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ARC: Herbstrallye Dobersberg

Herbstrallye: Zwei Race Rent Austria-Teams mit bisher bestem Ergebnis

Bei einer selektiven Herbstrallye Dobersberg kamen vier der fünf RRA-Teams ins Ziel. Michael Denk landete auf dem sensationellen vierten Gesamtrang, Rudolf Leitner belegte in seiner erst siebten Rallye Platz sieben. Und. Der RRA Dytko Fiesta Proto ist nun bereit für den ersten Renneinsatz.

Foto: Harald Illmer

Von den fünf im Bewerb der Herbstrallye Dobersberg gestarteten Teams - Alexander Baumgartner zog seinen Start zurück - kamen vier ins Ziel. Zwei Fahrer konnten ihr bislang bestes Resultat erzielen: Michael Denk auf Gesamtrang vier, Rudolf Leitner auf Gesamtrang sieben. Teamchef Wolfgang Schmollngruber freut sich: „Das ist natürlich großartig - gerade bei so einer schwierigen Rallye. da kann ich nur gratulieren!“ Zufrieden ist Schmollngruber auch mit dem Vorausautoeinsatz des RRA Dytko Fiesta Proto, den wie schon bei der Niederösterreich-Rallye wieder Michael Kogler als „Edeltestpilot“ pilotierte: „Wir haben fahrwerksmäßig wirklich gute Ergebnisse erzielen können. Zwar mussten wir vor dem Mittagsservice abstellen, da ein Kurbelwellensensor brach und ein Umbau zu aufwändig gewesen wäre - doch die davor erzielten Werte stimmen mich positiv und ich denke, dass wir nun dafür bereit sind, mit unserem Prototypen in den Bewerb zu gehen.“

Kogler/Krautsieder: „Proto top abgestimmt für Bewerb“

Michael Kogler und Copilotin Theresa Krautsieder pilotierten wie erwähnt wieder den neuen RRA Dytko Fiesta Proto als Vorausauto. Dass der Einsatz vorzeitig beendet werden musste, spielt für Michael keine Rolle: „Das war ein 50 Cent Bauteil, das hätte bei jedem Auto passieren können. Auf SP 4 ist auf einer langen Geraden der Motor ausgegangen.“

Wichtiger ist Michael Kogler, was bis dahin erreicht werden konnte: „Es war eine geniale Geschichte. Wolfgang Schmollngruber und sein Team haben alle Kinderkrankheiten beseitigt und ich habe ab der ersten Prüfung richtig cool rallyefahren können. Ich habe dann ein gutes Setup gefunden und mich richtig wohl gefühlt in dem Auto. Es ist sehr agil, sehr ‚leiwand‘ zu fahren. Das Auto ist jetzt top abgestimmt für einen Bewerb, es ist nun reif für Rennkilometer.“

Denk/Medinger: Gesamtplatz vier als bisheriges Highlight

Die große Sensation waren bei dieser Rallye mit Sicherheit Michael Denk und Peter Medinger mit ihrem großartigen vierten Gesamtrang und dem Sieg in der Klasse 9. Für Michael Denk war es sein bislang bestes Gesamtergebnis und die Fortsetzung jenes Aufwärtstrends, der sich bei ihm bereits durch die gesamte Saison zieht. Michael nickt: „Der Aufwärtstrend ist wirklich gut erkennbar, natürlich freut mich dieses Ergebnis extrem. Sicher hat es auch mit dem Spruch zu tun: ‚Übung macht den Meister!‘ Ich fuhr heuer fünf Rallyes und konnte alle bis zum Ende durchfahren.“

Beinahe wäre sich sogar Platz drei ausgegangen: „Wir haben mittags vorne neue Reifen montiert - da ging es nochmal dahin, da konnten wir viermal die drittschnellste SP-Zeit fahren. Da haben wir richtig ‚angedrückt‘. Am Ende fehlten uns nur mehr sechs Sekunden auf Platz drei.“

Einen großen Anteil an diesem geschichtsträchtigen Ergebnis trägt mit Sicherheit Copilot Peter Medinger: „Er hat super angesagt - gerade im Nebel und bei so rutschigen Bedingungen ist es umso wichtiger, dass man sich auf die Ansage verlassen kann.“

Lob gibt es auch für Race Rent Austria: „Das Auto war wieder ‚pippifein‘ - seit eineinhalb Saisonen fahre ich bei Wolfgang Schmollngruber und seinen Jungs und es gab noch nie ein Problem, da wird man wirklich perfekt betreut.“

Wie immer bei seiner letzten Saisonrallye gibt es einen „Kassasturz“, denn Michael Denk sammelt für die Cystische Fibrose-Forschung (www.cystischefibrose.info) - eigentlich hätte wieder Vernea Pohn kommen wollen, die mittlerweile zum echten Rallyefan mutierte. Michael: „Sie musste leider wegen eines Krankheitsfalls absagen, sie wurde bei der Scheckübergabe von einem Vertreter meines Sponsors, Klaus, vertreten.“ Istac Promotion hat das gesammelte Kilometergeld verdoppelt, sodass 1680 Euro an die Cystische Fibrose Hilfe gingen - eine noch unheilbare Krankheit, von der Kinder betroffen sind.

Wie es nach seinem besten Ergebnis nun weitergeht? Michael Denk sagt: „Ich glaube, dass ich mir im nächsten Jahr einige internationale Rallyes ansehen werde, als Fahrer. Ich glaube, dass man da noch sehr viel dazulernen kann...“

Leitner/Kiesenhofer: Nach Odysee kam Platz sieben

Rudolf Leitner kann es noch immer nicht fassen: „Ich hätte mir vielleicht ein paar Top 10-Zeiten erwartet, aber sicher keinen siebten Gesamtrang.“ Eine tolle Leistung - vor allem, wenn man bedenkt, dass Leitner in Dobersberg erst seine siebte Rallye fuhr. Dabei fuhren Leitner und sein Copilot Michael Kiesenhofer in ihrem Mitsubishi Carisma GT am Samstagnachmittag mit einem Handicap: „Bei uns ist auf SP6 und auf SP8 jeweils acht Kilometer vor dem Ziel die Bremse ausgefallen...“

Ganz besonders wichtig ist Rudolf Leitner diesmal: „Ich möchte mich bei meinen beiden Mechanikern, Dominik und David, ganz besonders bedanken, dann sie haben schon vor der Rallye Großartiges geleistet.“ Was Leitner beschreibt, ist eine wahre Odysee: „Wir haben am Donnerstag noch eine Probefahrt vorgenommen - da macht es plötzlich ‚Puff‘ und es hat das vordere Differenzial zerrissen. Jetzt galt es, ein neues Diff vom Race Rent Austria Team, das schon am Serviceplatz in Dobersberg war, abzuholen, andere Teile mussten aus Amstetten geholt werden. Meine Mechaniker haben bis zwei Uhr nachts geschraubt. Am Freitagmorgen schalte ich ein und sehe ein rotes Licht - der Seepdsensor musste ausgetauscht werden, während ich mit meinem Beifahrer besichtigen war. Wir konnten die Technische Abnahme in der sprichwörtlich letzten Minute abwickeln.“

Mit dermaßen vielen neuen Bauteilen im Auto wollte Rudolf Leitner dann den Wagen schonen: „Ich habe mir gedacht, dass es schon großartig wäre, wenn wir nur eine Sonderprüfung schaffen - allein für die Mechaniker, dass sie nicht umsonst 24 Stunden durchgeschraubt haben.“ Als dann auf SP1 alles heil blieb, konnte Leitner an seinem bislang besten Gesamtergebnis zu arbeiten beginnen. Am Ende jubelte er: „Das ist wirklich mega!“

Für Rudolf Leitner ist die Saison noch lange nicht zu Ende: „Wir sind bei der Niederösterreich-Rallye neben Niki Schelle gestanden und direkt hintereinander gestartet, sodass wir viel zum Plaudern kamen. Es hat sich eine Art Freundschaft entwickelt und Niki hat mich zu einer Sprintrallye, die er veranstaltet, eingeladen. Die ist eine Woche vor der Rallye W4, bei der wir natürlich auch an den Start gehen.“

Schoissengeier/Thauerböck & Hahn/Hahn: Unfreiwilliger Freundschaftsdienst

Die zweite Rallye von Daniel Schoissengeier - mit Andreas Thauerböck im Mitsubishi Colt CZT M1 - gestaltete sich äußerst kurz: „Auf der ersten Prüfung wechselte der Motor immer wieder ins Notprogramm, was wir jeweils mit Zündung aus- und wieder einschalten lösen konnten. Doch auf der zweiten Prüfung waren nur noch 20 Stundenkilometer möglich - womit die Rallye für uns beendet war.“

Einen Vorteil kann Daniel dennoch erkennen - denn dank seines Ausfalls konnte der befreundete Philip Hahn, der gemeinam mit Vater Leopold Hahn ebenfalls einen Mitsubishi Colt pilotierte, seine Rallye zuende fahren: „Bei Philip war die Hinterachse verbogen, die konnten wir am Nachmittag wechseln, sodass er die Rallye fertigfahren konnte.“ Das Duo Hahn/Hahn beendete die Rallye auf Platz 27.

Wann Daniel Schoissengeier seine dritte Rallye absolvieren wird, steht noch in den Sternen: „Am ehesten wird es die Mühlsteinrallye werden - eventuell fahren wir bei der Jännerrallye als Vorausauto.“

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