZMX. Man hatte sich im Vorfeld vorgenommen, den Sieg in der ORM 2 herauszufahren, gesamt unter die Top-ten zu kommen und die Klasse 8 zu gewinnen. Christoph Zellhofer: „Dieses Vorhaben ist leider nicht ganz aufgegangen, lediglich haben wir die Protoklasse 8 gewonnen. Die übrigen Vorhaben sind durch viele Probleme vereitelt worden. So hatten wir einige Dreher, dann einen Scheibenbruch mit einem riesigen Loch. Dadurch haben wir auf der SP 7 fast nichts gesehen und viel Zeit verloren. Die schwierigste Situation hatten wir aber gegen Ende der Rallye, wo wir bei einem Ausritt in den Graben ein Verkehrszeichen berührt haben und nicht sofort auf die Straße zurückfahren konnten. Das führte auch zu einer Zeitstrafe von 30 Sekunden. Durch all diese Vorfälle haben wir unsere Ziele einfach nicht erreichen können. Wichtig war es aber, dass wir in der ORM 2 als Fünfte wenigstens einige Punkte mitgenommen haben.“
Ein großer Pechvogel war Lokalmatador Martin Fischerlehner mit Jürgen Heigl im Cockpit eines Ford Fiesta Rally2. Die beiden hatten einen blendenden Start, waren immer unter den Top-ten zu finden, leider führte aber ein Reifendefekt zu einem eklatanten Zeitverlust von etwas mehr als drei Minuten. Dieser Rückstand war viel zu groß, um ein besseres Ergebnis einzufahren. Trotzdem durften das Duo mit den gezeigten Leistungen durchaus zufrieden sein, konnte man sich am Schlusstag doch bis auf den 15. Platz vorarbeiten. Dabei hatte man einen gleichmäßigen Speed und konnte durchaus mit den Spitzenzeiten mithalten. Und einen Siegespokal gab es überdies trotzdem. Martin Fischerlehner gewann nämlich die ORM Trophy (für Fahrer über 50 Jahre), und das immerhin vor dem regierenden Meister, dem Deutschen Hermann Gassner.
Der sechste Mann im ZM-Racing Team war Ex-2WD-Staatsmeister Simon Seiberl mit Florian Haderer auf einem SZUZUKI Swift ZMX, der im Ziel auf dem 17. Platz zu finden war. Seiberl dazu: „Wir hatten wie viele andere auch mit einigen Zwischenfällen zu kämpfen. So konnten wir die Schwierigkeiten der Strecke nicht gleich meistern, zudem hatten wir Pech mit den Reifen. Dann haben wir wertvolle Zeit verloren, weil wir ihm Fahrzeug starken Benzingeruch verspürten, der zu heftigem Augenbrennen führte, so dass wir fast nichts mehr gesehen haben. Das kostete leider auch immer wieder viel Zeit, und so mussten wir uns mit dem 17. Platz in der Endwertung zufriedengeben.“
Das Endresümee zog Teamchef Max Zellhofer: „Wir wollten die Jännerrallye gewinnen, so ehrlich will ich sein. Daraus wurde nun leider nichts, aber wir haben immerhin alle sechs Autos ins Ziel gebracht. Dafür möchte ich ich unserer Mechaniker-Crew und allen Einsatzleitern Lob aussprechen sehr herzlich danken. Ein sehr schwieriger Saisonauftakt ist zu Ende gegangen. Wir freuen uns schon auf das Rebenland im März, wo wir noch besser abschneiden wollen.“
















