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ERC: Akropolis-Rallye

Sieg und EM-Titel für Kajetanowicz

Kajetan Kajetanowicz gewinnt die Akropolis-Rallye und bringt den ERC-Titel ins Trockene - Nachmittagsprüfungen als unfahrbar eingestuft.

Fotos: Kajetanowicz

Kajetan Kajetanowicz (Ford) ist der Sieger der Akropolis-Rallye in Griechenland, dem vorletzten Saisonlauf der Rallye-Europameisterschaft (ERC). Nach der kurzen, aber turbulenten ersten Etappe am Samstag, gab es auch auf der Sonntagsetappe reichlich Kurzweil. Als es am frühen Morgen losging, herrschte starker Nebel. Anschließend sorgten heftige Regenfälle für schwierige Bedingungen. Die ursprünglich auf neun Sonderprüfungen angesetzte Rallye wurde kurzerhand auf sechs Prüfungen verkürzt, weil SP7, SP8 und SP9 aufgrund der Witterungsbedingungen als unbefahrbar eingestuft wurden.

Kajetanowicz hatte nach SP6 einen Vorsprung zehn Sekunden auf Peugeot-Pilot Craig Breen, seinen einzig verbliebenen Gegner im Kampf um den Titel. Aufgrund der Absage der letzten drei Prüfungen ist Kajetanowicz somit nach nur sechs Sonderprüfungen nicht nur der Sieger der Akropolis-Rallye, sondern auch vorzeitig Rallye-Europameister 2015.

Auf Rang zwei hinter dem Lokalmatador der Akropolis-Rallye Lambros Athanassoulas (Skoda) in die zweite Etappe gestartet, gewann "Kajto" am Steuer seines Ford Fiesta R5 zwei der letztlich nur vier Sonntagsprüfungen und hielt Breen damit auf Distanz. Breen, der am Sonntag seinerseits auf zwei Prüfungen die Oberhand behielt und die Rallye zwischenzeitlich anführte, muss sich mit Platz zwei begnügen und hat damit keine Chance mehr, Kajetanowicz beim ERC-Saisonfinale Ende Oktober in der Schweiz noch von der Tabellenspitze zu verdrängen.

Hinter Kajetanowicz und Breen errang Skoda-Pilot Athanassoulas bei seinem Heimspiel einen überraschenden Podestplatz. Die Top 5 der Schotterrallye rund um Loutraki wurden von Jaromir Tarabus (Skoda) und David Botka (Mitsubishi) komplettiert. Botka holte sich damit den Sieg in der ERC2-Wertung.

Indes war für Aleksej Lukjanuk auf dem griechischen Schotter nichts zu holen. Der Weißrusse, der im Juli überraschend die Rallye Estland gewonnen hatte und anschließend vom betagten Mitsubishi Lancer Evo X auf einen Ford Fiesta R5 umstieg, musste auf der vierten Sonderprüfung aufgeben. Aufgrund eines Fehlers im Aufschrieb fuhr er eine Haarnadelkurve wie eine Vierte-Gang-Kurve. Der Fiesta krachte in eine Mauer, wobei die Vorderradaufhängung zu Bruch ging.

Das ERC-Saisonfinale, die Rallye Valais in der Schweiz, geht vom 29. bis 31. Oktober über die Bühne.

Endergebnis der Akropolis-Rallye (Top 10):
01. Kajetan Kajetanowicz (Ford) - 1:32:11,1 Stunden
02. Craig Breen (Peugeot) +10,0 Sekunden
03. Lambros Athanassoulas (Skoda) +15,3
04. Jaromir Tarabus (Skoda) +3:12,5 Minuten
05. David Botka (Mitsubishi) +3:54,5
06. Raul Jeets (Ford) +4:30,9
07. Dominykas Butvilas (Subaru) +4:40,6
08. Antonin Tlustak (Skoda) +8:48,2
09. Petros Panteli (Mitsubishi) +11:44,0
10. Jourdan Serderidis (Citroen) +11:45,8

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