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Rallye-ÖM: OMV

In guter Gesellschaft

Walter Zöckl möchte den frühen Ausfall im Vorjahr vergessen machen und hat den BMW M3 weiter optimiert, die Zielankunft hat oberste Priorität.

In den letzten Jahren wurde die OMV-Rallye immer mehr zu einem Sammelplatz für Legenden. Großen Anteil daran hat vor allem die Krieau in Wien, die nicht nur einen festlichen Rahmen bietet, sondern als Schauplatz spektakulärer Rallye-Action bei Publikum und Fahrern beliebt ist wie kaum eine andere Wertungsprüfung in Österreich.

Auch Walter Zöckl kann der Krieau Positives abgewinnen, hat er doch dort im vergangenen Jahr bei jedem der zwei gefahrenen Durchläufe das 2002er-Duell gegen Leopold Theuretsbacher gewonnen.

Leider wurde das neben der Alpenfahrt 1972 seine kürzeste Rallye, denn schon auf der ersten SP im niederösterreichischen Wechselgebiet ging der Motor des betagten BMW kaputt. Übrigens nicht weit entfernt von der Stelle, wo einst für Walter Zockl und Walter Blieberger die Alpenfahrt geendet hatte.

Die lange Pause seit der Castrol-Rallye wurde genützt, um den BMW M3, der sich als sehr zuverlässig herausgestellt hat, technisch weiter zu optimieren und ein paar noch vorhandene Schwachpunkte zu beseitigen. Der vor kurzem erfolgte Umstieg vom wesentlich älteren Typ 2002 hat sich auf jeden Fall in den Ergebnissen niedergeschlagen, nach dem zweiten Platz in der Gruppe H bei der BOSCH Super 4-Rallye kam bei der Castrol-Rallye mit etwas Glück sogar ein Sieg zustande.

Dementsprechend groß ist der Ehrgeiz von Walter Zöckl, der wie gehabt auf die Ansagen von Maros Certan vertrauen wird, in der stimmungsvollen Arena der Krieau einen flotten Drift aufs Parkett zu legen. Am Liebsten würde er ja gegen Hannu Mikkola im Showprogramm fahren, das diesmal noch hochkarätiger als sonst ausfallen wird.

Aufgrund der relativ prominenten Startnummer (21) darf er allerdings auch im Wettbewerb große Aufmerksamkeit erwarten. Als einer der attraktivsten Wagen im Wettbewerb wird der BMW M3 den Krieau-Besuchern sicher in guter Erinnerung bleiben.

Natürlich ist während der gesamten Rallye maximale Konzentration auf ein gutes Ergebnis angesagt, eine Zielankunft ist oberste Priorität. Aufgrund der Abwesenheit vieler starker Allradkonkurrenten in der Gruppe H, unter ihnen auch der beherzt agierende Mag. Markus Benes mit dem Mazda 323 4WD Turbo, ist Walter Zöckl diesmal mehr denn je Favorit auf den Sieg der Gruppe H.

Der hohe Asphaltanteil bei der OMV-Rallye könnte ein gutes Ergebnis in der Gesamtwertung begünstigen. Bei Regen sinken die Erfolgsaussichten natürlich, da sich der Traktionsnachteil (Heckantrieb!) des starken BMW dann unangenehm bemerkbar macht.

Vollen Einsatz wird das Team Zöckl auf jeden Fall bieten. Daß just for fun auf der Rallyestrecke auf keinen Fall gleichzusetzen ist mit Spazierenfahren, haben Walter und Maros mehrfach bewiesen. Und daß kalkuliertes Risiko auf keinen Fall ein Hindernis für gute Show ist.

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