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ARC: Blaufränkischland-Rallye
Foto: Otto Lehr, www.motorsportfoto.at

Race Rent Austria bereit für die restliche Saison

Stefan Müller erlebte eine abenteuerliche Premiere im neuen Fiesta Proto. Race Rent Austria ist bereit für die restliche Saison - insgesamt stehen acht unterschiedliche Fahrzeuge zur Verfügung.

Race Rent Austria Teamchef Wolfgang Schmollngruber zieht eine positive Bilanz hinsichtlich der Blaufränkischland-Rallye, vor allem Stefan Müller hat den Teamchef beeindruckt: „Die Umstellung auf den Proto ist nicht einfach - und bei Stefan kamen anfangs Bremsprobleme dazu, wo er sich sehr nervenstark gezeigt hat. Im Verlauf der Rallye kam er dann immer besser zurecht und wurde in seiner Klasse Dritter.“

Mittlerweile hat Race Rent Austria einen zweiten Fiesta Proto anzubieten, dazu kommen drei Mitsubishi Lancer Evo IX, ein Evo VII, ein Mazda Proto und der Skoda Fabia R5. All diese Fahrzeuge können angemietet werden, Race Rent Austria übernimmt aber auch die Betreuung von Fahrzeugen, welche Eigentum der Piloten sind...

Müller/Gallistl: Stürmische Premiere

Eine anstrengende Rallye erlebte Stefan Müller bei seinem ersten Wettbewerb im neuen Fiesta Proto von Race Rent Austria. Denn sowohl der Proto an sich als auch das sequentielle Getriebe waren für Müller de facto - von ein paar Runden auf dem Wachauring abgesehen - Neuland.

Schwierig gestaltete sich die Umgewöhnung zunächst aus einem anderen Grund: „Es gab technische Probleme. Schon auf der ersten Prüfung hat sich die Bremse komisch angefühlt - einmal bin ich sofort quer gestanden, deshalb habe ich mich nicht normal weiterfahren getraut. Auf der nächsten Prüfung war die Bremse dann komplett weg, weshalb ich nur noch durchgerollt bin. Auch auf der dritten Prüfung hat sich die Bremse komisch angefühlt - mal griff sie mehr, mal griff sie weniger. Auf SP4 kam dann noch ein rutschendes Kupplungspedal dazu.“

Im großen Service konnte Race Rent Austria den Auslöser eruieren: Ein undichter rechter hinterer Bremssattel, der ausgetauscht wurde: „Ab dann lief es auf den letzten beiden Prüfungen problemlos. Es ist schon kurios: Ich hatte bisher bis auf einen ausgefallenen dritten Gang bei meiner ersten Rallye noch nie Technikprobleme, immer lief alles einwandfrei...“

Dass das Pech ausgerechnet bei jenem Lauf zuschlug, bei dem sich Stefan Müller an den Proto und das sequentielle Getriebe gewöhnen wollte, war naturgemäß wenig vorteilhaft. Doch auf den letzten beiden Prüfungen konnte sich Stefan bereits mehr und mehr mit den neuen Systemen anfreunden: „Ich bin dann immer besser zurechtgekommen - in engen Kehren lief es bereits super, beim Anbremsen musst du die Bremse kurz entlasten, um herunterzuschalten, daran muss ich noch arbeiten. Ich bin noch am Überlegen - aber ich denke doch, dass ich mit dem Proto einen zweiten Versuch wagen werde, zumal ich nun schon solche Fortschritte machen konnte.“

Das Team ist bereits am Umbau einer längeren Getriebeübersetzung und baut auch die Bremse dahingehend um, dass sich der Bremsdruck ähnlich wie im Evo IX anfühlt.

Wögerer/Edenstöckl: Beifahrer bald schon Fahrer?

Voll begeistert zeigte sich Günther Edenstöckl von seiner ersten Rallye - die er auf dem „heißen Sitz“ von Christoph Wögerer erleben durfte. Christoph berichtet: „Günther war sehr beeindruckt, es hat ihm voll getaugt und wir hatten als Vorausauto einen Riesenspaß. Und er hat seinen Job als Copilot ernst genommen und es gut gemacht - man muss auch dazusagen, dass diese Rallye nahezu perfekt für Neueinsteiger war.“

Weil Edenstöckl selbst Pilot ist, zuetzt im Suzuki Motorsport Cup auf der Rundstrecke, vermutet Wögerer: „Ich denke, dass er Gefallen am Rallyesport gefunden hat - allerdings würde ich ihn eher hinter dem Lenkrad sehen. Wobei wir natürlich jederzeit wieder so einen gemeinsamen Einsatz machen können.“

Der überarbeitete Ford Fiesta ST150 habe „perfekt funktioniert“, am Schluss gab es noch ein kleines Hoppala: „Ich bin auf der letzten Prüfung rausgerutscht und dabei wurde die Spurstange verbogen, weshalb wir nicht ins Ziel fahren konnten. Aber dennoch betrachte ich den Test als erfolgreich abgeschlossen. Die neue Rallye war cool und hat Spaß gemacht.“

Leitner/Leitner-Denk: Mehr Power

Auch Rudolf Leitner zeigte sich begeistert von der neuen Blaufränkischland-Rallye: „Eine super Veranstaltung mit viel Flair.“

Die Arbeit am Motorenprüfstand machte sich bezahlt: „Das Auto hat nun mehr Power und ist super zu fahren. Ich habe eine Zeit gebraucht, um wieder ins Fahren reinzukommen. Zweimal habe ich einen Abzweig übersehen, das war meine Schuld. Denn meine Tochter Laura hat als Copilotin wieder einen super Job geliefert und alles perfekt gemacht.“

Auf SP6 jedoch wurde die Rallye des Vater/Tochter-Duos abrupt beendet: „Plötzlich sprengte es das Mitteldifferenzial und blieb stecken - mitten in einer Kurve. Weil sich austretendes Öl entzunden hat, sind zunächst Flammen herausgekommen, aber dann hat sich die Lage schnell wieder beruhigt. Da wir die Strecke blockiert hatten, hat das den einen oder anderen Fahrer auf diesem Rundkurs ein paar Sekunden gekostet, was uns natürlich leid tut. Wobei wir das Auto ja auch nicht gerne da hingestellt haben.“

Dennoch kann Rudolf Leitner eine positive Bilanz ziehen: „Die Prüfungszeiten waren wieder extrem gut - so konnten wir einmal die zwölftschnellste Zeit markieren.“ Der nächste Einsatz wäre für die Rebenland-Rallye geplant...

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