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ARC: Herbstrallye

Kalteis: Nebenjob statt Meistertitel

Es sollte der Gesamtsieg im OSK-Pokal der Klasse ORC2 werden; darum nahm Martin Kalteis im Rahmen der ARC an der Herbstrallye teil.

Fotos: privat

Die Aufgabenstellung war simpel: zügig ohne Dummheiten ins Ziel fahren, und die Sache wäre erledigt gewesen. Allerdings ist ein sicheres Ins-Ziel-Rollen nicht unbedingt das, was man als Rennfahrer gerne tut, schon gar nicht, wenn es darum geht, sich endlich mit ca. zehn anderen Mitsubishi-Kollegen direkt messen zu können. Dementsprechend lag schon vor dem Start ein gewisser Ehrgeiz in der Luft. Man wollte schließlich wissen, wo man im direkten Vergleich mit gleichwertigen Fahrzeugen zu finden war.

Angespornt durch die Konkurrenz platzierte man sich auf der ersten Sonderprüfung auf Platz 4, womit man angesichts der davor liegenden Evo 5, S2000 und WRCs durchaus zufrieden sein konnte, doch ganz kampflos wollte Martin Kalteis Platz 3 nicht aufgeben und beschloss, noch ein Scheiterl nachzulegen. Im Tiefflug pflügte das Duo über die ersten Kilometer der zweiten Sonderprüfung, bis in einem Waldstück ein Bremspunkt etwas zu optimistisch gewählt wurde und aus einem "Scheiterl nachlegen" etwas mehr wurde.

Frei nach Zitat von Juha Kankkunen ("Speed was okay, but corner was too tight") stellten sich unangemeldet drei Bäume in die Einflugschneise des Mitsubishis. Jene Bäume konnten aber in einer Rekordzeit von wenigen Zehntelsekunden gefällt werden. Bei der Zeit hätten selbst die Herren der Timbersportsmeisterschaft feuchte Augen bekommen. Der Mitsubishi, oder das was davon übrig geblieben war, nahm die Zweckentfremdung allerdings wenig positiv auf und parkte einige Meter später auf der anderen Seite der Straße selbstständig ein.

Die unverletzte Bordcrew musste nun nur noch ein im Motorraum ausgebrochenes Lagerfeuer mit Hilfe weiterer Mitsubishi-Kollegen, die freundlicherweise stehengeblieben waren, um mit ihren Feuerlöschern auszuhelfen, eindämmen. Den Meistertitel konnte man damit endgültig an den Baum hängen. Das neu geweckte Talent blieb hingegen nicht unentdeckt. Bereits zwei Tage später stellte sich die Firma Jansen Competition mit der Lieferung von nagelneuem Werkzeug (Bild oben) als Hauptsponsor für die neue Tätigkeit zur Verfügung. Dafür möchte sich das Rallyeteam sehr herzlich bedanken.

Fortsetzung folgt 2017.

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