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So möchte Hyundai den i20 N WRC retten Hyundai möchte sein Fahrzeug massiv verbessern
Austral/Hyundai Motorsport

So möchte Hyundai die fundamentalen Probleme am i20 N WRC lösen

Hyundai hat massive Probleme mit seinem neuen Rally1-Boliden - Dennoch haben die Koreaner erste Lösungsansätze entwickelt, um den i20 n WRC zu retten

Die neue Rally1-Ära mit Hybridautos stellt Hyundai vor massive Probleme. Die Koreaner sind gegen Toyota in der Rallye-WM (WRC) nicht wirklich wettbewerbsfähig, weshalb jetzt die Basis des i20 N WRC auf dem Prüfstand steht. Neue Lösungen sollen helfen, die Marke wieder an die Spitze der Meisterschaft zu hieven, jedoch wird das wohl nicht von heute auf morgen möglich sein.

Zuletzt war Hyundai in Estland gegen Toyota machtlos: Ott Tänak und Thierry Neuville schafften es zwar auf die Plätze drei und vier, jedoch waren Kalle Rovanperä und Elfyn Evans an der Spitze für das Duo uneinholbar. In der Herstellerwertung liegt Hyundai mit 62 Punkten Rückstand abgeschlagen auf Platz zwei - aber 41 Zähler vor M-Sport-Ford.

Hyundai hat im Vergleich zu Toyota und M-Sport mit Ford relativ spät mit der Entwicklung des Rally1-Autos begonnen, da das Programm innerhalb des Unternehmens diskutiert worden war. Das ist auch der Grund, warum die Koreaner der Konkurrenz in Sachen Entwicklung aktuell hinterher laufen. Bei der Rallye Sardinien in Italien war Tänak in der Lage, die Pace der Konkurrenz auszustechen und die Rallye zu gewinnen, doch der Knackpunkt ist die Haltbarkeit.

Haltbarkeit oder Balance

Doch wenn das Auto dann einmal hält, stimmt die Balance nicht. Das Team reiste voller Selbstvertrauen nach Estland, nur um von den Fahrern zu hören, dass das Griplevel nicht stimmte. Das ist der Grund, warum weder Tänak noch Neuville in der Lage waren, Rovanperä und Evans einzuholen. Deshalb wird der Hyundai jetzt genau unter die Lupe genommen.

Doch wie kann ein bereits homologiertes Auto überhaupt an der Basis verbessert werden? Die WRC-Teams können sogenannte Token einsetzen, um homologierte Teile des Fahrzeugs zu verändern. So sind die Teams nicht auf das Auto für mehrere Jahre festgenagelt, wenn es zu massiven Problemen wie bei Hyundai kommt. Jedoch dürfen sie nur zu bestimmten Zeiten in der Saison eingelöst werden.

Fünf Token hat Hyundai in der Hinterhand und Teamchef Julien Moncet möchte den ersten gerne Einsetzen, um am Chassis und Getriebe arbeiten zu dürfen. Er spricht von "fundamentalen Elementen" am Fahrzeug, die jetzt überarbeitet werden müssen. Einige dieser Bereiche könnten nicht ohne "Joker" angegangen werden.

Das Team nimmt sich Zeit

Hyundai wird die Entwicklung jetzt aber nicht übers Knie brechen, da die Lösungen zum Verbessern des Fahrzeugs in Ruhe entwickelt werden sollen. Hyundai wolle erst einmal die Frage beantworten, "in welche Richtung" es in Zukunft gehen sollen. Laut Moncet beschweren sich die Fahrer hauptsächlich über "die Stabilität des Autos".

Hyundai wird Mitte Juli in seiner finnischen Testbasis an der Entwicklung des i20 N arbeiten, um für die Rallye Finnland im August 2022 bereit zu sein. Laut Moncet werden einige Konkurrenten auf einen Test im Norden verzichten, weshalb er sich einen Vorteil verschaffen möchte. Das nächste Rennen soll auch helfen, den richtigen Weg zu finden, um die Entwicklung des Fahrzeugs in die gewünschte Richtung zu lenken.

Motorsport-Total.com

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