RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
"Hoffentlich nicht" Sebastien Ogier hält erneut den Siegerpokal in Händen
Motorsport Images

"Hoffentlich nicht": Ist der zehnte Monte-Sieg für Ogier der letzte?

Der zehnte Sieg bei der Rallye Monte-Carlo weckt bei Sebastien Ogier große Emotionen und lässt ihn an ein mögliches Karriereende denken

Der achtmalige Weltmeister Sebastien Ogier hat beim Saisonauftakt der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) Geschichte geschrieben und mit seinem zehnten Sieg bei der Rallye Monte-Carlo einen neuen Rekord aufgestellt. Im Lichte des emotionalen Triumphs lässt der Franzose offen, ob dies sein letzter Auftritt bei der prestigeträchtigen Veranstaltung war.

"Hoffentlich nicht, aber ich weiß es nicht", sagte Ogier über einen möglichen Abschied. "Wenn ich auf diesem Niveau weitermachen kann, wäre es schade, aufzuhören. Aber ich bin näher am Ende meiner Karriere als am Anfang", so Ogier.

Ogier siegte in einem dramatischen Finale mit 18,5 Sekunden Vorsprung auf seinen Toyota-Teamkollegen Elfyn Evans. Damit festigte er seinen Status als erfolgreichster Fahrer in der Geschichte der Rallye Monte-Carlo.

Zehn Siege in 17 Jahren

Seinen ersten Sieg feierte Ogier 2009, damals noch im Rahmen der Intercontinental-Rally-Challenge. Seitdem hat er die Rallye neun weitere Male im Rahmen der Rallye-Weltmeisterschaft gewonnen - von 2014 bis 2019, 2021 und 2023. Seine Siege feierte er auf Autos von Peugeot, Volkswagen, Citroen, Ford und Toyota.

Den historischen zehnten Sieg widmete ein emotionaler Ogier unmittelbar nach der Zieldurchfahrt seinem im vergangenen Jahr verstorbenen Onkel: "Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Was für ein Wochenende. Ich glaube, ich hatte meinen Schutzengel bei mir - meinen Onkel, den wir vor einem Jahr verloren haben. Dieser Sieg ist für ihn."

Der 41-Jährige deutete zudem an, dass es sein letzter Start bei der Rallye Monte-Carlo gewesen sein könnte: "Ich habe keine Ahnung, ob das mein letzter Auftritt in Monte Carlo war. Es wäre ein schöner Moment aufzuhören. Ich will diesen Moment einfach genießen."

Was Ogier die Rallye Monte-Carlo bedeutet

Ogier wird in der Saison 2025 noch einmal ein Teilzeitprogramm für Toyota absolvieren. Ob er auch 2026 in der Rallye-Weltmeisterschaft an den Start gehen wird, steht noch nicht fest.

Toyota-Teamchef Jari-Matti Latvala lobte die außergewöhnliche Leistung seines Fahrers: "Ein zehnter Sieg in Monte Carlo ist einzigartig. Es zeigt, dass er in seinen 20ern, 30ern und 40ern auf höchstem Niveau war. Das ist eine außergewöhnliche Leistung und zeigt, warum er Weltmeister ist."

Abschließend betonte Ogier die besondere Bedeutung der Rallye Monte-Carlo für seine Karriere: "Monte Carlo war immer die Rallye, die in mir den Traum geweckt hat, eines Tages Rallyefahrer zu werden. Mein erster Sieg hier 2009 war wie ein wahr gewordener Traum, und auch heute, nach zehn Siegen, ist die Freude noch genauso groß wie damals", so Ogier über die Rallye in seiner südfranzösischen Heimat.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Mühlstein Rallye: Vorschau ARC

ARC Topteams bei der Mühlstein Rallye am Start

Bei der zweiten von vier reinen ARC-Rallyes, der SG Toolbox Mühlstein Rallye powered by Baumentor sind nahezu sämtliche Top-Player der Austrian Rallye Challenge am Start. Insgesamt freuen sich 41 ARC-Teams auf das Comeback in Schwertberg.

Als Reaktion auf die Kolumne von Peter Klein hat sich nun auch motorline.cc-Kolumnist und Ex-Staatsmeister Achim Mörtl zu Wort gemeldet: Über die sportliche Entwertung der Stoppuhr und die absurde Vermarktung im WRC Masters Cup

Mit neuen Investoren, einem CEO aus der Formel 1 und dem WRC27-Reglement stellt die FIA die Weichen für die Zukunft des Rallyesports

WRC, Finnland: Vorschau K4

Grüne Energie geht an den Start

Ein Spezialist für nachhaltige Energielösungen begleitet bei der Finnland Rallye das österreichische K4 Rally Team rund um Johannes Keferböck und Ilka Minor, das den WRC Masters Cup der Rallye-Weltmeisterschaft anführt.