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ERC: Circuit of Ireland

Alter Sauger-Skoda gegen neuen Turbo-Peugeot

Nach zwei Lappi-Bestzeiten übernahm Breen das Kommando. Lappi führt 12,3 Sekunden vor Breen, dessen Stallkollege Abbring fiel mit Wasserleck aus.

Michael Noir Trawniczek
Foto: ERC

„Das Auto riecht komisch? Naja, vielleicht bin das ich, und nicht das Auto“, hat Kevin Abbring nach der ersten Nachmittagsprüfung noch scherzhaft dem Reporter des Rallyeradios gegenüber gemeint…

Ob die feine Reporternase wirklich bereits sich anbahnende Probleme riechen konnte, ist nicht geklärt – sicher ist aber, dass der Peugeot 208 T16 R5 von Kevin Abbring auf der nächsten Prüfung von heftigen technischen Problemen heimgesucht wurde und der Holländer auf der SP 7 beinahe drei Minuten einbüßte.

Abbring schüttelte den Kopf: „Es kommt Rauch aus dem Auto – ich weiß nicht, was da los ist, ich konnte nicht mehr attackieren. Ich möchte morgen weiterfahren, darum stelle ich ab.“ Das Problem wurde später als Wasserleck diagnostiziert. Bereits in Griechenland, beim Comeback der Akropolis-Rallye, war es Abbring, der den brandneuen R5-Peugeot abstellen musste, während sein Teamkollege Craig Breen Bestzeiten einfuhr…

In Irland schien es zunächst nicht nach einem weiteren Peugeot-Festival auszusehen, Skoda-Werkspilot Esapekka Lappi holte sich am Vormittag bereits sämtliche Bestzeiten, auch am Nachmittag war es zunächst wieder der Finne, der das Tempo diktierte, zumindest auf den ersten beiden Nachmittagsprüfungen.

Doch dann konnte Craig Breen drei Bestzeiten in Folge markieren, sodass sein Rückstand auf Lappi nur noch 12,3 Sekunden beträgt. „Es wird sicher ein großartiger Kampf, ich werde mein Bestes geben“, versprach Lappi. Auch Craig Breen gab sich kampfeslustig: „Die Rallye ist noch lange, wir können es noch schaffen!“

Duell um Platz drei

Eher nicht mehr schaffen kann es Robert Barrrable im Ford Fiesta R5, der auf Platz drei vorgerückt ist und aber bereits 1:40 Minuten zurück liegt. Er wird am Samstag, auf den verbleibenden acht Sonderprüfungen über 117 Wertungskilometer ein Duell um Platz drei ausfechten – gegen den deutschen Skoda-Piloten Sepp Wiegand, dem nur 8,8 Sekunden auf den ersehnten Podiumsplatz fehlen. Weitere 16,5 Sekunden dahinter belegt Sam Moffett im Ford Fiesta S2000 Platz fünf.

Mit mehr als drei Minuten Rückstand liegt Robert Consani im alten Peugeot 207 S2000 auf Platz sechs, gefolgt von Skoda-Pilot Neil Simpson, dem überlegenen Production Cup-Leader Josh Moffett im Mitsubishi Lancer Evo IX sowie dem neuen Führenden der 2wd, Chris Ingram auf Renault Twingo R2. Er wird bedrängt vom bekannten Tschechen Jan Cerny, dem Peugeot 208 R2-Piloten fehlen nur elf Sekunden auf den Sieg in der Zweiradklasse, auch Jonathan Greer im Citroen DS3 R3 liegt als Dritter der 2wd noch in Schlagdistanz…

Am Samstag sind noch knapp mehr als die Hälfte der SP-Distanz zurückzulegen, noch ist also vieles möglich…

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