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Startreihenfolge: Loeb unterstützt Ogier

Rekordchampion Sebastien Loeb versteht die Frustration von Sebastien Ogier über die Nachteile der Startreihenfolge in der Rallye-WM: „Wir wollen Fairness.“

Fotos: Volkswagen

Sebastien Ogiers Forderung nach einer Regeländerung in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) wird vom neunmaligen Champion Sebastien Loeb unterstützt. Ogier wehrt sich vehement gegen die aktuelle Regelung der Startreihenfolge, die ihn als Führenden in der Meisterschaft dazu zwingt, die ersten Prüfungen am Freitag und Samstag als Erster anzugehen. Die Piloten danach profitieren von einer saubereren Strecke und besserem Grip.

Loeb sagt, dass eine Regelung, die den schnellsten Fahrer einbremst, das Ergebnis verzerrt und schlecht für die WRC ist. "Er hat recht", sagt Loeb und erklärt: "Einige Leute denken offenbar, dass er das nicht ansprechen sollte. Aber er hat damit recht. Als ich noch gefahren bin, habe ich mich immer dafür eingesetzt: Wir wollen Fairness. Der beste Fahrer im besten Team soll gewinnen."

"Es ist so wie beim 100-Meter-Lauf: Da muss der Weltmeister auch nicht im Kies oder auf dem Gras neben der Strecke starten. Er hat die gleiche Bahn wie alle anderen, und wenn er wieder der Beste ist, dann gewinnt er auch wieder" so Loeb, der wegen seiner Erfolge in seiner Karriere am ersten Tag eines Events ebenfalls oft ganz vorne starten musste. Doch er ist der Meinung, dass es übertrieben ist, denn Meisterschaftsführenden am Freitag und am Samstag als Ersten fahren zu lassen.

"Ich verstehe, dass es frustrierend sein kann", sagt Loeb. "Zwei Tage sind zu viel. Ein Tag war auch schon ein Kampf, aber es war okay. Zwei Tage sind aber zu viel und zerstören seine Chancen. Natürlich ist er besser als die anderen Fahrer, und wenn er besser ist, dann ist es ganz normal, dass er gewinnt." Die Sardinien-Rallye an diesem Wochenende dürfte für Ogier die größte Herausforderung der aktuellen Saison werden.

Ihn erwarten heiße, trockene Bedingungen bei einem Event, dass in der Regel zu denen mit der lockersten Oberfläche im ganzen Kalender zählt. "Unter diesen Bedingungen ist es unmöglich zu gewinnen", sagt Ogier, der eine Rückkehr zum Qualifyingformat bevorzugt, das 2012 und 2013 zum Einsatz kam. Der schnellste Fahrer im Shakedown durfte sich dabei seinen Startplatz aussuchen.

FIA-Rallye-Direktor Jarmo Mahonen versichert, dass der Weltverband sich jeden Aspekt der Regeln für die kommende Saison ansehen wird. "Alles ist möglich", sagt er. "Die komplette Bandbreite von einem Qualifying bis dahin, dass der Meisterschaftsführende an allen drei Tagen der Erste auf der Straße ist. Wir denken viel darüber nach."

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