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„Schotter-Spezialist“ Andreas Hulak erklärter Favorit beim Harrach-Sprint

Der Rallyesprint zählt zur Fiat Stilo Trofeo, Andy Hulak gilt aufgrund seiner Schottererfahrung als Favorit, auf's Stockerl wollen viele.

Während die Konkurrenz in der Diesel-Meisterschaft noch die Sommerpause genießen kann, drehen die Piloten der Fiat Stilo Rallye Trofeo 2003 beim Harrach-Sprint am kommenden Wochenende (15., 16. August) bereits wieder am Lenkrad!

Und für viel Spannung ist bei der Veranstaltung auf den Harrach`schen Gütern in Bruckneudorf bei den „Italienern“ auf jeden Fall gesorgt. Denn nach dem Ausfall von Karim Pichler bei der Castrol-Rallye ist der Kampf um den Gesamtsieg in der „Trofeo“ mit einem Mal wieder total offen.

Zwar liegt der heuer bereits dreifache Sieger aus Linz noch immer relativ komfortabel in Front, sein Vorsprung ist aber erheblich geschmolzen. Der neue Zweitplazierte, Herwig Hüfinger aus der Steiermark, hat nur noch 18 Zähler Rückstand. „Vielleicht wird Karim jetzt doch ein wenig nervös“, hofft Hüfinger, der mit Fortdauer der Saison immer stärker wird, und der beim „Sprint“ durchaus Chancen sieht, „zumal ich sehr gerne auf losem Untergrund fahre.“

Aber auch Hüfingers Landsmann Michael Böhm darf sich noch reelle Chancen auf den Gesamtsieg ausrechnen. Sein Rückstand auf Pichler beträgt 21 Zähler.

Der erklärte Favorit in der „Trofeo“ ist bei diesem nationalen Meisterschaftslauf aber ganz klar Andreas Hulak. Und der Lokalmatador – sein Team „Neckam Sport“ ist im benachbarten Schwechat zu Hause – will natürlich bei seiner Heim-Rallye den Sieg:

„Ich freue mich sehr auf den Harrach-Sprint. Denn die Rallye liegt mir. Das beweisen auch meine Ergebnisse. Dreimal bin ich hier gestartet, dreimal habe ich meine Klasse gewonnen. Und das soll jetzt auch in der Trofeo so bleiben“, sagt der Badener, der nach seiner Pechserie aber keine Chance mehr hat, seinen Trofeo-Titel erfolgreich zu verteidigen. „Darum will ich wenigstens mit Einzelsiegen wieder auf mich aufmerksam machen“, so Hulak.

Neben dem spannenden Titelkampf steht noch ein mögliches Comeback im Mittelpunkt: Christian Mrlik, der zu Saisonstart nach einem schweren Unfall in Kärnten lange pausieren musste, brennt auf einen Einsatz: „Ich fühle mich schon wieder gut in Form. Das letzte Wort haben aber die Ärzte. Sie werden nächste Woche entscheiden“, sagt der Niederösterreicher, der bei einem Start auch einem Routinier zu einem Comeback verhelfen würde: Ernst Rohringer, seit Beginn der Fiat Stilo Trofeo für die Technik verantwortlich, hat sich bereiterklärt, als Co-Pilot bei dieser Veranstaltung einzuspringen! Rohringer feierte früher mit Rudi Stohl große Erfolge.

Sehr motiviert kommt der Wiener Michael Kilga nach Bruckneudorf: Sein Stilo wurde in der Sommerpause total neu aufgebaut. „Mal sehen, wie das Auto nun zu fahren ist“, sagt der Unfall-Chirurg, „oberstes Ziel ist es, die Rallye zu beenden. Denn Ausfall möchte ich mir heuer keinen mehr leisten.“

Fehlen wird diesmal aus der Fiat-Riege ganz sicher Otto Leirer: Der Burgenländer hat derzeit mit erheblichen arbeitstechnischen Problemen zu kämpfen: „Die berufliche Situation hat jetzt Vorrang. Sobald alles geklärt ist, bin ich wieder dabei“, hat der Lockenhauser seinen Optimismus nicht verloren.

FIAT Stilo Trofeo, Gesamtwertung:
(nach 5 Läufen):

1. Karim PICHLER (OÖ) 75 Punkte
2. Herwig HÜFINGER (St) 57
3. Michael BÖHM (St) 54
4. Otto LEIRER (B) 52
5. Michael KILGA (W) 28
6. Andreas HULAK (NÖ) 15
7. Christian MRLIK (NÖ) 0

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