RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye Weiz: Bericht Nothdurfter
Christa Feichtner

Sierra Styria

Technisch ging zwar nicht hundertprozentig alles glatt, doch dank des tollen fahrerischen Einsatzes schlugen sich Alois Nothdurfter und Andreas Bartel bei der Rallye Weiz 2022 sehr achtbar. Immerhin konnten sie sich innerhalb der Wertung des European Historic Rally Championships als zweitbestes Österreicher-Team einreihen und insgesamt (in der EHRC-Wertung) Platz 8 holen. Angesichts der Begleit-Umstände sicher ein Erfolg.

Alois Nothdurfter und Andreas Bartel sind mit großen Hoffnungen in die Rallye Weiz in der Steiermark gegangen, die sich teilweise auch erfüllt haben. Über den Verlauf des ersten Tages (Freitagesetappe) würden sie sich dennoch nur ungern äußern: Elektrikprobleme und falsche Reifen machten ihnen zu schaffen. Damit kam die an sich brachiale Power des Ford Sierra RS Cosworth eben dann nicht so sehr zur Geltung, wie es im Sinne seiner Erbauer gewesen wäre: Die erste Prüfung wurde an der 13. Stelle unter allen EHRC-Teilnehmern beendet, die zweite auf Platz 16. So ähnlich ging es auch danach weiter. Nachdem Alois Nothdurfter und Andreas Bartel die dritte Wertungsprüfung auf Platz 14 beendet hatten, die vierte auf Platz 16 und die fünfte an der 15. Stelle, blieb auch in der Zwischenwertung der sehr undankbare 16. Gesamtrang.

Die Samstages-Etappe brachte allmählich Besserung. Die Eröffnungsprüfung Thannhausen I mußte nach den ersten sieben Teilnehmern neutralisiert werden, der Gollersattel brachte für Alois Nothdurfter und Andreas Bartel immerhin eine Verbesserung um drei Plätze in der Zwischenwertung. Bis nach der neunten Prüfung konnten noch einmal zwei Plätze gewonnen werden. Danach gelang der Sprung in die Top-Zehn der EHRC-Wertung, und allmählich begann sich ein Duell um die Position des zweitbesten Österreicher-Teams mit der wiederum sehr starken Besetzung Hans-Georg Lindner/Gina Schütter herauszukristallisieren. Auf Passail I konnten Nothdurfter/Bartel mit einer 7. EHRC-Zeit ein persönliches Glanzlicht setzen, das brachte ihnen eine Verbesserung auf den neunten Platz. Zudem konnten sie das Team Lindner/Schütter in der Zwischenwertung überholen. Auf den Abschlussprüfungen trat das massive Handicap eines Materialbruchs an einer Bremsscheibe auf, doch mit einer jeweils 11. und 9. Zeit konnten Alois Nothdurfter und Andreas Bartel die Rallye Weiz mit doch recht guten Haltungsnoten erfolgreich zu Ende bringen. „Die Rallye ist super“ – so das Resümee des sichtlich zufriedenen Alois Nothdurfter.

Der wiederum ist bereits für seinen nächsten Einsatz gerüstet: die Lahti Historic Rally vom 11. bis 13. August. Gemeinsam mit Siegfried „Sigi“ Schrankl, der in früheren Jahren mit Hermann Gassner Senior ein geradezu legendäres Erfolgsteam bildete, und dem wieder gesundeten Ford Lotus Cortina soll es in Finnland mal quer, mal hochfliegend dahingehen. Je nach Streckenverlauf…

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

WRC Safari-Rallye: Nach Tag 2 (SP10)

Solberg rettet knappe Führung

Oliver Solberg führt die Safari-Rallye nach dem Freitag an, doch Sebastien Ogier kämpft sich bis auf eine Sekunde herarn - Toyota weiter in eigener Liga

WRC Safari-Rallye: Nach Tag 3 (SP16)

Katsuta erbt Spitze nach dreimal Toyota-Drama!

Oliver Solberg, Sebastien Ogier und Elfyn Evans stranden alle auf Samstagsetappe der "Safari" - Takamoto Katsuta vor erstem WRC-Sieg - Kritik am Veranstalter

"Man ist nur noch Passagier"

Warum die Safari-Rallye 2026 zur Lotterie wird

Heftige Regenfälle verwandeln die Safari-Rallye in Kenia in eine unberechenbare Schlammschlacht: Selbst erfahrene WRC-Stars erwarten eine der härtesten Ausgaben

TEC7 ORM Rallye Backstage, der neue offizielle Podcast der Österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft, feiert seine Premiere. Zum Auftakt begrüßt Moderator und Creator Noir Trawniczek keinen Geringeren als den fünffachen Staatsmeister Simon Wagner.

TEC7 ORM, Rebenland Rallye: Bericht ORM2

Zehntelsekunden-Krimi im Rebenland!

Ein unglaublich packendes Duell zwischen Günther Knobloch (Renault Clio Rally3) und Christoph Zellhofer (Suzuki Swift ZMX), das sich erst auf der allerletzten Sonderprüfung entschied, prägte die ORM2 bei der Rebenland-Rallye. Am Ende hatte Günther Knobloch um einen Wimpernschlag die Nase vorne.