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ARC: Kärnten-Rallye

Günther Knobloch der Held des Vormittags

Quereinsteiger Günther Knobloch als Mann des Vormittags, musste nach zwei Bestzeiten mit defekt aufgeben. Es führt Kramer vor De Cecco.

Michael Noir Trawniczek
Foto: Ernst-Karl Koschutnig

„Zum Glück konnten wir ihm die Isle of Man ausreden“, lachte ERC Production Cup-Europameister Andi Aigner beim Frühstück am Samstagmorgen. Denn sein „Schützling“, der Motorradrennfahrer Günther Knobloch wollte eigentlich bei dem knallharten Lauf zur Tourist Trophy mitfahren, dem gefährlichsten Motorradrennen der Welt…

So setzte sich Günther Knobloch in den pechschwarzen Mitsubishi Lancer Evo IX und fuhr gestern, bei der Yiippi-Sprintrallye, seiner erst zweiten Rallye überhaupt, gleich einmal eine SP-Bestzeit. Bei der Jacques Lemans Kärnten-Rallye war Günther Knobloch der Mann des Vormittags. Am Morgen brannte er zwei Bestzeiten in den Asphalt (auf SP 2 zeitgleich mit Claudio de Cecco im Ford Fiesta RRC, der auf SP 1 nicht so recht auf Touren kam) und führte nach SP 2 mit einem Vorsprung von 4,4 Sekunden auf Lokalmatador Alfred Kramer, der die gestrige Sprintrallye bekanntlich gewonnen hat.

Viele Augenzeugen meinten, Knobloch fahre „auf der letzten Rille“ – so dachten wohl einige, dass der Steirer abflog, als er auf SP 3 nicht mehr am Zeitenmonitor auftauchte. Doch das stimmt nicht: Knobloch musste wegen eines technischen Defekts aufgeben – so übernahm Kramer die Führung, mit einem deutlichen Vorsprung von 20,4 Sekunden auf De Cecco. Reinhold Neulinger liegt mit 51 Sekunden Rückstand auf Platz drei und führt damit auch in der Austrian Rallye Trophy (ART) für modernere Fahrzeuge.

Bei den Historischen (HRP) führt Kurt Göttlicher im Ford Sierra Cosworth 18,5 Sekunden vor Ferdinand Mitterbacher im Opel Ascona B. Auf Platz drei liegt Gernot Zeiringer im Ford Escort RS2000.

In der ARC lag nach SP 3 Gerald Rigler im Mitsubishi Lancer Evo III in Führung, im Opel-Cup führte nach SP 3 Andreas Kainer knapp vor Christoph Leitgeb.

Am Nachmittag stehen noch vier Sonderprüfungen auf dem Programm – und bei dem unberechenbaren Wetter ist noch vieles möglich.

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