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Rallye-ÖM: Steiermark-Rallye

Fahr hin und gewinn!

Er kam, sah und siegte: Alois Forstenlechner war bei der Steiermark-Rallye in der Gruppe H ohne Gegner und auch in der Gesamtwertung weit vorne.

Die Selbstverständlichkeit, mit der er trotz seines erst dritten Rallye-Starts eine erstklassige Vorstellung hinlegte, erinnert an Thomas Steinmayer: Reinsetzen, losfahren, gewinnen. So, als ob es eine simple Fingerübung wäre.

Vielleicht hat die Schule des Rallycross hier sehr viel Vorschub geleistet, wobei trotzdem die Frage bleibt, wie weit sich das schnelle Fahren auf unwirtlichen Wegen, die unmittelbar von Bäumen begrenzt werden und wo zwischendurch auch Abgründe lauern, auf einem Rundkurs mit weitem Auslauf trainieren lässt. Ideallinie kann man dort erlernen, der Rest ist Mut und Talent.

Wie bei der Dunlop-Rallye, kam auch in Admont der Allrad-Golf mit dem G-Lader zum Einsatz, der zwar keine große Vergangenheit im Rallyesport hat, dank seiner besonderen Fahreigenschaften jedoch auch heute noch reichlich Potential bietet, um bei nationalen Rallyes eine gute Figur abzugeben. Dazu trägt vor allem die Kompressoraufladung des Motors bei, die eine hohe Leistung ermöglicht und sehr viel Drehmoment schon bei niedrigen Drehzahlen abgibt. Und Allradantrieb ist bei Veranstaltungen wie der Steiermark-Rallye, wo es immer wieder glitschige Fahrbahnen gibt, stets ein Vorteil.

Unter der Abwesenheit von Dirk Klemund (Ford Escort Cosworth) konnten Alois Forstenlechner und Gerhard Rigl eine einsame Solo-Show in der Gruppe H abziehen, an einen Angriff der problembelasteten Dieter Kienbacher (Lancia Delta Integrale) und Rene Seitner (Audi Coupé Quattro) war überhaupt nicht zu denken.

Sie hätten ziemlich sicher auch unter normalen Umständen keine Gefahr für Alois Forstenlechner dargestellt, dessen Golf G60 diesmal bis zum Schluss einwandfrei gelaufen ist. Er war einfach zu gut in Fahrt. Auch die Zusammenarbeit mit Beifahrer Gerhard Rigl funktionierte einwandfrei.

Mit seinem 14. Platz in der Gesamtwertung, gleich hinter Ex-Staatsmeister Fritz Waldherr mit seinem Mitsubishi, kann man Alois Forstenlechner ohne Weiteres in die Liste der großen Gruppe H-Stars wie Christian Riegler, Franz Kohlhofer oder Franz Sonnleitner einreihen. Leider waren diese allesamt nicht am Start, sonst hätte es ein interessantes Match gegeben.

Ein Erfolg nach Maß, und eine exzellente Visitenkarte: Nach der hier gezeigten Leistung wäre es Alois Forstenlechner zweifellos zu wünschen, zumindest so viel Sponsorenunterstützung zu bekommen, um im kommenden Jahr ein paar Rallyes mehr fahren zu können. Denn bei der Steiermark-Rallye hat er gezeigt, wie gut er wirklich ist. Vor allem in der Rallye-Challenge wäre er eine kongeniale Bereicherung.

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