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Rallye-DM: Pneumant-Rallye

Kahle ohne Probleme in Führung

Matthias Kahle dominiert erwartungsgemäß die Pneumant-Rallye, dahinter Svedlund und Vierimaa, Wallenwein führt in der Gr.N vor Gassner.

Auftakt nach Maß für Champion Matthias Kahle: Der Skoda-Werkspilot führt nach der ersten Etappe der ADMV-Pneumant-Rallye das Klassement mit einem Vorsprung von 2:39,9 Minuten souverän an und sicherte sich durch den Tagessieg in der Division 1 die ersten Meisterschaftszähler des Wochenendes.

Vor 21.000 Zuschauern lag er mit Co-Pilot Peter Göbel auf seinem Skoda Octavia WRC im Zwischenziel in Wittenberg vor dem Schweden Oscar Svedlund (Mitsubishi Carisma Evo VII) und dessen Markenkollegen Saku Vierimaa (Finnland). Der Finne konnte sich mit einer Fabelzeit auf der letzten WP des Tages vor Sandro Wallenwein / Pauli Zeitlhofer (Mitsubishi Lancer Evo VI) und Maik Stölzel / Thomas Windisch (Skoda Octavia WRC) platzieren.

Der Führende in der DRM, Hermann Gaßner lag mit Co-Pilot Siegfried Schrankl in einem weiteren Carisma im Etappenziel an sechster Position. Da sowohl Svedlund als auch Vierimaa nicht permanent in der DRM eingeschrieben sind, konnte sich Gassner damit die volle Punktzahl für den Tagessieg in der seriennahen Division 4 gutschreiben lassen.

Die selektiven Wertungsprüfungen bei der ADMV-Pneumant-Rallye verlangten den Teilnehmern alles ab. 32 von 44 gestarteten Teilnehmern erreichten das Etappenziel. "Es war hart", erklärte der Sieger Matthias Kahle, "die Fahrspuren sind hier tief und ausgefahren."

Was für die Fahrer eine große Herausforderung ist, macht die zweite Tagesetappe am Samstag (Start: 7.30 Uhr) für die Fans noch spannender. "Bei diesen Bedingungen kann schnell Schluss sein", so Kahle. Kein Wunder, dass sich die skandinavischen Schotter-Spezialisten bravourös abschnitten. Beeindruckend stark zeigte sich der 24-Jährige Oscar Svedlund auf dem zweiten Platz, der manchen arrivierten DRM-Piloten bei den Extrembedingungen der ersten Etappe hinter sich lassen konnte.

Auch der Drittplatzierte Vierimaa machte mit einem Parforce-Ritt auf sich aufmerksam: Auf der letzten Wertungsprüfung des Tages unterbot der bis dahin Fünftplatzierte mit der zweitbesten Zeit fast die gesamte Konkurrenz und setzte sich in der Gesamtwertung vorerst gegen Sandro Wallenwein und Maik Stölzel durch.

Mohe führt Super-1600-Klassement vor Jostes

Im Feld der Super-1600-Meisterschaft (Division 3) konnte sich der Crottendorfer Carsten Mohe mit Beifahrer Lutz H. Uhlig im Renault Clio Super 1600 durchsetzen. Er lag im Ziel vor dem Citroën-Duo Rainer Jostes / Jan Enderle (Citroën Saxo Super 1600) und Horst Rotter / Dieter Hawranke im Opel Corsa Super 1600.

Der als Gaststarter angetretene Vladan "V-Man" Vasiljevic (VW Polo Super 1600) musste seinen Testlauf für den WM-Einsatz bei der Rallye Akropolis bei der ADMV-Pneumant-Rallye frühzeitig beenden. Gleich auf der ersten Wertungsprüfung stoppte ihn ein Motorschaden. Carsten Mohe sicherte sich mit dem Tagessieg in der Division 10 Punkte und freute sich:

"Es läuft eigentlich perfekt, wir sind deutlich in Führung. Ich werde aber trotz des beruhigenden Zeitpolsters mein Tempo weiterfahren." Vor dem Start zur zweiten Etappe liegt Mohe im Feld der Super-1600er knapp über eine Minute in Führung, allerdings holten Jostes / Enderle auf der abschließenden WP mit einer Bestzeit rund 12 Sekunden auf.

"Der Saxo steckt die Belastungen sehr gut weg", schilderte Jostes im Ziel, "es macht viel Spaß". Von einem unzuverlässigen Getriebe wurde dagegen Horst Rotter geplagt, der im Laufe der ersten Etappe drei Getriebewechsel vornehmen musste: "Das ist ein Zuliefererteil von einer Fremdfirma und alle gehen kaputt", ärgerte sich der Opel-Routinier.

Mit diesem Ärgernis war Rotter allerdings in bester Gesellschaft. So wurden auch Andreas Gerst / Tanja Neidhöfer im privat eingesetzten Skoda Octavia Kit-Car eingebremst: "Der dritte Gang funktionierte nicht mehr", sagte Gerst. "Das wichtigste war, ins Ziel zu kommen. Wir müssen das Getriebe wechseln, aber innerhalb der 20-minütigen Servicezeit war das nicht zu schaffen, sondern erst nach der letzten Prüfung."

So fand sich das Kit-Car-Duo im Etappenziel an letzter Stelle des Klassements wieder. Der Tagessieg ging an Armin Holz / Jörn Limbach (VW Golf 3 Kit-Car), die damit auch die volle Punktzahl in der Division 2 erzielten.

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