RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
DRM: Stemweder Berg

Riedemann gewinnt am Stemweder Berg

Christian Riedemann/Michael Wenzel sicherten sich durch den Ausfall von Dominik Dinkel auf der letzten SP ihren ersten Saisonsieg.

Fotos: ADAC Motorsport

Christian Riedemann/Michael Wenzel haben im Skoda Fabia R5 bei der ADAC Rallye Stemweder Berg, dem vierten Lauf der Deutschen Rallye Meisterschaft, den ersten Saisonsieg gefeiert. Das Duo profitierte dabei vom Ausfall der Meisterschaftsführenden Dominik Dinkel/Christina Fürst auf der letzten Sonderprüfung. Auf 14 Sonderprüfungen über 144 Kilometer verweisen Riedemann/Wenzel die Verfolger Marijan Griebel/Alexander Rath (Hahnweiler/Trier) im Romo-Peugeot 208 T16 mit 43,5 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Platz.

Komplettiert wurde das Podium von Roman Schwedt/Christoph Gerlich (Heusweiler/Niederwiesa) im Romo-Peugeot 207 S2000. Trotz ihres Ausfalls verteidigen Dominik Dinkel/Christina Fürst zur Saisonhalbzeit ihre Führung in der DRM mit 72 Punkten vor Christian Riedemann/Michael Wenzel und Marijan Griebel/Alexander Rath. Die 2WD-Wertung für das schnellste Fahrzeug mit nur einer angetriebenen Achse gewannen Hermann Gassner jr./Ursula Mayrhofer (Surheim/Österreich) im Toyota GT 86 CS-R3.

Der Start für das Team von Brose-Motorsport von Dinkel verlief eher verhalten. Am ersten Tag sicherte sich das Team aus Bayern mit vier drittschnellsten Zeiten den dritten Gesamtrang. "Irgendwie gefallen mir die Prüfungen des ersten Tages mit ihren zahlreichen Abzweigungen nicht. Morgen dürfen wir es besser machen", erklärt Dinkel im Ziel der ersten Etappe. Mit vier von vier möglichen Bestzeiten konterte der Führende der DRM am Samstagvormittag und stellte sein Können auf Asphalt erneut unter Beweis. Zuerst zog er an Marijan Griebel vorbei und übernahm nach SP 8 die Gesamtführung: "Bei uns läuft jetzt alles nach Plan, so kann es bis zum Ziel weitergehen", erklärte der Bayer am Nachmittagsservice. Bis zur letzten Sonderprüfung (SP) behauptet er noch mit 4,3 Sekunden Vorsprung vor Verfolger Riedemann.

Ein Fehler auf der letzten SP führte dann zu einem Dreher, der im Graben endete. Damit übernahm sein Verfolger Riedemann die Spitze und siegte "Bei unserem Tempo bestand die Gefahr, einen Fehler zu machen. Wir freuen uns wahnsinnig über unseren Sieg und bedanken uns bei dem kompletten Team und Aqua Power, die uns diese Einsätze ermöglichen", so Riedemann. Komplettiert wurde das Podium durch Marijan Griebel im Romo-Peugeot. Griebel: "Wir haben bei dieser Veranstaltung das maximal mögliche herausgeholt. Dass es auf diesen Strecken schwierig wird mitzuhalten, war mir klar. Daher bin ich froh, dass wir diesen zweiten Gesamtrang für das Team sichern konnten."

Gassner jr. gewinnt 2WD-Wertung

Spannende Kämpfe lieferten sich auch die Piloten in der Wertung der Fahrzeuge mit nur einer angetriebenen Achse. Am Freitagabend gingen zunächst Armin Holz/Frank Nowotny (Celle/Lehrte) im DS3 R3 in Führung, bis sie ein Getriebeschaden auf der dritten Prüfung stoppte. Danach setzten sich Konstantin Keil/Stefanie Fritzensmeier (Niestetal/Bielefeld) an die Spitze des Feldes, ehe Hermann Gassner jr./Ursula Mayrhofer (Surheim/Österreich) ihre Aufholjagd starteten: "Wir haben am Freitagabend mit kalten Reifen auf der ersten SP zu viel riskiert. Dadurch haben wir uns verbremst und mussten in einem Abzweig zurücksetzen", so Gassner.

Dank guter Zeiten übernahm die Toyota-Besatzung ab SP6 die Führung in der 2WD-Wertung und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab. "Wir freuen uns jetzt auf weitere Duelle mit Konstantin Keil, Armin Holz und Norman Kreuter, die dann hoffentlich bis zur letzten Prüfung dauern", so Gassner. Damit führt der Surheimer auch das 2WD-Championat mit 70 Punkten vor Norman Kreuter (53 Punkte) und Armin Holz (48 Punkte) an.

Lundberg gewinnt erneut im Opel Rallye Cup

Die Schweden Elias Lundberg/David Arhusiander sichern sich nach der AvD Sachsen Rallye ihren zweiten Sieg im ADAC Opel Rallye Cup. Nachdem Nico Knacker/Enrico Flores-Tigo (Siedenburg/Reichelsheim) und Karl-Martin Volver/Marten Madissoo (beide Estland) aufgrund von Fahrfehlern Zeit verloren, übernahm das schwedische Duo die Führung. Diese verteidigten sie bis ins Ziel vor den beiden belgischen Besatzungen Romain Delhez/Gerome Bollette und Grégoire Munster/Luis Louka. "Mir haben die Prüfungen hier sehr gut gefallen. Ich hatte ein gutes Gefühl für das Auto und bin happy, erneut zu gewinnen", so Lundberg. Zufrieden zeigte sich der zweitplatzierte Belgier Belhez, der sich gegen seinen Landsmann Munster durchsetzen konnte. "Wir haben toll gefightet und sind froh, dieses Ergebnis erzielt zu haben. So kann es im weiteren Verlauf der Saison gerne weiter gehen", erklärte Delhez.

News aus anderen Motorline-Channels:

DRM: Stemweder Berg

Weitere Artikel:

ORM/ARC, ET König Rallye: Bericht

Hermann Neubauer als „Lonely Boy“ an der Spitze

Der Sieger der ET KÖNIG Rallye 2026 powered by Peter Hopf Erdbau ließ nie Zweifel an seinem Erfolg aufkommen / Mehr als Platz zwei für Michael Lengauer und Platz drei für Luca Waldherr ließ der Toyota-Pilot nicht zu

ET König Judenburg Rallye: Bericht ARC

Gaubinger gewinnt - Lindner baut Vorsprung aus!

Patrik und Verena Gaubinger feiern bei der ET König Judenburg Rallye im Audi Quattro den ARC-Sieg. In der Clubmeisterschaft konnte Hans Georg Lindner im historischen Escort seinen Vorsprung ausbauen - auf Platz zwei lauert nun der junge Subaru-Pilot Jan Dolzer. In der ARCP triumphiert Christoph Zellhofer, Raimund Baumschlager siegt beim Comeback in der ART.

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

ARC, ET König Rallye: Bericht Baumschlager

Starkes Comeback nach Schulteroperation!

Das Comeback von Raimund Baumschlager nach seiner Schulteroperation verlief erfolgreich: Der Rekordstaatsmeister holte gemeinsam mit Co-Pilot Thomas Zeltner in Judenburg einen starken vierten Platz.

TEC7 ORM Rallye Backstage - Podcast #4

Gespräch mit Manfred Stohl: Von heiter bis düster

Eine Stunde mit Manfred Stohl - Österreichs WM-Vierter 2006 und nunmehrige Betreiber der Stohl Group ist eines ganz sicher: Geradlinig - und oft auch recht heiter. Seine Prognosen für die Zukunft der Rallye-Weltmeisterschaft sind hingegen düster, seine Aussagen zu Österreichs aktuellen Rallye-Hoffnungen markig.