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ÖRM: Niederösterreich-Rallye

Gruber: Motor o.k., Getriebe k.o.

Erneut Stress pur gab es für Martin Gruber/Eva Kollmann bei ihrem Start zum vorletzten ARC-Abenteuer in diesem Jahr, der NÖ-Rallye.

Fotos: Christa Feichtner

Enorme Schaltschwierigkeiten an ihrem Lada kosteten gleich zu Beginn eine Menge Zeit und Nerven. Überdies tanzte der Fahrer an jenem Wochenende auf zwei Kirtagen, denn am Sonntag war ein Motocrossrennen angesagt.

Die Durchhalteparolen, die schon bei der Weiz-Rallye sehr aktuell waren, hatten für Martin Gruber und Eva Kollmann bei der Niederösterreich-Rallye erneut erhöhte Gültigkeit. War es in der Steiermark ein in der Endphase schwer angeschlagener Motor, der Sorgen bereitete, waren im Gebiet Pöggstall umfangreiche Arbeiten am Getriebe angesagt. Auf der am Freitag gefahrenen Eröffnungsprüfung, dem Rundkurs Maria Laach, hatte Gruber eher wenig zum Lachen – ihm standen nur drei Gänge zur Verfügung. Das Handicap des ohnehin schwächlich motorisierten Lada 2107 wurde dadurch noch zusätzlich verschärft; so kam dann auch nur die "letztbeste" Zeit zustande.

Um den Samstag einigermaßen gut hinüberzubringen, wurde das Getriebe des Lada in der Nacht instandgesetzt, mit Hilfe der Restart-Regel ging das auch reglementtechnisch in Ordnung. Weil platzierungsmäßig ohnehin nicht mehr sehr viel zu holen war, entschlossen sich Martin Gruber und Eva Kollmann, den übriggebliebenen Wettbewerbsverlauf, der durch zwei Neutralisierungen verkürzt wurde, zum Testen zu nutzen, und auch, um das Auto noch besser kennenzulernen. Dass es dabei zwei Ausrutscher in verschiedene Feldwege gab, darf angesichts des sonst sehr kontrollierten Verlaufs der Rallye als kaum nennenswertes Missgeschick betrachtet werden.

Ein wenig fuhr Gruber auch mit erhöhter Vorsicht, denn im Hinterkopf hatte er das Motocrossrennen bei Schrems, bei dem er am Sonntag nach der Rallye auf einer Husqvarna starten wollte. Wie es das Schicksal wollte – und wohl auch aufgrund seines Talents und Einsatzes, für die er auch bei den Rallyes bekannt ist –, ist bei diesem Lauf zum W4-Cup prompt ein dritter Platz herausgesprungen.

Grundsätzlich fand Martin Gruber großen Gefallen an den Strecken der Niederösterreich-Rallye, so wie er auch die Rallye insgesamt sehr gelungen fand. Bis zur Herbstrallye, die als Saisonabschluss auf heimatlichem Gebiet auf jeden Fall auch ein Pflichttermin ist, stehen wieder einige Arbeiten am Wagen an, der sich zuletzt dank einer neuen Sponsorenaufschrift optisch bereits in leicht geänderter Gestalt präsentierte.

Es könnte sich also der Beginn einer sehr wertvollen Partnerschaft abzeichnen. Als wichtige Partner für Martin Gruber sind bereits das Rallyeteam Lamprecht und die Mannschaft um Legendary Racing als technische Betreuer zu nennen, auch Eva Kollmann als jugendliche, aber bereits sehr routinierte Co-Pilotin trägt wesentlich zum Erfolg bei.

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